Zweiter Jahrestag des Unglücks

Neue Bewegung in Aufarbeitung der Germanwings-Katastrophe

Trümmer der Germanwings-Maschine an der Absturzstelle. Foto: Sebastien Nogier
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Trümmer der Germanwings-Maschine an der Absturzstelle. Foto: Sebastien Nogier
Günter Lubitz: "Wir haben den Tag nicht gewählt, um die Angehörigen zu verletzen." Foto: Michael Kappeler
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Günter Lubitz: "Wir haben den Tag nicht gewählt, um die Angehörigen zu verletzen." Foto: Michael Kappeler
Am 24. März 2015 zerschellte ein Airbus der Lufthansa-Tochter Germanwings auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen bei Le Vernet. Foto: Rolf Vennenbernd
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Am 24. März 2015 zerschellte ein Airbus der Lufthansa-Tochter Germanwings auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen bei Le Vernet. Foto: Rolf Vennenbernd
"Es gibt keine Anhaltspunkte für eine Absturzursache, die nicht auf absichtliches - mutmaßlich suizidales - Verhalten zurückzuführen ist", stellte Staatsanwalt Christoph Kumpa klar. Foto: Rolf Vennenbernd
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"Es gibt keine Anhaltspunkte für eine Absturzursache, die nicht auf absichtliches - mutmaßlich suizidales - Verhalten zurückzuführen ist", stellte Staatsanwalt Christoph Kumpa klar. Foto: Rolf Vennenbernd
Trost: Schüler umarmen sich bei der Gedenkfeier am Joseph-König-Gymnasium in Haltern am See. Foto: Ina Fassbender
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Trost: Schüler umarmen sich bei der Gedenkfeier am Joseph-König-Gymnasium in Haltern am See. Foto: Ina Fassbender

Neue Vorwürfe und neue Klagen: Auch zwei Jahre nach dem Absturz in den französischen Alpen mit 150 Toten lässt das Germanwings-Unglück die Familien von Copilot und Insassen nicht los.

Mönchengladbach/Düsseldorf (dpa) - Der zweite Jahrestag der Germanwings-Katastrophe hat neue Bewegung in die Aufarbeitung der Katastrophe mit 150 Toten gebracht.

Der Hinterbliebenen-Anwalt Christof Wellens kündigte an, vor Gericht höhere Schmerzensgelder für die Angehörigen von fünf Opfern des Germanwings-Absturz erstreiten zu wollen.

Ebenfalls am Freitag stießen provokante Äußerungen der Familie des Todespiloten Andreas Lubitz bei Angehörigen und Freunden der Opfer auf scharfe Kritik. Der Copilot hat den Ermittlungen zufolge die Maschine mit 150 Menschen an Bord vor zwei Jahren vorsätzlich gegen einen Felsen gesteuert.

Am Freitag, dem zweiten Jahrestag des Unglücks, reichte Hinterbliebenen-Anwalt Wellens nach eigenen Angaben fünf entsprechende Klagen beim Landgericht Düsseldorf ein. "Teilweise haben nahe Angehörige noch nichts erhalten, teilweise nur den Betrag in Höhe von 10 000 Euro", teilte er auf Anfrage mit. Dies werde dem Leid, dem die Angehörigen nun schon zwei Jahre ausgesetzt seien, nicht gerecht. Das Gericht konnte den Eingang der Klagen am Freitag zunächst nicht bestätigen. Die Germanwings-Muttergesellschaft Lufthansa wollte sich zu den Einzelfällen nicht äußern, verwies jedoch auf die nach dem Absturz bereits geleisteten Zahlungen.

Nach einer Pressekonferenz von Günter Lubitz, Vater des Copiloten, am Freitag in Berlin reagierten Hinterbliebene der Opfer verärgert. Die durch das Gutachten kritisierten Ermittler im In- und Ausland wiesen die Vorwürfe vehement zurück - ebenso die Pilotenvereinigung Cockpit. Auch die Bundesregierung erklärte, sie habe keine Zweifel an den bisherigen Ermittlungsergebnissen.

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