Diskriminerend

„Irrsinn“: Jochen Schropp regt sich über Blutspendeverbot für Schwule auf

Jochen Schropp ist zum ersten Mal auf einer Theaterbühne zu sehen
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Jochen Schropp regt sich über das Blutspendeverbot auf.

Das Blutspendeverbot für bi- und homosexuelle Männer ist immer wieder Thema in Gesellschaft und Politik. Nun lässt Moderator Jochen Schropp seiner Wut freien Lauf.

Berlin - Seit seinem Outing 2018 setzt sich der Moderator Jochen Schropp (42) mehr denn je für mehr Vielfältigkeit und Rechte der LGBTQIA+-Bewegung ein. Nun spricht sich der Fernsehstar erneut gegen Diskriminierung aus - es geht um die Tatsache, dass bi- oder homosexuelle Männer in Deutschland kein Blut spenden dürfen.

Jochen Schropp hält Blutspendeverbot für „hochgradig diskriminerend“

Männer, die in den letzten 12 Monaten Geschlechtsverkehr mit einem anderen Mann hatten, dürfen in Deutschland kein Blut spenden. Dabei wird nicht unterschieden, ob sie in einer monogamen Beziehung leben. Das regt den Moderator Jochen Schropp mächtig auf, wie er in einem Interview mit der Bunten erzählt. „Ich halte das Blutspendeverbot für hochgradig diskriminierend. Das grenzt an Irrsinn! Selbst in einer monogamen Partnerschaft werde ich als Risikogruppe eingestuft.“ Jochen Schropp selbst ist verlobt.

Wegen der Coronapandemie gab es immer wieder Engpässe bei den Blutkonserven - doch auch das änderte bisher nichts an der Gesetzgebung. FDP und Grünen setzten sich in der Vergangenheit für eine Aufhebung des Blutspendeverbots für schwule und bisexuelle Männer ein. Mittlerweile hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit einer Gesetzesänderung dafür gesorgt, dass die Bundesärztekammer das Blutspendeverbot für homosexuelle Männer überprüfen muss.

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