Tiere haben markantes Merkmal

Forscher schlagen Alarm: Dieses Säugetier steht vor dem Aussterben - So könnte es gerettet werden

Forscher warnen vor dem Aussterben des kalifornischen Schweinswals.
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Forscher warnen vor dem Aussterben des kalifornischen Schweinswals.

Der kalifornische Schweinswal steht vor dem Aussterben. Seit 2011 hat sich die Population um 99 Prozent verringert.

Kalifornien - Vor 30 Jahren gab es noch mehr als 600 von ihnen, nun sind es nicht einmal mehr 20 Stück: Der kalifornische Schweinswal steht offenbar vor dem Aussterben. Darüber berichtet das Fachmagazin Royal Society Open Science. Die Forscher haben 2018 im Höchstfall 19 Tiere gezählt. Alleine seit 2011 sind laut dem Artikel 99 Prozent der Tiere verschwunden.

Die Spezies hat ein markantes Aussehen. Die Augen sind von einer dicken schwarzen Zeichnung umrandet. Sie wirken fast, als würden die Tiere weinen. Die „kleinen Kühe“ (spanisch Vaquitas) sind gerade einmal 1,50 Meter lang und nur knapp 40 Kilogramm schwer. Sie haben ihren natürlichen Lebensraum ausschließlich im Golf von Kalifornien. 

Kalifornien/USA: Schweinswale ersticken, weil sie nicht mehr an die Wasseroberfläche gelangen

Dort werden sie Opfer der kommerziellen Fischerei. Dabei haben es die Fischer nicht einmal auf die Schweinswale abgesehen, sondern auf die Totoabas. Die Fangnetze sind auf dem Meeresboden ausgelegt. In ihnen verfangen sich häufig kalifornische Schweinswale. Weil sie dann nicht mehr zum Luftholen auftauchen können, ertrinken sie.

Die Fischer haben es auf die Schwimmblase der Totoabas abgesehen. Sie gilt in China als natürliches Aphrodisiakum und Heilmittel. Deswegen ist man dort bereit, hohe Preise zu zahlen.

Kalifornien/USA: So können Schweinswale gerettet werden

Die Forscher kommen in ihrem Artikel im Fachmagazin Royal Society Open Science zu dem Entschluss, dass nur wenige Maßnahmen helfen könnten, die Population der Tiere wieder wachsen zu lassen. Die verbliebenen Tiere müssten in der Totoabas-Saison besonders geschützt werden. Daneben müssten die bestehenden Netze vom Meeresboden entfernt sowie alternative Fangmethoden für Fischer entwickelt werden.

Im Jahr 2015 hatte Mexiko den Einsatz von Treibnetzen im Golf von Kalifornien verboten. Doch daran scheinen sich die Fischer nicht zu halten, wie Royal Society Open Science berichtet. Experten der Schutzorganisation VaquitaCPR berichten demnach, dass dadurch bislang nicht verhindert wurde, dass sich die Population verringert. Mexiko hatte im vergangenen Jahr das Schutzgebiet ausgeweitet. Auch das Welterbekomitee der Unesco hat auf den Handlungsbedarf hingewiesen. Im Juli ist die Heimat der Schweinswale auf die Liste der gefährdeten Naturerbe aufgenommen worden.

Immer wieder wird bekannt, dass Tierarten vor dem Aussterben stehen. Als ein Grund dafür wird der Klimawandel ausgemacht. Bei uns ist unter anderem der Feldhamster gefährdet.

Im niederländischen Utrecht haben Forscher der Universität mit einer neuen Technik einen versunkenen Kontinent entdeckt - und viele von uns machen - ohne es zu wissen - auf ihm Urlaub.

dg

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