Experte warnt

Gefahr in der Luft: 100.000 Drohnen werden an Weihnachten verschenkt

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Drohnen könnten sich in diesem Jahr als Trend-Geschenk zu Weihnachten entpuppen.

Berlin - Schon bald werden noch viel mehr Propeller am Himmel schwirren: Drohnen als Trend-Geschenk zu Weihnachten bereiten den Experten großes Kopfzerbrechen.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) rechnet nach Weihnachten mit mehr Hobby-Drohnen über Deutschland. "Beim diesjährigen Weihnachtsfest werden mindestens 100.000 Drohnen verschenkt, schätzen wir", sagte Geschäftsführer Klaus-Dieter Scheurle den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Donnerstag. Derzeit würden rund 400.000 Drohnen hierzulande genutzt. 2020 könnten es mehr als eine Million dieser Fluggeräte sein.

Scheurle forderte deshalb eine Registrierungspflicht beim Kauf von Drohnen. "Für eine faire und sichere Integration unbemannter Fluggeräte in den Luftraum ist sie unverzichtbar." Jeder Handynutzer hinterlege seine Daten. "Der Aufwand beim Drohnenkauf kann also nicht so groß sein."

Geplante Kennzeichnungspflicht von Drohnen mit Namen und Adresse

Die von der Bundesregierung geplante Kennzeichnungspflicht von Drohnen mit Namen und Adresse sei ein erster Schritt. "Dies allein wird aber in Zukunft nicht ausreichen, um mehr Sicherheit herzustellen." Wichtig sei auch ein abgestufter Drohnen-Führerschein - für Modelle ab einem Gewicht von 250 Gramm ein "Kenntnisnachweis" und für größere Drohnen ein "Führerschein".

Es gebe zwar heute bereits Regeln, dass in den An- und Abflugbereichen großer Flughäfen und im Umkreis von 1,5 Kilometern um einen Flughafenzaun keine Drohne fliegen darf. "Das beachtet oder weiß anscheinend nicht jeder Drohnenpilot", bemängelte der DFS-Chef. Wer die Gefahr einer Kollision mit einer landenden Passagiermaschine in Kauf nehme, könne angeklagt und auch verurteilt werden.

63 Behinderungen durch Drohnen im Jahr 2016

Seinen Angaben zufolge meldeten Piloten in diesem Jahr bereits 63 Behinderungen durch Drohnen. Im vergangenen Jahr seien es nur 15 gewesen. "Wenn die Zahl der Vorfälle weiter steigt, ist es eine Frage der Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwann tatsächlich zu einer Kollision kommen könnte", warnte Scheurle.

Drohnen brauchen häufig eigene Versicherung

Drohnen sind ein beliebtes Geschenk für Technikliebhaber. Was viele nicht wissen: Sie gelten oft als Luftfahrzeuge und unterliegen damit der Versicherungspflicht. Darauf weist der Bund der Versicherten (BdV) in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg hin. Über die private Haftpflichtversicherung besteht aber häufig kein Schutz. Im Zweifel muss daher eine spezielle Versicherung abgeschlossen werden, zum Beispiel über Vereine. Ab einer gewissen Flughöhe und einem bestimmten Gewicht der Drohne muss außerdem eine Fluggenehmigung bei der Deutschen Flugüberwachung eingeholt werden.

Lesen Sie auch: Sensation: Erstes Amazon-Päckchen per Drohne ausgeliefert

AFP/dpa

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