*spielt The Rains of Castamere*

10 Male, als es „Game of Thrones“ echt zu weit getrieben und uns allen das Herz gebrochen hat

Theon Graufreud, Text: wird quasi nur gefoltert. Sansa Stark, Text: von einem Psycho zum nächsten
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Selbst GoT kann es übertreiben

„Game of Thrones“ ist zwar vorbei, das heißt aber nicht, dass wir uns nicht weiter darüber aufregen oder wegen bestimmter Momente rumheulen können. Wobei ... Eher heulen. Heulen ist gut.

Ich weiß, ich weiß. Der ganze Sinn von „Game of Thrones“ ist es, zu weit zu gehen. Aber trotzdem gab es in acht Staffeln immer wieder Momente, dank denen ich so knapp (meine Finger sind gerade ganz nah beieinander) davor war einfach ein für allemal abzuschalten. Manchmal wegen so exzessiver Gewalt, dass einem schwummrig wird und manchmal, weil das menschliche Herz nur bedingt viel aushalten kann. Setz dich also und nimm dir ein paar Taschentücher, denn es wird heftig ...

Hinweis: Die beschriebenen Szenen thematisieren Kindstod, Mord und Vergewaltigung.

„Game of Thrones“: Momente, in denen die Serie von HBO zu weit gegangen ist

1. Die Rote Hochzeit

Arghhhh ... Bringen wir es einfach hinter uns. Reden wir über das Monster, das die Rote Hochzeit in „Game of Thrones“ war. Der Moment, dank dem du The Rains of Castamere nie mehr ohne Panik hören kannst. Die ganze Sequenz ist natürlich Perfektion in Höchstform, was den Überraschungsfaktor angeht. Während Robb schon tot umfällt, müssen unsere Gehirne noch verarbeiten, was überhaupt abgegangen ist. Was diesen Moment mit so unvergesslich macht, ist natürlich die ... Sagen wir bildstarke Gewalt mit der das Massaker verübt wird. Gut, tot ist tot ... Aber musste man der schwangeren Frau unbedingt mehrmals in den Bauch stechen?

2. Sansas Hochzeitsnacht mit Ramsay

Bist du inzwischen darüber hinweg, dass Sansa diesen Irren geheiratet hat? Ich nicht! Obwohl sein sehr passender Abschied von „Game of Thrones“ etwas geholfen hat. Selbst die Rote Hochzeit war erträglicher als die von Sansa und Ramsay!!! Und das heißt schon was. Falls du es bereits verdrängt haben solltest: Die älteste Stark-Tochter wird in ihrer Hochzeitsnacht von ihrem neuen Mann vergewaltigt. Und das wird nicht nur angedeutet. Stattdessen wird die Szene unerträglich lange hingezogen, bis schließlich zu Theon geschnitten wird, der das Ganze auch noch mit Ansehen muss. Einfach too much!

3. Die Folter von Theon Graufreud

Bleiben wir bei Theon, um die Handlung rund um Ramsay Bolton abzuschließen und irgendwo tief im Keller zu verstecken. Bevor der Theon zu Stinker wurde, war er Robbs Verbündeter. Und ja, nachdem er diesen verraten und Winterfell besetzt hat, war er ziemlich unten durch. Trotzdem war alles, was Theon darauf in „Game of Thrones“ widerfahren ist, fünf Nummern zu heftig! Die ständige Folter und schließlich sogar die Kastration ... Irgendwo ist auch mal Schluss.

4. Als Joffrey Ros als lebende Zielscheibe benutzt hat

Eigentlich könnte man jeden Moment in der Laufbahn von Joffrey Baratheon als Beispiel nehmen. Der kleine Mistkerl war schließlich eine einzige Ausgeburt an Brutalität und Grausamkeit (und unerträglich nervig dazu). Eine Sache hat das Fass jedoch völlig zum Überlaufen gebracht: Der kleine Feigling von König hat nicht den Mumm für eine Schlacht, findet aber Spaß daran, eine festgebundene Frau mit seiner Armbrust zu beschießen. Nie habe ich Joffrey und auch Kleinfinger mehr gehasst. Ros hatte einen besseren Abschied von „Game of Thrones“ verdient!

