„Aus einem dumpfen Bauchgefühl wird bittere Gewissheit“

Feuerwehrmann will nach Unfall helfen - dann sieht er, wer im Auto sitzt

Ein Feuerwehrmann wird zu einem Unfall gerufen. Aus einem Routine-Einsatz wird plötzlich sein größter Albtraum. Sein Chef zieht ihn vom Einsatz ab.

Hattingen - Als Frank Schacht am Sonntagmorgen auf seinem digitalen Meldeempfänger einen Einsatz signalisiert bekommen hat, klang es für ihn nach einem „typischen Party- oder Discounfall“.

„VU-Klemm, mehrere Verletzte, 2 PKW frontal, Personen noch im Fahrzeug“, lautete die Meldung, die den Feuerwehrmann erreichte. Das schreibt er bei Facebook. Was anfangs noch nach einem Routine-Einsatz ausgesehen hatte, wurde sehr schnell zu einem Albtraum.

Beunruhigender Anruf bringt Gewissheit

„Da klingelt das Handy meiner Frau. Ein Freund meiner Söhne ruft an, stammelt etwas von Unfall. Und von einer Sekunde auf die nächste ist nichts mehr wie sonst. Aus einem dumpfen Bauchgefühl wird bittere Gewissheit.“

Als er am Unfallort ankam, entdeckte Schacht seinen verletzten Sohn: „Und da sehe ich ihn auf dem Boden liegen. Seine Freundin kniet neben ihm, eine Rettungswagenbesatzung beginnt mit ersten Maßnahmen.“

Schachts Sohn war mit drei weiteren jungen Menschen in einem der beteiligten Unfallfahrzeuge. Ihn erwischte es am schlimmsten.

Feuerwehr zieht ihn aus dem Einsatz

Als weitere Rettungsdienste am Einsatzort ankamen, zog ihn der eintreffende Kommando-Dienst der Feuerwehr Hattingen (NRW) vom Einsatz ab. Außerhalb des Sichtbereichs des Unfallorts wartete er an einer Leitplanke.

Anschließend wurden die Verletzten in umliegende Kliniken gefahren. Schachts Sohn wurde mit dem Notarzt in eine Unfallklinik in Wuppertal in der Intensivstation eingeliefert.

Sohn nicht in Lebensgefahr

Die gute Nachricht: Die Folgen des Unfalls seien weitestgehend glimpflich, schrieb Schacht auf Facebook und fügte hinzu: „Bei aller Tragik: Da waren eine Menge Schutzengel im Spiel.“ Lebensgefährlich verletzt wurde nämlich zum Glück niemand.

Sein Dank gilt nach dem Unfall allen Ersthelfern und Einsatzkräften, die mit ihrem professionellen Handeln zu dem glimpflichen Ende ausschlaggebend beitrugen.

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Facebook-Beitrag rührt Menschen

Mit seinem Facebook-Post zu diesem schrecklichen Ereignis rührt der 51-Jährige viele Menschen. Knapp 3900 Mal wurde der Beitrag geteilt, fast 7.500 Mal auf „Gefällt-mir“ gedrückt (Stand: 15 Uhr). Über 700 Kommentare erhielt er unter seinem Beitrag.

So schreibt eine Userin: „Vielen Dank an ALLE, die solch Arbeiten mit Herz und wachem Verstand erledigen!! Diese Angst hat jede Mama/Papa.“

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook

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