A8 und Bundesstraßen überflutet

Flut in Bayern: Passau entgeht Katastrophe nur knapp - „Nicht mehr weit weg von 2013“

Durch Dauerregen waren weite Teile im Süden Oberbayerns überflutet. Besonders schlimm traf es Bad Tölz-Wolfratshausen, Rosenheim, Garmisch-Partenkirchen und Traunstein.

  • Durch den anhaltenden Regen sind Teile Bayerns Überschwemmungen und Hochwasser ausgesetzt gewesen.
  • Besonders schlimm hat es Rosenheim und Traunstein getroffen.
  • Am Donnerstag besteht nur noch für die Isar im Kreis Deggendorf Meldestufe 2.

Update vom 6. August, 9.46 Uhr: Das Hochwasser ist in Bayern weiter zurückgegangen. Der Hochwassernachrichtendienst des Landesamts für Umwelt in Augsburg verzeichnete am heutigen Donnerstag nur noch für die Isar in Plattling im Kreis Deggendorf die Meldestufe 2. Die Experten erwarten, dass der Wasserstand gegen Abend leicht abfallen wird. An der Donau im Landkreis Passau werden bis zum Vormittag die Pegel wieder steigen, weil eine Hochwasserwelle abläuft. Danach werden diese wieder sinken.

Flut in Bayern: Passau entgeht schlimmer Katastrophe wohl nur knapp - „Nicht mehr weit weg von 2013“

Update von 19.16 Uhr: Nach dem Dauerregen der vergangenen Tage hat sich die Hochwasserlage in Südostbayern mittlerweile deutlich entspannt. Vielerorts wurden im Laufe des Mittwochs die Scheitelwerte überschritten. Wie der bayerische Hochwassernachrichtendienst (HND) mitteilte, fielen die Wasserstände danach in den meisten betroffenen Regionen.

Insbesondere an der Isar, beispielsweise in München und Landshut, hatte das ablaufende Wasser seit Dienstag den Fluss anschwellen lassen. Es wurde mit Meldestufe drei die zweithöchste Warnstufe erreicht. Danach fielen die Pegelstände allerdings sehr schnell wieder in unkritische Bereiche. „An den meisten Gewässern sind die Pegel bereits wieder unter Meldestufe eins oder in Meldestufe eins gefallen“, betonte der HND am Mittwochabend.

Nach heftigen Regenfällen: Erleichterung in Passau ist groß

Update, 16.20 Uhr: Nachdem das Schlimmste der Regenfälle vorerst überstanden ist, ist die Erleichterung in Passau groß. Die Flut-geplagte Stadt in Niederbayern hatte in der Nacht auf Mittwoch (5. August) den Höchsstand der Pegel erreicht. „7,97 Meter bei der Donau statt der prognostizierten 8,50 Meter und 5,96 Meter beim Inn statt 6,30. Wir sind also mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagt Stadtbrandrat Andreas Dittlmann gegenüber pnp.de.

Unwetter in Bayern: Passau kurz vor Katastrophe? „Nicht mehr weit weg“

Wären die Regenfälle in der Intensität der letzten Tage noch weitergegangen, hätte es in Passau katastrophale Folgen haben können.  „Wenn es noch einen Tag länger geregnet hätte im Voralpen-Gebiet, dann wären wir tatsächlich nicht mehr weit weg gewesen von 2013“, meint Dittlmann gegenüber der Zeitung. Damals hatte Passau die „Jahrhundert-Flut“ erlebt.

Update, 9.11 Uhr: Nach dem Dauerregen in den vergangenen Tagen entspannt sich die Lage langsam wieder. „Das Hochwasser fließt jetzt ab“, teilte eine Hydrologin des bayerischen Hochwassernachrichtendienstes (HND) nun am Mittwochmorgen (5. August) mit. In Passau gehe der Pegel der Donau nun langsam zurück.

