Bis nach Bali zu spüren

Starkes Erdbeben auf Lombok: Zahl der Toten steigt weiter an

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Nach dem verheerenden Erdbeben vor der indonesischen Insel Lombok steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. 

Nach dem verheerenden Erdbeben vor der indonesischen Insel Lombok steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. 

  • Vor der indonesischen Ferieninsel Lombok hat sich am Sonntag (5. August 2018) ein Erdbeben der Stärke 6,9 ereignet.
  • Nach dem zweiten starken Erdbeben ist die Zahl der Toten auf mindestens 392 gestiegen. 
  • Schon vor einer Woche (am 29.7. 2018) hatte ein Erdbeben der Stärke 6,4 die Insel erschüttert.
  • 1200 Urlauber auf der Nachbarinsel Gili müssen evakuiert werden. 
  • Das Auswärtige Amt hatte zunächst keine Hinweise auf mögliche deutsche Opfer. 

Update vom 12. August 2018: Zahl der Toten steigt weiter an

Bei dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok vor einer Woche sind jüngsten Angaben zufolge 392 Menschen getötet worden. Die Zahl werde aber wahrscheinlich weiter steigen, da Rettungskräfte ihre Suche nach Verschütteten fortsetzten, sagte ein Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde am Sonntag. Knapp 400.000 Einwohner hätten ihre Häuser verlassen müssen und seien nun in Notunterkünften untergebracht, teilte Sutopo Nugroho weiter mit. Eine Serie von Nachbeben erschwerte die Suche nach Überlebenden.

Rettungskräfte und Hilfsgüter für die Vertriebenen kämen zwar auf der Insel an, sagte Nugroho weiter. Doch gebe es nur wenige Fahrzeuge, um die Hilfe schnell verteilen zu können. Am Samstag hatte er gesagt, es fehle an Zelten, Essen, Decken und anderem für die Überlebenden.

Update vom 9. August 2018: Mehr als 150.000 Menschen nach Erdbeben obdachlos

Ein starkes Nachbeben hat am Donnerstag die indonesische Ferieninsel Lombok erschüttert. Wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte, handelte es sich um ein Beben der Stärke 5,9 im Nordwesten der Insel. Nach dem Erdbeben am Sonntag (5. August 2018) sind nach Behördenangaben etwa 156.000 Menschen auf Lombok obdachlos.

Überlebender in Moschee-Trümmern entdeckt

Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Urlaubsinsel Lombok haben Rettungskräfte aus den Trümmern einer Moschee einen Überlebenden gerettet. Nun hoffe man, dort weitere Überlebende zu finden, schrieb ein Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde am Dienstag auf Twitter. Das Erdbeben der Stärke 6,9 hatte vor allem die Nordküste von Lombok am Sonntagabend (Ortszeit) erschüttert, mindestens 105 Menschen kamen nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde ums Leben.

Weitere 236 Menschen wurden den Behördenangaben zufolge verletzt, mehr als 20 000 Einwohner mussten ihre teilweise oder ganz zerstörten Häuser verlassen. Das Erdbeben ereignete sich genau eine Woche, nachdem Lombok bereits von Erdstößen der Starke 6,4 erschüttert worden war. Dabei waren 20 Menschen ums Leben gekommen. Lombok ist eine kleinere Nachbarinsel von Bali.

„Zum Glück konnte jemand aus der eingestürzten Moschee gerettet werden“, schrieb der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Nugroho, auf Twitter. Allerdings rechne seine Behörde mit einer steigenden Zahl der Toten, denn Rettungskräfte erreichten immer mehr betroffene Gegenden. Ein Sprecher der zuständigen Provinzbehörde hatte bereits am Montag im TV-Sender Metro TV von mindestens 142 Toten gesprochen.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Immer wieder bebt dort die Erde, oder es kommt zu Vulkanausbrüchen.

Nach dem verheerenden Erdbeben vor der indonesischen Insel Lombok steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. 

Touristen verlassen in Scharen indonesische Erdbeben-Insel

Nach zwei verheerenden Erdbeben innerhalb einer Woche haben Touristen scharenweise versucht, die indonesische Ferieninsel Lombok zu verlassen. "Es gibt einen riesigen Andrang von Menschen, die wegen unbegründeter Gerüchte etwa über einen Tsunami Lombok verlassen wollen", sagte der Leiter der regionalen Tourismusbehörde, Muhammad Faozal, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Durch die Beben starben mehr als hundert Menschen, zumeist Indonesier. Die Rettungskräfte setzten ihre Suche nach Überlebenden fort.

Auf den Stränden vorgelagerter kleinerer Inseln warteten hunderte Menschen auf Boote, um die Hauptinsel zu erreichen. Am Flughafen des Ortes Lombok sammelten sich die Reisenden in der Hoffnung, einen Platz in einem Flugzeug zu ergattern.

