Klage abgewiesen

Gericht verbietet Geschlechterquote für Aufnahme in Gymnasium

Eine Geschlechterquote verstößt laut OVG Berlin gegen den Gleichheitsgrundsatz.
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Eine Geschlechterquote verstößt laut OVG Berlin gegen den Gleichheitsgrundsatz.

Die Klage eines Jungen, der in ein koedukatives Gymnasium aufgenommen werden wollte, ist vom OVG Berlin abgewiesen worden. Die Berufung auf eine Geschlechterquote sei nicht zulässig.

Berlin - Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg hat eine Geschlechterquote als Kriterium für die Aufnahme in ein Gymnasium verboten. Solch eine Quote verstoße gegen den Gleichheitsgrundsatz und das Verbot, Menschen wegen ihres Geschlechts zu bevorzugen, heißt es in einem am Donnerstag verkündeten Beschluss. (Az. OVG 3 S 74.17)

Im Ausgangsfall wollte ein Junge in ein koedukatives Gymnasium aufgenommen werden. Weil es aber mehr Bewerber als freie Plätze gab, wurden die Bewerber aufgrund ihre bisherigen schulischen Leistungen ausgewählt.

Da allerdings überwiegend Mädchen bessere Noten hatten, forderte das Verwaltungsgericht auf die Klage des Schülers, dass mindestens ein Drittel der Plätze für Jungen reserviert werden müssten. Nur so könne das Gymnasium einen koedukativen Unterricht sicherstellen. Das OVG hob dieses Urteil nun auf.

afp

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