Auch die Straßen im Kreis Rosenheim werden langsam wieder trocken, teilte eine Sprecherin der Polizei mit. Die Autobahn 8 sei an vielen Stellen wieder frei, nur bei Bad Aibling und Bernau war am Mittwochmorgen noch einer von drei Fahrstreifen wegen Überschwemmungen gesperrt. Laut Deutschem Wetterdienst wird für Mittwoch kein weiterer Regen erwartet. Während an den Oberläufen der Flüsse die Wasserstände somit fallen dürften, steigen die Pegel flussabwärts laut dem Hochwassernachrichtendienst noch vorübergehend.

Nun steht im Freistaat eine Wende bevor, was die Temperaturen betrifft - alle Entwicklungen lesen Sie im aktuellen Wetter-Ticker für Bayern* nach.

Hochwasser in Bayern: Lage in Oberbayern entspannt sich

Update, 7.01 Uhr: Die Hochwasser-Lage an Tegernsee und Schliersee* sowie den angrenzenden Flüssen Mangfall, Schlierach und Leitzach wirkte am Mittwochnachmittag ebenfalls bedrohlich. Und sowohl Schliersee als auch Tegernsee haben die Meldestufe 2 gerissen. Einzelne Uferabschnitte sind überflutet. Die Gebirgszuflüsse schwollen teils zur reißenden Strömen an. Heute, am Mittwochmorgen sieht es auch hier so aus, als wäre das schlimmste überstanden. Auch im restlichen Oberbayern hat sich die Lage beruhigt, nachdem unter anderem am Dienstagmorgen sogar die A8 komplett überflutet und über Stunden gesperrt war und nahe Garmisch-Partenkirchen ein Polizeiauto* den Fluten zum Opfer fiel.

Update, 6.50 Uhr: In Passau gab es laut Polizei noch keine größeren Hochwassereinsätze. Kommen wir zu Oberbayern: Hier haben alle Gewässer über Nacht den Scheitelpunkt hinter sich gelassen. Einzig die Loisach im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen* hat noch Meldestufe 3.

Mit am stärksten betroffen im Oberland: Die Loisach im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

Hochwasser in Passau: Pegel kurz vor Scheitelpunkt - Meldestufe 3 überschritten

Update vom 5. August, 6.01 Uhr: Die Pegel sind über Nacht weiter gestiegen in Passau. Die Meldestufe 4 ist allerdings noch nicht erreicht. Nun muss die Zeit zeigen, wie hoch die Scheitel der Donau-Welle wird.

Der letzte Messwert (von 6 Uhr, heute) zeigt einen Wasserstand von 775 cm. Damit wurde die Meldestufe 3 um fünf Zentimeter überschritten. Damit wurden die Staatsstraße 2132 bei Löwmühle sowie die Parkplätze unter der Schanzlbrücke überflutet.

Die gute Nachricht: Nach aktueller Vorhersage wird die Meldestufe 4 (850 cm) nicht mehr erreicht. Das heißt, es kann noch Teile der Altstadt treffen, wie Höllgasse oder Obere Donaulände, die große Flut sollte aber ausbleiben.

Update vom 4. August, 20.56 Uhr: Hat Bayern die extreme Wetter-Front mit teils extremen Dauerregen vorerst überstanden? Dem Deutschen Wetterdienst zufolge gibt es zumindest eine gute Nachricht: Im gesamten Freistaat gelten keine Wetter-Warnungen mehr. Trotzdem steigen weiter die Pegel in vielen Gewässern.

Wie pnp.de berichtet, wird der Donau-Pegel in Passau vermutlich am Mittwochmorgen die Meldestufe 4 erreichen. Die kommende Nacht werde zeigen, inwieweit die Pegel der Flüsse sowohl in der gesamten Region rund um Passau als auch in anderen Teilen Südbayerns weiter steigen.

