Umweltkatastrophe 

Mehr als 700 Verletzte nach Erdbeben im Iran - keine Todesopfer

+
So sah das Ausmaß der Zerstörung nach dem Erdbeben 2017 im Iran aus. Nun wird mit noch mehr Verletzten gerechnet, als letztes Jahr.

Ein Erdbeben mit der Stärke 6,4 suchte Sonntagabend den Westen Irans heim. Mehr als 700 Personen sollen verletzt sein, jedoch gebe es keine Todesopfer.

Update vom 26. November, 14.25 Uhr: Das schwere Erdbeben im Westen des Iran ist trotz mehr als 700 Verletzten offenbar relativ glimpflich verlaufen. Nur 33 von den 716 bestätigten Verletzten seien laut des nationalen Katastrophenschutzes noch im Krankenhaus. Todesopfer und schwere Schäden gab es offenbar nicht. In den vergangenen Jahren waren bei Erdbeben in der Region hunderte Menschen umgekommen.

Mehr als 700 verletzte nach Erdbeben im Iran

Iran - Bei dem schweren Erdbeben im Westen des Irans sind deutlich mehr Menschen verletzt worden, als bisher angenommen: Die "jüngste Zahl der Verletzten beläuft sich auf 716", zitierte das iranische Staatsfernsehen am Montag den nationalen Katastrophenschutz. Demnach befinden sich noch 33 Verletzte zur Behandlung in Krankenhäusern. Stunden nach dem Beben war noch von 260 Verletzten die Rede gewesen.

Das Erdbeben der Stärke 6,4 hatte sich am Sonntagabend in der Provinz Kermanschah an der Grenze zum Irak ereignet. Ein Vertreter des iranischen Roten Halbmonds erklärte, die meisten Menschen seien bei der Panik im Anschluss an den ersten Erdstoß verletzt worden. Nach Berichten iranischer Medien verursachte das Beben keine gravierenden Schäden. Im Fernsehen waren lediglich Bilder von Rissen im Inneren von Gebäuden zu sehen.

Das Geophysikalische Institut des Iran erklärte, das Beben habe sich 17 Kilometer südwestlich von der Stadt Sarpol-e Sahab in einer Tiefe von sieben Kilometern ereignet. Es folgten demnach mindestens sieben Nachbeben, von denen das heftigste eine Stärke von 5,2 gehabt habe. Berichten zufolge waren die Erschütterungen auch im benachbarten Irak zu spüren.

Die betroffene Region war in den vergangenen Jahren wiederholt von Erdbeben erschüttert worden. Im November vergangenen Jahres starben dort bei einem Beben der Stärke 7,3 etwa 620 Menschen, mehr als 12.000 weitere wurden verletzt. Rund 30.000 Gebäude wurden damals beschädigt. Das Beben vom Sonntag habe nun die gerade erst wieder aufgebauten Gebiete getroffen, sagte Mortesa Salimi vom iranischen Roten Halbmond der Nachrichtenagentur Isna.

Erdbeben ereignen sich im Iran häufig, weil dort zwei tektonische Platten aufeinandertreffen. Das tödlichste Erdbeben in der Geschichte der Islamischen Republik hatte 1990 im Norden des Landes 40.000 Menschen getötet und 300.000 weitere verletzt.

Afp/mef

Auch interessant: Die spanische Urlaubsinsel Teneriffa traf vor rund einer Woche ebenfalls eine schwere Umweltkatastrophe. Schwere Unwetter verursachten riesige Flutwellen, die im Küstenbereich viele Wohnhäuser beschädigten. 

Doch auch in Jakarta (Indonesien) bebte Ende Oktober die Erde. Mit einer Stärke von 7,4 riss das Erdbeben mehr als 2100 Menschen in den Tod. 

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Vorhersage für das Sommer-Wetter 2020: Experte stellt „Schockprognose“

Wetter-Experten stellen eine erste Prognose für den Sommer 2020. Das Resultat ist beunruhigend und deuten auf eine der extremsten Wetterlagen seit 70 Jahren hin.
Vorhersage für das Sommer-Wetter 2020: Experte stellt „Schockprognose“

Hund: Coronavirus covid-19 - Das müssen Besitzer von Hunden unbedingt beachten

Das Coronavirus hält die Welt in Atem. Tausende Menschen sind betroffen. Auch Haustiere wie Hunde erkranken schnell an den Viren. Das müssen Hundebesitzer beachten.
Hund: Coronavirus covid-19 - Das müssen Besitzer von Hunden unbedingt beachten

Corona-Hamsterkauf ein Fake? Dieses Foto geht viral - jetzt sind wohl die Hintergründe klar

Fake oder real? Ein Hamsterkauf-Foto, angeblich im Coronavirus-Zusammenhang, ging in sozialen Netzwerken viral und löste Spekulationen aus. Jetzt ist wohl klar, wo und …
Corona-Hamsterkauf ein Fake? Dieses Foto geht viral - jetzt sind wohl die Hintergründe klar

Coronavirus auf Teneriffa: 1.000 Hotelgäste in Quarantäne - Urlauber richten dramatische Bitte an Heiko Maas 

Coronavirus-Alarm: 1000 Hotelgäste sind weiter auf einer spanischen Urlaubsinsel in ihrer Anlage gefangen. Polizei bewacht das Hotel auf Teneriffa, berichtet das …
Coronavirus auf Teneriffa: 1.000 Hotelgäste in Quarantäne - Urlauber richten dramatische Bitte an Heiko Maas 

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.