Mindestens Fünfmal neugebildet

Great Barrier Reef überlebte Meeresspiegel-Schwankungen

Great Barrier Reef, fotografiert von der ISS aus. Das größte Korallenriff der Erde hat sich im Lauf der vergangenen 30 000 Jahre schon mehrere Male selbst überlebt. Foto: NASA/dpa
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Great Barrier Reef, fotografiert von der ISS aus. Das größte Korallenriff der Erde hat sich im Lauf der vergangenen 30 000 Jahre schon mehrere Male selbst überlebt. Foto: NASA/dpa

Sydney (dpa) - Das Great Barrier Reef ist in den vergangenen 30 000 Jahren fünfmal praktisch abgestorben - und hat sich an anderer Stelle neu gebildet. Das schreiben Forscher im Fachmagazin "Nature Geoscience".

Vor etwa 30 000 und etwa 22 000 Jahren sei der Meeresspiegel deutlich gesunken. Das heute größte Korallenriff der Erde sei dadurch an die Luft gekommen. Vor 17 000 und 13 000 Jahren sei der Meeresspiegel gestiegen, die Korallen waren dadurch in zu tiefem Wasser. Dem Riff ist es den Forschern zufolge aber gelungen, weiter landauswärts (beim Sinken) oder landeinwärts (beim Steigen) zu überleben. Vor 10 000 Jahren, so die Wissenschaftler, war es durch schlechte Wasserqualität und hohen Sedimenteintrag praktisch hinüber, konnte sich aber ebenfalls erholen.

Studienleiter Jody Webster von der Universität Sydney schließt aus den Ergebnissen, dass das Great Barrier Reef gegen Umwelteinflüsse widerstandsfähiger ist als angenommen. Zugleich warnte er davor, die Auswirkungen des aktuellen Klimawandels zu unterschätzen. Sie könnten das Riff überfordern. "Ich habe große Sorgen, was die Fähigkeit des Riffs angeht, die Geschwindigkeit des Wandels in naher Zukunft zu überleben."

Für Schutz und Regenerierung des Ökosystems hatte Australiens Regierung kürzlich mehr als 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Riff an Australiens Nordostküste erstreckt sich über insgesamt 2300 Kilometer. Durch sogenannte Korallenbleiche aufgrund von hohen Temperaturen wurde 2016 und 2017 fast ein Drittel zerstört. An der internationalen Studie wurde insgesamt zehn Jahre lang gearbeitet. Dazu wurden an insgesamt 16 Stellen des Riffs Proben entnommen und mit verschiedensten wissenschaftlichen Methoden analysiert.

Studie

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