5. Cersei Lennisters Vergewaltigung durch ihren eigenen Bruder

Wenn es „Game of Thrones“ betrifft, kann man immer argumentieren, dass die exzessive Gewalt und der Missbrauch von Charakteren die Handlung vorantreibt. Nachdem wir das festgehalten haben, lass uns zu einem Moment nach Joffreys Tod springen: Cersei betrauert gerade ihren verstorbenen Sohn und streitet sich mit Jamie. Der zwingt sie darauf zum Sex, neben der Leiche ihres gemeinsamen Kindes. Ähm ... Inwieweit ist diese Szene nochmal nötig?

6. Der Kampf zwischen dem Berg und Prinz Oberyn 

Warum hat es „Game of Thrones“ mit diesem Moment übertrieben? Lass mal überlegen: Der Berg schlägt Prinz Oberyn im Kampf erstmal ein paar Zähne aus, die dabei quer durch das Bild fliegen. Und kurz darauf zerquetscht er ihm erst die Augen und dann direkt den ganzen Kopf. Ist das überhaupt möglich??? Mal abgesehen davon, war das Ganze so blutig, dass einem ernsthaft übel wurde. Außer du hast einen sehr, sehr starken Magen!

7. Als „Game of Thrones“ den Walk of Shame neu definiert hat

Durch ganz „Game of Thrones“ hindurch habe ich Cersei Lennister gehasst. Heiß und innig sozusagen. Aber in diesem Moment muss man trotz allem Mitleid mit ihr haben Und ja, vielleicht habe ich gehofft, dass sie ihre verdiente Rache dafür bekommt. Immerhin stand Cersei für nichts vor Gericht, was in Westeros nicht schon hundertmal ungesühnt von anderen Charakteren durchgezogen wurde. Die Targaryens haben ständig untereinander geheiratet (trotzdem eklig) und jeder versucht ständig, andere umzubringen. Warum wurde also nur sie mit Dreck beworfen? Also wortwörtlich.

8. Danys 180 Grad-Drehung zur verrückten Königin

Daenerys Targaryen war schon immer in gewisser Weise grausam. Das lässt sich nicht groß abstreiten. Immerhin hat sie Leute von ihren Drachen hinrichten und die Meister von Meeren kreuzigen lassen. Das ist jetzt nicht unbedingt gnädig. Aber wann sind wir an den Punkt gekommen, dass sie ohne mit der Wimper zu zucken tausende Unschuldige töten kann? Dany hat Kinder immer verschont und nur die zur Rechenschaft gezogen, die ihr oder anderen etwas angetan haben. War zur Hölle, war das also in Königsmund, liebe „Game of Thrones“-Autor*innen?!

9. Shireen Baratheons „Opferung“

Lady Melisandre und Stannis Baratheon sind zusammen einfach zwei der hassenswertesten Charaktere in „Game of Thrones“.* Und dieser Moment ist zu 99 Prozent dafür verantwortlich. Als Stannis letzte verbleibende Blutsverwandte wird seine kleine Tochter Shireen als Opfer dargebracht. Für diesen Zweck wird sie von Soldaten auf einen Scheiterhaufen gezerrt und angezündet. Und NIEMAND protestiert dagegen, nicht einmal ihre Mutter ... Zumindest bis es zu spät ist. Wenn das mal nicht der absolute Tiefpunkt war.

10. Und schließlich: Jedes verdammte Mal, wenn ein Drache oder Schattenwolf gestorben ist!!!

In „Game of Thrones“ war einfach nichts und niemand off limits. Und obwohl wir natürlich allen menschlichen Charakteren nachtraueren, (fast) nichts war so schlimm, wie der Tod eines Schattenwolfs oder Drachen! Finger weg von Tieren! Ist das denn so schwer?

Mit welchem „Game of Thrones“-Moment hat HBO für dich die Grenze überschritten? Verrate es uns in den Kommentaren. *BuzzFeed.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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