Auf Nachbar-Grundstück verscharrt

Wedeler Familiendrama: Tote Mutter entdeckt

Ein Polizist steht in Wedel am Fundort einer Leiche. Foto: Daniel Bockwoldt
1 von 6
Ein Polizist steht in Wedel am Fundort einer Leiche. Foto: Daniel Bockwoldt
Hintergrund der Tat dürften familiäre Probleme gewesen sein. Foto: Daniel Bockwoldt
2 von 6
Hintergrund der Tat dürften familiäre Probleme gewesen sein. Foto: Daniel Bockwoldt
Schilder mit der Aufschrift "Ist beschlagnahmt! Betreten verboten!" und "Tatort" hängen an der Eingangstür zu dem Einfamilienhaus. Foto: Daniel Bockwoldt
3 von 6
Schilder mit der Aufschrift "Ist beschlagnahmt! Betreten verboten!" und "Tatort" hängen an der Eingangstür zu dem Einfamilienhaus. Foto: Daniel Bockwoldt
Die Kinder waren am Sonntag in ihrem Elternhaus in Wedel tot gefunden worden. Foto: Daniel Bockwoldt
4 von 6
Die Kinder waren am Sonntag in ihrem Elternhaus in Wedel tot gefunden worden. Foto: Daniel Bockwoldt
Die Spuren am Tatort werden gesichert. Foto: Daniel Bockwoldt
5 von 6
Die Spuren am Tatort werden gesichert. Foto: Daniel Bockwoldt
Absperrband hängt vor dem Einfamilienhaus. Nach dem Ergebnis der Obduktion wurden die Kinder vermutlich bereits vorher ertränkt. Foto: Daniel Bockwoldt
6 von 6
Absperrband hängt vor dem Einfamilienhaus. Nach dem Ergebnis der Obduktion wurden die Kinder vermutlich bereits vorher ertränkt. Foto: Daniel Bockwoldt

Wedel/Hamburg - Im Wedeler Familiendrama rückt das Wohnhaus nochmals in den Fokus der Ermittler. Auf der Suche nach der vermissten Mutter nehmen sie sich den Garten und das Nachbargelände vor. Sie werden fündig.

Nach dem Familiendrama von Wedel bei Hamburg haben die Ermittler am Dienstag eine weitere Leiche entdeckt - vergraben in einem Gebüsch direkt hinter dem Bungalow der vierköpfigen Familie.

Ob es sich bei der Toten um die Mutter der zwei getöteten Kleinkinder handelt, bestätigte die Polizei noch nicht. Die Leiche sei noch nicht identifiziert, ergänzte eine Polizeisprecherin.

Das fünfjährige Mädchen und sein zwei Jahre alter Bruder sind nach dem Ergebnis der Obduktion ertränkt worden - vermutlich am vergangenen Samstag. In der Rechtsmedizin soll nun geklärt werden, ob es sich bei der Leiche um die Mutter handelt. Dies liege nahe, aber gesichert sei es nicht, sagte die Sprecherin. Auch muss noch festgestellt werden, wie die Frau ums Leben kam und wer für ihren Tod verantwortlich ist.

Hintergrund der grausamen Tat dürften familiäre Probleme gewesen sein 

Die Polizei geht davon aus, dass der Vater das Geschwisterpaar getötet hat. Der 49-Jährige hatte sich am Sonntagmorgen umgebracht. "Hintergrund der grausamen Tat dürften familiäre Probleme gewesen sein", hieß es in einer Mitteilung der Beamten. Die Ermittler hatten die 37-jährige, aus Bolivien stammende Mutter seit Sonntag unter Hochdruck gesucht. "Unser Ansätze waren am Dienstagmorgen noch recht dürftig", erläuterte die Polizeisprecherin vor Fernsehteams, die sich erneut vor dem Wohnhaus eingefunden hatten. Die Suche habe sich in alle Richtungen erstreckt. "Das Naheliegendste war das Grundstück."

Haus und Garten wurden von den Ermittlern nochmals durchkämmt. Dabei ging es hinter dem Bretterzaun des Grundstücks auch in ein Gebüsch aus Sträuchern und Bäumen. "Es war ersichtlich, dass dort das Erdreich gelockert war. Es sah so aus, als hätte dort jemand gearbeitet", so die Beamtin. Die Ermittler entdeckten zur Mittagszeit die Frauenleiche. Später fuhr ein Leichenwagen vor.

Blumen und Kerzen vor dem Haus der toten Familie 

Am Sonntag hätten sich die Beamten bei der Spurensuche auf Haus und Garten konzentriert, ergänzte die Sprecherin. "Das war erste Priorität." Die Leiche sei jetzt außerhalb des Grundstücks gefunden worden. "Wir sind froh, dass wir das jetzt so schnell haben klären können."

Doch die Erschütterung über den Fall bleibt. Auf der Hausmauer vor dem Bungalow wurden Blumen abgelegt und Kerzen aufgestellt - Wedel trauert.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Bericht: 2017 fast 10 Prozent weniger Straftaten als im Vorjahr

In Deutschland sind 2017 laut einem Medienbericht fast zehn Prozent weniger Verbrechen erfasst worden als im Vorjahr.
Bericht: 2017 fast 10 Prozent weniger Straftaten als im Vorjahr

Zwei Drachenboote in China gekentert: Tote und Vermisste

Das Drachenbootfest gehört zu den wichtigsten Feierlichkeiten in China. In schmuckvollen Booten treten Paddler gegeneinander an. Beim Training kentern zwei Boote an …
Zwei Drachenboote in China gekentert: Tote und Vermisste

Trauerfeier für bei Schlägerei getöteten Schüler

Obernzell (dpa) - Mit einer bewegenden Trauerfeier haben Angehörige, Freunde und andere Wegbegleiter Abschied von dem bei einer Schlägerei in Passau getöteten Maurice K. …
Trauerfeier für bei Schlägerei getöteten Schüler

Bericht: Noch immer zwei Dutzend „Hitler-Glocken“ in Deutschland

In etwa zwei Dutzend deutschen Kirchen hängen einem Medienbericht zufolge noch immer Glocken mit Bezug zum Nationalsozialismus.
Bericht: Noch immer zwei Dutzend „Hitler-Glocken“ in Deutschland

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.