Wetter in Bayern: Dauerregen im Freistaat - DWD warnt vor nächstem „Extrem“

Update vom 4. August, 16.15 Uhr: Seit Tagen schüttet es in Bayern wie aus Kübeln. Besonders der Süden des Freistaats ist von heftigem Starkregen betroffen, der an vielen Orten bereits für Überflutungen und Schäden gesorgt hat. Der Deutsche Wetterdienst warnt jetzt besonders die Landkreise Miesbach, Rosenheim, Traunstein und Teilen des Berchtesgadener Land vor „extrem ergiebigem Dauerregen“.

Nach bisher beobachteten Niederschlagsmengen von 90 bis 140 l/m² lässt die Intensität des Regens zunächst nur leicht nach. Es werden nochmals Niederschlagsmengen zwischen 30 l/m² und 50 l/m² erwartet. Weiter sollen die Menschen besonders in den genannten Landkreisen Türe und Fenster geschlossen halten. Die Warnung gilt zunächst bis 20 Uhr des heutigen Dienstags (4. August). 

Unwetterwarnung für Bayern: Überflutungs-Gefahr extrem - Hochwasser können sich bilden

Update vom 4. August, 13.25 Uhr: Wegen der anhaltenden Regenfälle rechnet der bayerische Hochwassernachrichtendienst (HND) mit weiteren Überschwemmungen im Freistaat. Auch im niederbayerischen Passau wurde an der Donau die erste Warnstufe erreicht. Die Experten des Landesamtes für Umwelt schließen nicht aus, dass bis zum Mittwochfrüh (5. August) der Pegelstand dort im Bereich der höchsten Meldestufe, der Stufe vier, liegen kann.

Der Inn-Zufluss sorge in Passau für einen starken Anstieg, hieß es. In den vergangenen Tagen lag die Donau in Passau stabil unter fünf Metern, am Mittwoch wird der Pegel dann vermutlich mehr als acht Meter anzeigen.

Flut in Bayern: Bäche werden zu Strömen - Lage regional extrem - Pegel steigen schneller als Prognose

Erstmeldung vom 4. August, 10.30 Uhr:

Rosenheim - Nach einigen hochsommerlichen Hitze-Tagen in Bayern versinkt der Freistaat nun im Wasser. Bereits am Sonntagabend (2. August) kündigten sich vielerorts Unwetter samt starken Regenfällen an. In zahlreichen Regionen hat der Dauerregen seitdem nicht nachgelassen, was nun ernste Auswirkungen hat.

Der Hochwassernachrichtendienst Bayern warnt in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Rosenheim und Traunstein vor Überschwemmungen in den bebauten Gebieten. Auch andere Landkreise in Oberbayern sind betroffen. In München, Erding und Freising wurde eine Hochwasserwarnung ausgerufen.

Hochwasser in Bayern: Süden versinkt im Dauerregen - Erhebliche Überschwemmungen im Landkreis Rosenheim

Prekär ist die Lage aktuell vor allem im Landkreis Rosenheim, wo es zu erheblichen Überschwemmungen gekommen ist. Vielerorts sei die Situation im Landkreis Rosenheim kritisch, berichtet OVB-online*. Die viel befahrene Autobahn 8 zwischen Salzburg und München steht seit Dienstagmorgen (4. August) bei Frasdorf unter Wasser und musste in beide Richtungen vollständig gesperrt werden*. Auch sämtliche Umleitungsstrecken seien überlastet, teilte das Landratsamt mit. Wann sich die Lage wieder entspanne, sei zunächst unklar. Die Feuerwehr musste im Landkreis Rosenheim bis zum Morgen außerdem bereits 200 Mal ausrücken. Die Bergwacht evakuierte im Jenbachtal ein Jugendcamp*, in dem zwölf Kinder gezeltet hatten. Die Kreisbehörde richtete eine Koordinierungsstelle ein. „Die Pegel an Inn und Mangfall steigen schneller als prognostiziert“, teilte das Amt mit. Die Wasserstände befänden sich aber noch im unkritischen Bereich. Über die aktuelle Lage an der Mangfall berichtet Rosenheim24.de*.

