„Wer das ...“

Häufiger Corona-Fehler bei Einkauf: Auch dieser Laden wehrt sich - Droh-Zettel wird gefeiert

Viele machen unbemerkt einen großen Fehler beim Einkauf in der Coronavirus-Zeit. Ein weiteres Geschäft wehrt sich nun offenbar.

  • Coronavirus-Hinweise in Supermärkten haben Konjunktur.
  • Ein Schild warnt offenbar vor falschem Umgang mit dem Pfandbon.
  • Eine Apotheke sah sich jetzt aus ähnlichem Anlass zu einem Hinweis gezwungen.


Update vom 15. Juni 2020: Den Fehler, Dinge in den Mund zu nehmen und damit oft unbemerkt mit dem einzelnen Speichel zu versehen - ihn machen in der Coronavirus-Zeit* offenbar nicht nur Menschen vorm Pfandautomaten (siehe Ursprungsartikel). Sondern auch Apothekenkunden. Zumindest sorgt ein Zettel nun bei Twitter für großes Aufsehen. Mehr als 1.000 Likes sammelte dieser seit 9. Juni, fand zudem Aufnahme in die Tages-Top-Ten bei twitterperlen.de.

Darauf ist zu lesen: „Wer das Rezept oder Geldscheine in den Mund nimmt oder die Finger anleckt, spendet 5 Euro an die Gütersloher Tafel!“.

Offensichtlich klemmt sich so mancher Apothekenkunde das Rezept zwischen die Lippen, während er in der Tasche kramt. Das ist nicht natürlich unhygienisch - und gefährdet natürlich auch die Angestellten der Apotheke, wenn sie das Rezept danach in die Finger nehmen.

Gütersloh: Zettel in Coronavirus-Krise wohl nötig - denn einige teilen ähnliche Erfahrungen

So mancher wundert sich über die Unachtsamkeit der Menschen. Einer schreibt: „Man sollte es nicht meinen, aber es ist echt nötig :/ Hab sogar mal jemanden gesehen, der sich die Finger anleckte, um den PIN beim bezahlen einzugeben (vor Corona).“ Eine andere Nutzerin: „Das sollte immer gelten! Auch für Umblättern von Zeitschriften! So ekelig!“ Zudem heißt es: „Finger anlecken fand ich als Kind schon eklig. Und ich habe nicht verstanden warum manche Erwachsene das machen. Ich konnte immer mit trockenen Fingern umblättern oder Papier trennen. Ich verstehe es bis heute nicht.“

Und einem Twitter-Nutzer hilft nur noch überdrehter Humor: „Und wenn ich stattdessen einfach direkt den Apotheker anlecke?“

Die Strafandrohung heißen jedenfalls auch einige gut: „Super Idee, die Spendendose wird bestimmt schnell voll“, heißt es da. Und: „Die Gütersloher Tafel wird wohl bald goldene Teller mit in die Tüten packen ...“

Dass der Hinweiszettel echt ist, ist natürlich nicht überliefert - es besteht aber auch wenig Anlass, daran zu zweifeln. Von einer paradoxen Feststellung eines Twitterers abgesehen: „Wie ist das überhaupt möglich, wenn man eine Maske trägt?“

Auch wichtig zu wissen: Ein Foto kann Ihr Handy zum Absturz bringen.

Einige machen beim Einkaufen riesigen Corona-Fehler, ohne es zu bemerken

Update vom 11. Mai 2020: Die Unart, sich den Pfandbon beim Einkaufen etwa an der Kasse ohne es zu merken zwischen die Lippen zu klemmen - sie ist wohl verbreiteter als viele meinen. Schon vor einigen Wochen hatten sich offenbar mehrere Mitarbeiter von Discounter- und Supermarkt-Ketten an chip.de gewandt. 

„Ihr solltet über die Kunden berichten, die an der Kasse den Pfandbon zwischen die Zähne klemmen. Das machen leider viele und hilft uns nicht“, schrieb eine Mitarbeiterin an das Portal.

