Orte teils von der Außenwelt abgeschnitten

Massive Überschwemmungen in Japan: Höchste Warnstufe ausgerufen - Zahl der Toten steigt weiter an

Die Unwetter in Japan haben einen hohen Schaden angerichtet und viele Menschenleben gefordert.
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Die Unwetter in Japan haben einen hohen Schaden angerichtet und viele Menschenleben gefordert.

Schwere Unwetter haben den Südwesten Japans getroffen. Mindestens 62 Menschen sind gestorben, weitere Personen werden noch vermisst. Die betroffenen Gebiete sind nur schwer zu erreichen.

  • Bei Überschwemmungen sind im Südwesten Japans mindestens 62 Menschen ums Leben gekommen.
  • Anwohner wurden evakuiert und es entstanden schwere Schäden an Gebäuden.
  • Immer noch werden Personen nach den Unwettern vermisst. 

Update vom 9. Juli, 9.27 Uhr: Die schweren Unwetter in Japan dauern weiterhin an. Auf der seit Tagen von schweren Überschwemmungen und Erdrutschen in Folge sintflutartiger Regenfälle heimgesuchten südwestlichen Hauptinsel Kyushu stieg die Zahl der Todesopfer bis zum Donnerstag auf mindestens 62 an. Das meldete der japanische Fernsehsender NHK. Indes setzten die Einsatzkräfte, die vom Militär unterstützt werden, ihre Suche nach Vermissten fort. Hoffnung, Überlebende zu finden, gab es jedoch kaum noch. 

Hunderttausende waren aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Unterdessen suchte die Regenfront auch weite Gebiete im Westen und Osten des Inselreiches heim. Die Behörden warnten weiter vor der Gefahr durch Überschwemmungen und Erdrutschen.

Die schweren Unwetter in Japan haben mindestens 62 Menschenleben gefordert.

Auch China hat mit heftigen Überschwemmungen zu kämpfen. Die Wassermassen haben ganze Städte verschluckt.

Massive Überschwemmungen in Japan: Höchste Warnstufe ausgerufen - mindestens 50 Tote

Update vom 7. Juli, 6.13 Uhr: Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: In den Überschwemmungsgebieten im Südwesten Japans suchen die Rettungskräfte weiter nach Überlebenden, doch die Aussichten schwinden. Derweil dauern die sintflutartigen Regenfälle weiter an.

Wie japanische Medien am Dienstag berichteten, stieg die Anzahl der Todesopfer auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu weiter auf mindestens 50. Noch immer werden Menschen vermisst. Unter den Opfern befinden sich auch 14 Bewohner eines Altenpflegeheims in der schwer betroffenen Provinz Kumamoto. Die Behörden warnten unterdessen weiter vor den andauernden Gefahren durch die rekordstarken Niederschläge. Mittlerweile gab die Regierung die höchste Warnstufe für die Insel Kyushu aus. 

Japans meteorologische Behörde hatte die Bevölkerung aufgefordert, vorerst in „höchster Alarmbereitschaft“ zu bleiben. Mehr als 1,2 Millionen Bewohner auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu waren aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen und Schutzräume aufzusuchen. Die massiven Niederschläge hatten am Wochenende schwere Überflutungen und Erdrutsche auf Kyushu ausgelöst und hohe Schäden verursacht.

Massive Überschwemmungen in Japan: Todesfallzahl steigt auf 22 - weitere Personen gelten noch als vermisst

Update vom 6. Juli, 8.28 Uhr: In den von schweren Unwettern heimgesuchten Überschwemmungsgebieten im Südwesten Japans haben die Einsatzkräfte ihre Such- und Rettungsarbeiten am Montag fortgesetzt. In der schwer betroffenen Provinz Kumamoto wurden bislang 22 Todesfälle bestätigt. Weitere 17 Menschen seien mit „Herz- und Atemstillstand“ diagnostiziert worden, berichteten lokale Medien. Dies ist eine in Japan oft benutzte Formulierung, bevor der Tod von Menschen amtlich bestätigt wird. Elf Menschen würden noch vermisst. Massiver Regen hatte am Wochenende schwere Überflutungen und Erdrutsche ausgelöst. Die weiter andauernden starken Regenfälle erschwerten am Montag die Bergungsarbeit der Einsatzkräfte, Helikopter konnten nicht fliegen.

Erstmeldung vom 5. Juli 2020:

Tokio - Im Südwesten Japans haben schwere Unwetter mindestens 18 Menschen in den Tod gerissen und außerdem schwere Schäden angerichtet. Am Sonntag wurde befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte. In der schwer betroffenen Provinz Kumamoto galten mehrere Personen noch als vermisst. Schwerer Regen hatte seit dem Vortag in weiten Gebieten der Provinzen Kumamoto sowie Kagoshima auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu schwere Überflutungen und Erdrutsche ausgelöst, die die Rettungs- und Bergungsarbeiten erschwerten. Zugleich begannen am Sonntag erste Aufräumarbeiten.

Zahlreiche Anwohner mussten aus ihren Häusern gerettet werden.

Überschwemmungen in Japan: Viele Bewohner von Außenwelt abgeschnitten

Die Einsatzkräfte hatten am Sonntag Schwierigkeiten, einige besonders schwer betroffene Gebiete entlang des Kuma Flusses zu erreichen. Dessen Ufer waren an mehreren Stellen gebrochen, als die Region am frühen Morgen des Vortages von den Regenfällen heimgesucht worden war. 

Viele Bewohner der Provinz Kumamoto, darunter auch in den Städten Yatsushiro und Hitoyoshi, waren von der Außenwelt abgeschnitten, nachdem die schlammigen Fluten und Erdrutsche einige Straßen unzugänglich gemacht und Häuser mit sich gerissen hatten. Zudem waren Tausende Haushalte am Sonntag zunächst noch ohne Strom. Am Vortag hatten die örtlichen Behörden mehr als 200.000 Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und Schutzräume aufzusuchen. Auf Luftaufnahmen des staatlichen Fernsehens waren ganze Wohngebiete metertief versunken in schlammigen Wassermassen zu sehen. 

Die Unwetter in Japan haben einen hohen Schaden angerichtet. 

Überschwemmungen in Japan: Viele Opfer befanden sich in einem Altenheim

Mit Schlauchbooten und Helikoptern kämpften sich die Einsatzkräfte zu den Opfern vor, manche von ihnen hatten sich auf die Dächer ihrer Häuser gerettet. Sie wurden dabei von Tausenden von Soldaten unterstützt. Viele der Opfer befanden sich in einem Altenpflegeheim in dem von den Überflutungen stark betroffenen Dorf Kuma in der Provinz Kumamoto.

Anfang Februar kam es auch in Neuseeland zu starken Überschwemmungen. Hunderte Menschen mussten deshalb fliehen. Zur gleichen Zeit trafen heftige Unwetter auch beliebte Touristenorte in Europa. Dort gab es Tote und Vermisste. Und auch im Nordosten Indiens kam es vor wenigen Tagen zu verheerenden Überschwemmungen. Weitere Informationen dazu erhalten Sie im nachfolgenden Video. 

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