Die Pegel an Inn und Mangfall steigen schneller als prognostiziert.

Wasserwirtschaftsamt Rosenheim

Wie der BR berichtet, kommt es auch im Landkreis Traunstein zu Hochwasser und Überflutungen. Dutzende Straßen sind aktuell nicht mehr passierbar. Die Traun hat aktuell die Hochwasser-Meldestufe 3 überschritten.

Aufgrund der anhaltenden Regenfälle in Bayern kam es im Berchtesgadener Land zu einem Hangrutsch*. Mindestens ein Haus ist betroffen. Einsatzkräfte rückten zu einem Großeinsatz aus.

Hochwasser in Bayern: Kreise im Süden erreichen bereits Meldestufe 3 - Wasser steigt weiter an

Der bayerische Hochwassernachrichtendienst hatte am Montagnachmittag (3. August) besonderes im Süden des Freistaates Überflutungen im Bereich der Meldestufen eins und zwei angekündigt, wobei vier die höchste Warnstufe ist. Im Landkreis Traunstein wurde nun aber tatsächlich die Meldestufe 3 erreicht. Auch in den Kreisen Rosenheim und Bad Tölz-Wolfratshausen wird dies im Laufe des Tages erwartet.

Im Landkreis Bad Tölz hat das Wasserwirtschaftsamt Weilheim ebenfalls bereits am Montag eine Vorwarnung für Hochwasser für Isar und Loisach* herausgegeben. In Bad Tölz fielen innerhalb von 24 Stunden 90 Liter Regen pro Quadratmeter. Der Hochwassernachrichtendienst Bayern (hnd) warnt nun vor Überschwemmungen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. An der Loisach gelte in Beuerberg die Meldestufe 1. Das Wasser steigt dort weiter an. Laut dem hnd ist noch am Vormittag eine Überschreitung der Meldestufe 3 wahrscheinlich. Die Meldestufe 3 bezeichnet die Warnung vor Überflutungen von einzelnen bebauten Grundstücken und Kellern.

Auch die Verkehrsverbindung kann durch das Hochwasser beeinträchtigt werden. Laut dem hnd steigen auch an der Isar die Wasserstände. Laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird sich der Niederschlag im Laufe des Tages in die Alpen zurückziehen und abschwächen. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten, schreibt die hnd.

Dauerregen in Bayern: Steigende Pegel im Kreis Miesbach - Überflutete Straßen bei Ebersberg und Garmisch

Im Kreis Miesbach warnt der Hochwassernachrichtendienst aufgrund des Dauerregens ebenfalls vor steigenden Pegeln. Die Meldestufe 2 ist dort überschritten. Land- und Forstwirtschaftliche Flächen sind überflutet. Es kommt zu leichten Verkehrsbehinderungen. Der Wasserstand an der Schlierach werde nach Angaben des hnd voraussichtlich bis zum Nachmittag steigen und am Pegel möglicherweise Meldestufe 3 erreichen. Durch den anhaltenden Regen ist davon auszugehen, dass der Wasserstand im Landkreis weiter steigt*. Ausuferungen in Wildbächen und kleineren Gewässern sind jederzeit möglich. Bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter sind bis Dienstagabend zu erwarten. Die Schlierach in Miesbach könnte die Meldestufe 1 erreichen.

Mit vollgelaufenen Kellern und überfluteten Straßen haben auch Einsatzkräfte im oberbayerischen Landkreis Ebersberg zu kämpfen. Entspannung ist bislang nicht in Sicht. Bei Grafing musste die B304-Südumfahrung gesperrt* werden. Weiter im Süden in Richtung Garmisch ist außerdem die B2 überflutet - ein Polizeiauto versank dort plötzlich im Hochwasser*. (jb/nema) (*Merkur.de , OVB-Online und Rosenheim24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks)

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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