Tierschützer erstatten Anzeige

„Buttermilch“ und „Speck“: Hüttenwirt benutzt Kühe als lebendige Speisekarte 

Ein Hüttenwirt hat Kühe als lebendige Speisekarten benutzt und wurde nun angezeigt (Symbolbild).
+
Ein Hüttenwirt hat Kühe als lebendige Speisekarten benutzt und wurde nun angezeigt (Symbolbild).

Weil ein Hüttenwirt in Kärnten Kühe als lebendige Speisekarten und Werbebanner benutzt hat, wurde er nun von Tierschützern angezeigt. 

Klagenfurt - Eine Hüttenwirtschaft im österreichischen Bundesland Kärnten hat sich etwas ganz besonders überlegt, um für die Spezialitäten zu werben, die dort auf durstige und hungrige Besucher warten. Schon seit mehreren Jahren benutzt der Hüttenwirt die rund um die Gaststätte grasenden Weidentiere als lebendige Werbetafeln und Speisekarten. 

Wanderer, die die Weide passieren, können auf den Kühen Worte wie „Buttermilch“ oder „Apfelstrudel“, so wie den Namen der Hütte, die diese Gerichte anbietet, lesen. Die Buchstaben sind jedoch zum Glück nicht, in bester Western-Tradition in die Haut der Tiere eingebrannt, sondern wurden den Kühen weit weniger schmerzvoll verliehen. 

Kühe als lebendige Speisekarten: Tierschützer zeigen Hüttenwirt an

Das Fell der lebenden Werbebanner wurde mithilfe einer Naturfarbe eingefärbt, sodass sich die Wörter herausbilden. Wenn es nach dem „Verein gegen Tierfabriken (VGT)“ geht, verstößt der Wirt damit jedoch trotzdem gegen österreichisches Recht. 

Dieses schreibt nämlich vor, dass es verboten ist, „Tiere aus kommerziellen oder auch rein ästhetischen Gründen die Haut, das Federkleid oder das Fell zu färben.“ Deswegen hat der Verein, der für die Rechte von Tieren einsteht, auf seiner Webseite bekannt gegeben, dass man sich dazu entschlossen habe, den Hüttenwirt anzuzeigen. Besonders sauer stößt den Tierschützern dabei die Beschriftung „Speck“ auf, die ebenfalls auf einem Tier zu lesen ist. Diese habe, so der VGT, einen „sehr negativen und makaberen Beigeschmack“, da davon ausgegangen werden könne, dass auch das Tier, welches diese Aufschrift trägt, geschlachtet und auf der Hütte verkauft wird. 

Hüttenwirt zeigt Einsicht: „Wenn das wirklich verboten ist, werde ich mich danach richten"

Der Hüttenwirt reagierte gegenüber salzburg24.de zwar überrascht, aber auch einsichtig auf die Vorwürfe: „Das wusste ich nicht. Aber Unwissenheit schützt ja bekanntlich nicht. Wenn das wirklich verboten ist, werde ich mich danach richten." Er lege aber Wert darauf, dass für das Färben lediglich Naturfarben benutzt werde, die den Tieren nicht schade. Auch sei immer ein Friseur Vorort gewesen, um die Farbe aufzutragen und es seien lediglich zahme Tiere benutzt worden, um die Kühe nicht unnötigem Stress auszusetzen. Um die Anzeige und die eventuell damit verbundene Strafe wird der Wirt aber trotzdem nicht mehr herumkommen.

Auf einer Weide in Bayern hat sich derweil am Samstag ein tödliches Drama ereignet. Ein wild gewordener Stier tötet einen Landwirt und dessen Vater, wie merkur.de* berichtete. 

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

fd

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Google Earth: Irre Entdeckung im Ozean erhitzt die Gemüter: „Heiliger Sch***!“

Unter den Fluten begraben: Was Google Earth hier tatsächlich offenbart, sorgt gerade für ungläubiges Kopfschütteln im Netz. 
Google Earth: Irre Entdeckung im Ozean erhitzt die Gemüter: „Heiliger Sch***!“

Bus kracht gegen Baum: Fahrer stirbt - neun Verletzte

Duisburg - Eine Routinefahrt mit einem Linienbus endet abrupt an einem Baum. Der Fahrer überlebt den Unfall nicht, zehn Fahrgäste werden verletzt. Die Ursache ist noch …
Bus kracht gegen Baum: Fahrer stirbt - neun Verletzte

Coronavirus in Italien : Mutmaßlicher Mörder auf der Flucht - Land schließt mit zwei Ausnahmen alle Geschäfte

Ganz Europa kämpft gegen das Coronavirus. Besonders in Italien ist die Lage sehr ernst. Doch auch andere Nationen greifen zu drastischen Maßnahmen.
Coronavirus in Italien : Mutmaßlicher Mörder auf der Flucht - Land schließt mit zwei Ausnahmen alle Geschäfte

Corona in der Türkei: Infizierten-Zahlen steigen schneller als überall sonst - Beunruhigende Vermutung

In der Türkei werden immer mehr Corona-Fälle bekannt. Die Regierung ergreift Maßnahmen - und will Gefangene vorzeitig entlassen. Die Zahl der Todesopfer steigt, vor …
Corona in der Türkei: Infizierten-Zahlen steigen schneller als überall sonst - Beunruhigende Vermutung

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.