Wieder Hessen

Frankfurt: WhatsApp-Chat von Polizist sorgt für Skandal! Staatsanwalt ermittelt

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Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen einen Polizisten, der bei WhatsApp rechte Inhalte verbreitet haben soll.

Gibt es einen neuerlichen Nazi-Skandal bei der Polizei? Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt wegen eines WhatsApp-Chats und beschämenden Inhalten.

  • Ein Polizist soll Nazi-Inhalte bei WhatsApp geteilt haben
  • Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt
  • Ist der Beschuldigte auch für die Ausbildung von Polizei-Nachwuchs zuständig?

Frankfurt - Gibt es einen neuerlichen Nazi-Skandal bei der Polizei? Der WhatsApp-Chat von einem Polizist schockiert, die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt. Über den Vorfall berichtet extratipp.com*.

Frankfurt: Nazi-Skandal bei der Polizei? WhatsApp-Chat von Polizist schockiert

Diese Meldung erschüttert: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen einen Polizisten aus Mühlheim (keine zehn Kilometer östlich von der Mainmetropole entfernt). Seit Januar lautet der Vorwurf gegen den Mann: Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Pikant: Bei dem Beschuldigten soll es sich nach Informationen von hessenschau.de sogar um einen Dienstgruppenleiter handeln. Was war geschehen?

Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt wegen Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen

Weihnachten 2016, eine interne WhatsApp-Gruppe der Polizei. Sechs Leute waren darin. Einer von ihnen - der aktuell Beschuldigte - soll einen „deutschen Weihnachtsgruß“ in Frakturschrift verschickt haben. Das zugehörige Bild zeigt ein mit Tannenzweigen dekoriertes Eisernes Kreuz, dahinter ein Banner in den Farben des deutschen Kaiserreichs: Schwarz-weiß-rot. Der Polizist soll außerdem in einem Chat „vier Bilder mit rechtsextremistischem Inhalt“ verschickt haben, zitiert hessenschau.de den hessischen Innenminister Peter Beuth (CDU).

Polizist soll Bild von Hakenkreuz-Plätzchen verschickt haben

Den Journalisten liegen nach eigenen Angaben noch mehrere andere Screenshots vor, die die rechte Gesinnung des Polizisten belegen sollen. Darunter etwa ein Foto von drei farbigen Männern in Wehrmachtsuniformen. Darüber der rechtschreibschwache Schriftzug „Bundeswehr 2020“. Offenbar eine geschmacklose Anspielung auf die Flüchtlinge, die nach Deutschland gekommen sind. Rechte Hetzer wittern Überfremdung - in Wahrheit waren in Frankfurt Ende Mai 2019 4730 Geflüchtete gemeldet. 

Ein weiteres verschicktes WhatsApp-Foto des Beschuldigten zeigt nach hr-Angaben eine ältere Frau mit dem Kommentar  im Bild: „Oma hat Plätzchen gebacken - sind nur etwas braun geworden.“ Auf dem Blech lauter Hakenkreuz-Plätzchen.

WhatsApp-Meme könnte für Ärger von der Staatsanwaltschaft Frankfurt sorgen

Klar ist: Der schwarz-weiß-rote Weihnachtsgruß mag rechte Gesinnung offenbaren, ist jedoch nicht strafbar. Anders verhält es sich mit dem bei WhatsApp verschickten Hakenkreuz-Meme. Dafür könnte es von der Staatsanwaltschaft Frankfurt Ärger geben. Nicht klar ist, ob der Beschuldigte nach wie vor als Dienstgruppenleiter bei der Polizei tätig ist und Nachwuchskräfte ausbildet. Anfang dieses Jahres gerieten mehrere Frankfurter und hessische Polizisten unter Nazi-Verdacht, weil sie Wehrmacht-Devotionalien gehortet, sich teils rechtsextrem in Chats ausgetauscht und eine Anwältin mit Migrationshintergrund bedroht haben sollen.

*extratipp.com ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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