Corona-Fehler in Supermarkt: Pfandbon im Mund - „Es ist echt schlimm“

Ein Edeka-Mitarbeiter meint: „Es ist echt schlimm, wie manche den Pfandbon im Mund halten, während wir die Ware scannen. Und dann sollen wir diesen annehmen. Das ist falsch.“ Und ein Lidl-Angestellter appelliert: „Es geht um unsere Gesundheit.“ Er habe sogar schon Kunden gesagt, dass er den Bon nicht annehme.

Schließlich dürften schon alle von Tröpfcheninfektionen gehört haben. Die Gefahr besteht natürlich auch, wenn sich Menschen die Finger anlecken, um Geldscheine aus dem Portemonnaie zu greifen. Auch das ist laut Angestellten weit verbreitet. Und beides sollte unterlassen werden.

Ein Promi half einer schwarzen Frau, der in den USA das Benzin ausging - die Aktion geht viral.

Großer Corona-Fehler in Supermarkt: Viele machen ihn, ohne es zu bemerken - Jetzt gibt es wohl erste Schilder

Unser Artikel vom 9. Mai 2020:

Berlin - Der Klopapier-Engpass in der Corona-Krise* ist wohl überwiegend überwunden. Doch das heißt nicht, dass es ein Ende hat mit ungewöhnlichen Zetteln in Einkaufsmärkten. Ein weiterer sorgt nun bei den Fans der Instagram-Seite „Notes Of Berlin“ für große Verwunderung. Entdeckt worden sei der Hinweis in Berlin an der Friedrichstraße. In welchem Supermarkt genau, ist nicht angegeben.

„Bitte aus hygienischen Gründen die Pfandbons nicht in den Mund nehmen“, ist dort zu lesen. „Wir danken für Ihr Verständnis.“ 

Der erste Impuls ist bei vielen Instagram-Followern: Irritation! Jetzt wird auch noch das verboten.

Berlin/Coronavirus-Fehler im Supermarkt: Viele schlabbern Pfandbon an

Bei genauerem Nachdenken aber ergibt das Schild aus Berlin durchaus Sinn. So mancher dürfte sich angewöhnt haben, sich Pfandzettel zwischen die Lippen zu klemmen, um eventuell die restlichen Habseligkeiten zu sortieren. Und das sollte man in Corona-Zeiten* nun wirklich nicht machen. „Klingt echt seltsam, aber ich glaub das geht an Leute, die die Hände voll haben und den vielleicht auch nur eine Sekunde in die Lippen klemmen“, unkt eine Nutzerin.

Und tatsächlich fühlen sich viele ertappt.  „Ach Misto, das machte ich wirklich oft, um die nicht zu vergessen“, schreibt etwa eine Userin. „Haha ich dachte schon, ich sei allein“, meint ein anderer. Und noch jemand schreibt: „Ich auch, aber das ist mir erst jetzt bewusst geworden.“

Berlin/Coronavirus-Zettel in Supermarkt sorgt aber auch für Scherze

Ein paar Scherze erntet das Foto jedenfalls allemal: „Die Fressefreiheit ist gefährdet!“, heißt es da. „Auch nicht mit der Zunge den Touchscreeen berühren?“, witzelt ein anderer.

Und einem fällt dann doch das „Problem“ an der Sache auf: Wer ordnungsgemäß mit Mundschutz einen Supermarkt betritt, kommt eh nicht in Versuchung, den Pfandzettel zwischen die Lippen zu klemmen. „Is ja auch schwierig mit der Maske vor dem Mund.“

Ob das Schild überhaupt aus der Corona-Zeit* stammt, bleibt im übrigen völlig unklar. Aber hygienisch war es auch schon davor nicht. Und in der aktuellen Krise sollte man den Hinweis umso mehr befolgen und nicht den Anschlabber-Fehler machen.

Und einer meint dann noch: „Hinter jedem Schild steckt eine Geschichte.“ Das gilt zweifellos auch für diesen Aushang, der eigentlich nur für Birol bestimmt war.

Ein Corona-Schild an einer öffentlichen Toilette sorgt für Verwunderung. Außerdem sorgte ein Aushang an einem Ladenfenster, der ein absurdes Masken-Angebot bewarb, für Ärger.

Rubriklistenbild: © Twitter

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