Fluggesellschaften böten zusätzliche Flüge an und das Personal habe Decken und Essen verteilt, sagte der Chef des Flughafens auf Lombok. "Wir tun unser Bestes, um so viele wie möglich auszufliegen", fügte er hinzu. "Wir können Touristen helfen, zum Flughafen zu kommen, aber wir können ihnen natürlich keine Tickets kaufen", sagte der Tourismus-Beauftragte Faozal.

Am Sonntagabend hatte sich ein Beben der Stärke 6,9 in nur zehn Kilometern Tiefe ereignet und tausende Gebäude auf Lombok zerstört oder beschädigt. Auf den nahe gelegenen Gili-Inseln und auf Bali waren die Erschütterungen ebenfalls deutlich zu spüren. Es gab heftige Nachbeben, darunter einen Erdstoß der Stärke 5,3. Nach neuen Angaben starben mindestens 105 Menschen.

Eine Woche zuvor waren auf Lombok bereits 17 Menschen bei einem Beben der Stärke 6,4 und heftigen Nachbeben ums Leben gekommen. Die indonesischen Behörden schätzen die Zahl der Menschen, die durch die Beben obdachlos wurden, auf mehr als 20.000. Beide Beben trafen den Norden und Osten von Lombok und damit nicht die Haupttouristenorte im Süden und Westen der Insel.

Die Bergungsarbeiten gingen am Dienstag weiter. Einsatzkräfte durchsuchten die Überreste einer Moschee in der Ortschaft Lading-Lading im Norden der Insel. Auf Aufnahmen der Retter war zu sehen, wie sie einen Mann lebend aus den Trümmern ziehen. Beschädigte Straßen und Brücken behinderten die Arbeiten in bergigen, schwer zugänglichen Gebieten.

Hunderte Verletzte wurden vor beschädigten Krankenhäusern im Freien im Hauptort Mataram und in anderen schwer getroffenen Gebieten behandelt. Patienten waren in notdürftig errichteten Krankenstationen in Zelten zu sehen. Ein Krankenhaussprecher hatte am Montag gesagt, es fehle an medizinischem Personal und Medikamenten.

Tödliches Erdbeben - Sind Deutsche auf Lombok betroffen? 

12.41 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach dem tödlichen Erdbeben Indonesien ihr Mitgefühl ausgesprochen. Sie habe "mit großer Bestürzung" von dem Beben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok erfahren, schrieb Merkel am Montag in einem Kondolenztelegramm an den indonesischen Staatschef Jojo Widodo. Den Angehörigen der Opfer sprach die Kanzlerin ihr "tief empfundenes Beileid" aus und den Verletzten wünschte sie "baldige Genesung".

Das Auswärtige Amt hatte zunächst keine Hinweise auf mögliche deutsche Opfer. Ein Sprecher sagte in Berlin, die Botschaft in Jakarta stehe mit Betroffenen in Kontakt. Bisher habe sie von allen die Rückmeldung erhalten, dass es ihnen gut gehe. Zur genauen Zahl der Deutschen auf Lombok konnte der Sprecher zunächst keine Angaben machen.

Urlauber müssen in Sicherheit gebracht werden

Nachdem schweren Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok werden hunderte Urlauber von den benachbarten Gili-Inseln in Sicherheit gebracht. 200 Touristen aus dem In- und Ausland seien bereits evakuiert worden, sagte der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Purwo Nugroho, am Montag. Rund 700 weitere Menschen warteten noch auf ihre Evakuierung.

Der Erdstoß war auch auf den Gili-Inseln und auf Bali zu spüren. Auf den Gili-Inseln gab es nach Angaben eines Vertreters der dortigen Rettungskräfte mindestens einen Toten und mehrere Verletzte. Mehrere Hotels wurden beschädigt.

Nach dem schweren Erdbeben warten Touristen auf der Gili-Inseln auf ihre Evakuierung.

Die von Korallenriffen umgebenen Gili-Inseln liegen einige Kilometer vor der Nordwestküste von Lombok. Die drei kleinen Inseln sind vor allem bei Rucksacktouristen und Tauchern beliebt.

Die indonesische Insel Lombok ist bei Urlaubern sehr beliebt.

Tote nach schwerem Erdbeben vor der indonesischen Ferieninsel Lombok

Mehrere hundert Menschen wurden nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde vom Montag verletzt. Das Beben am Sonntagabend hatte eine Stärke von 6,9.

Die meisten Opfer waren durch herabfallende Trümmerteile erschlagen worden. Das Zentrum des Bebens lag rund 18 Kilometer nordöstlich von Lombok in 15 Kilometern Tiefe. Es folgten zahlreiche Nachbeben.

Nach dem zweiten schweren Erdbeben vor der indonesischen Insel Lombok innerhalb einer Woche ist die Zahl der Toten auf mindestens 142 gestiegen.

 

Lombok war erst vor einer Woche von einem Erdbeben erschüttert worden. Dabei wurden 16 Menschen getötet. Außerdem gab es mehr als 350 Verletzte.

Lesen Sie auch: Viele Tote bei schwerem Erdbeben in Indonesien - Topmodel total verängstigt

dpa

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