Staatsanwaltschaft übernimmt

Betrugsverdacht im Reisebüro in Herten - die Schadenssumme ist riesig

Ein Schild an der Eingangstür des Reisebüros weist darauf hin, dass es "aus gesundheitlichen Gründen" vorübergehend geschlossen sei.
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Ein Schild an der Eingangstür des Reisebüros weist darauf hin, dass es "aus gesundheitlichen Gründen" vorübergehend geschlossen sei.

Betrugsskandal um ein Reisebüro in Herten. Nach Tumulten der geprellten Kunden und einem Polizeieinsatz ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die Schadenssumme ist riesig.

Herten - Offenkundig hat ein Reisebüro in der Hertener Innenstadt in großem Maße Schindluder mit dem Geld seiner Kunden getrieben. Das Reisebüro genoss besonders bei türkischstämmigen Mitbürgern, aber auch vielen Deutschen ein hohes Ansehen. Dementsprechend gibt es viele Geschädigte. Und bei denen ist die Vorfreude auf die Reise in Enttäuschung, Schrecken und Wut umgeschlagen. Ende Juli musste sogar die Polizei einschreiten und Plünderungen in dem Reisebüro verhindern.

Wie 24VEST.de* berichtet, liegen die Ermittlungsakten der Polizei nun bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Bochum. Das bestätigt deren Sprecher Dr. Christian Kuhnert auf Nachfrage. „325 Personen könnten geschädigt sein“, sagt Kuhnert. Die „eventuelle Schadenshöhe“ beziffert er auf gut 390.000 Euro.

Reisebürobetreiber wieder auf freiem Fuß

Der 39-jährige Reisebürobetreiber, dem Betrug vorgeworfen wird, hat sich nach seiner zwischenzeitlichen Flucht der Polizei gestellt. Mittlerweile befindet er sich aber wieder auf freiem Fuß. Der zuständige Richter hat zwar Haftbefehl gegen Sender Ö. erlassen, unter Auflagen wurde er aber entlassen. 

*24VEST.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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