Lebenslange Haft nach Tragödie in Berlin

Mann starb bei illegalem Autorennen: Raser wegen Mordes verurteilt

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Der Angeklagte Hamdi H. vor Gericht.

Berlin - Bei einem illegalen Autorennen am Ku‘damm starb im vergangenen Jahr ein unbeteiligter Mann. Nun wurden die Raser verurteilt - und zwar wegen Mordes.

Ein Jahr nach einem illegalen Autorennen mit tödlichem Ausgang in Berlin sind zwei junge Männer wegen Mordes verurteilt worden. Das Landgericht Berlin verhängte gegen die beiden Angeklagten Hamdi H. und Marvin N. am Montag lebenslange Freiheitsstrafen, wie eine Gerichtssprecherin sagte.

Der Anklage zufolge verursachten die beiden jungen Männer am 1. Februar vergangenen Jahres im Stadtzentrum von Berlin einen Unfall, in dessen Folge ein 69-jähriger Unbeteiligter starbt. Die jungen Männer sollen sich ein Wettrennen über den Kurfürstendamm geliefert haben und dabei bis zu 160 Stundenkilometer schnell gefahren sein. Sie überführen mehrere rote Ampeln.

Der 69-Jährige überquerte damals in seinem Wagen bei Grün eine Kreuzung, als der von links kommende 27-Jährige Hamdi H. laut Anklage trotz roter Ampel mit hoher Geschwindigkeit in die Fahrerseite des Unfallopfers krachte. Der Mann starb noch am Unfallort. Die Anklage lautete daher auf Mord, was bei einem solchen Delikt bislang außergewöhnlich war.

afp

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