64 riskante Annäherungen

Flugsicherung warnt vor Drohnen-Gefahren für den Luftverkehr

Nur scheinbar zu nah: Eine private Drohne fliegt in knapp 10 Metern Höhe über einem Garten, als in weiter Entfernung ein Flugzeug beim Anflug auf den Flughafen Düsseldorf zu sehen ist. Foto: Julian Stratenschulte
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Nur scheinbar zu nah: Eine private Drohne fliegt in knapp 10 Metern Höhe über einem Garten, als in weiter Entfernung ein Flugzeug beim Anflug auf den Flughafen Düsseldorf zu sehen ist. Foto: Julian Stratenschulte
Auch im professionellen Einsatz riskant: Das Handout von Eurosport zeigt den Absturz einer Kamera-Drohne hinter Skirennfahrer Marcel Hirscher bei einem Nachtslalom in Madonna di Campiglio. Foto: Eurosport.de
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Auch im professionellen Einsatz riskant: Das Handout von Eurosport zeigt den Absturz einer Kamera-Drohne hinter Skirennfahrer Marcel Hirscher bei einem Nachtslalom in Madonna di Campiglio. Foto: Eurosport.de
Ein Polizeibeamter präsentiert eine Drohne, die einem Autofahrer an der A40 in die Winschutzscheibe geknallt ist. Foto: Polizei Bochum
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Ein Polizeibeamter präsentiert eine Drohne, die einem Autofahrer an der A40 in die Winschutzscheibe geknallt ist. Foto: Polizei Bochum
Im Ernstfall eine unangenehme Sache: Zwei Drohnen dringen bei einer Vorführung der Deutschen Flugsicherung in ein Firmengelände ein. Foto: Andreas Arnold
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Im Ernstfall eine unangenehme Sache: Zwei Drohnen dringen bei einer Vorführung der Deutschen Flugsicherung in ein Firmengelände ein. Foto: Andreas Arnold
Drohnen bieten zwar Chancen für Logistik und Forschung, können aber Hunderte von Metern hoch fliegen und für Flugzeuge etwa bei der Landung gefährlich werden. Foto: Bernd von Jutrczenka
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Drohnen bieten zwar Chancen für Logistik und Forschung, können aber Hunderte von Metern hoch fliegen und für Flugzeuge etwa bei der Landung gefährlich werden. Foto: Bernd von Jutrczenka
In der Erprobung: Eine Paket-Drohne der Deutschen Post. Foto: Oliver Berg
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In der Erprobung: Eine Paket-Drohne der Deutschen Post. Foto: Oliver Berg
Mit einem elektronischen Störsender können Drohne zur Landung gezwungen werden. Foto: Andreas Arnold
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Mit einem elektronischen Störsender können Drohne zur Landung gezwungen werden. Foto: Andreas Arnold

Drohnen breiten sich bei Firmen, Hobbypiloten und Modellfliegern immer weiter aus: Mit rund 600 000 verkauften Stück im deutschen Luftraum rechnet die Deutsche Flugsicherung in diesem Jahr.

Langen (dpa) - Die Deutsche Flugsicherung (DFS) warnt angesichts der steigenden Zahl von Drohnen vor Gefahren für den Luftverkehr in Deutschland. Im laufenden Jahr sei ein neuer Rekord bei der Behinderungen von Flugzeugen und Hubschraubern durch unbemannte Flugobjekte zu erwarten, sagte DFS-Geschäftsführer Michael Hann.

Schon 2016 habe es 64 gefährliche Annäherungen von Drohnen vor allem in Flughafennähe gegeben - fast fünf Mal so viele wie im Vorjahr (14).

Allein in diesem Jahr rechne die Flugsicherung mit 600 000 hierzulande verkauften Drohnen an Hobbypiloten, Modellflieger und Unternehmen. Hann forderte daher schärfere Gesetze. Nötig sei ein zentrales Register für Drohnen. "Wenn Hunderte Drohnen in der Luft sind, müssen wir wissen, wem sie gehören." Zudem müsse die DFS Drohnen orten können - um Passagierflugzeuge zu schützen, aber auch um mögliche Terroranschläge aus der Luft zu vermeiden.

Mit der im April verabschiedeten Drohnenverordnung müssen auf bestimmten Drohnen Name und Anschrift des Halters auf einer feuerfesten Plakette vermerkt sein. Pilotenvertreter und DFS fordern aber ein zentrales Register und die Ortung von Drohnen per Chip, auch um Haftungsfragen bei Schäden zu klären. 

Nobert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, zeigte sich offen für strengere Regeln. Die geltenden Herkunftsangaben auf Drohnen ließen sich manipulieren. Zudem schreite die technologische Entwicklung voran, auch im Hinblick auf die Gefahr von Terroranschlägen. 

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