Vater festgenommen

Kind und Mutter sterben nach Messerangriff

Notarzt-Einsatz in der S-Bahnhaltestelle Jungfernstieg. Foto: Tnn
1 von 8
Notarzt-Einsatz in der S-Bahnhaltestelle Jungfernstieg. Foto: Tnn
Nach dem tödlichen Messerangriff: Am Tatort zurück bleibt ein Buggy mit einer rosa Kindertasche. Foto: Polizei Hamburg
2 von 8
Nach dem tödlichen Messerangriff: Am Tatort zurück bleibt ein Buggy mit einer rosa Kindertasche. Foto: Polizei Hamburg
Feuerwehrleute nach dem tödlichen Messerangriff vor der S-Bahnhaltestelle Jungfernstieg. Foto: Bodo Marks
3 von 8
Feuerwehrleute nach dem tödlichen Messerangriff vor der S-Bahnhaltestelle Jungfernstieg. Foto: Bodo Marks
Hier kam jede Hilfe zu spät: Ein Rettungshubschrauber steht nach dem tödlichen Messerangriff in der Nähe des Hamburger Jungfernstiegs. Foto: Bodo Marks
4 von 8
Hier kam jede Hilfe zu spät: Ein Rettungshubschrauber steht nach dem tödlichen Messerangriff in der Nähe des Hamburger Jungfernstiegs. Foto: Bodo Marks
Einsatzkräfte der Polizei sichern den Zugang zur S-Bahnhaltestelle Jungfernstieg in Hamburg. Foto: Bodo Marks
5 von 8
Einsatzkräfte der Polizei sichern den Zugang zur S-Bahnhaltestelle Jungfernstieg in Hamburg. Foto: Bodo Marks
Medienvertreter umringen den Pressesprecher der Polizei Hamburg. Foto: Bodo Marks
6 von 8
Medienvertreter umringen den Pressesprecher der Polizei Hamburg. Foto: Bodo Marks
Notärzte vor der S-Bahnhaltestelle Jungfernstieg. Foto: Tnn
7 von 8
Notärzte vor der S-Bahnhaltestelle Jungfernstieg. Foto: Tnn
Einsatzfahrzeuge der Polizei und ein Rettungshubschrauber stehen am Jungfernstieg. Foto: Eckart Gienke
8 von 8
Einsatzfahrzeuge der Polizei und ein Rettungshubschrauber stehen am Jungfernstieg. Foto: Eckart Gienke

Eine Messerattacke am Jungfernstieg mitten in der Hamburger Innenstadt: Ein Kind wird erstochen, die Mutter stirbt wenig später. Tatverdächtig ist der Vater.

Hamburg (dpa) - Bei einem Messerangriff in der Hamburger Innenstadt sind an diesem Donnerstag eine Mutter und ihr kleines Kind tödlich verletzt worden.

Der Ex-Mann der Frau, ein 33-Jähriger aus dem Niger, sei nahe dem Tatort auf der Mönckebergstraße vor einer Bank festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Er sei der Vater des Kindes.

Die Tat geschah im Bereich des unterirdischen S-Bahnhofs Jungfernstieg. Das Kind, das nach Angaben eines Polizeisprechers etwa zwei oder drei Jahre alt ist, starb noch am Tatort. Die Mutter erlag ihren Verletzungen im Krankenhaus. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus. "Viele Details sind momentan noch für uns völlig unklar", sagte Polizeisprecher Timo Zill.

Der Verdächtige hatte selbst den Notruf gewählt, dieser erreichte die Polizei gegen 10.50 Uhr. Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Der Bereich am Jungfernstieg wurde weiträumig abgesperrt. Ein Hubschrauber landete.

Die Hamburger S-Bahn meldete, dass der Verkehr zwischen Hauptbahnhof und Altona wegen eines Polizeieinsatzes gesperrt wurde. Nach Angaben der Hochbahn fuhren die U-Bahnen normal. Die Polizei teilte mit, dass es in der Innenstadt wegen Straßensperrungen zu Behinderungen komme.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) äußerte sein Entsetzen. "Ich bin erschrocken und traurig über die Tat am Jungfernstieg, bei der offenbar ein Vater seine kleine Tochter und ihre Mutter brutal erstochen hat", schrieb er auf Twitter. "Wir haben tiefes Mitgefühl für alle, die von dieser schlimmen Tat betroffen sind."

Zuletzt hatte eine Reihe von Beziehungstaten und Messerangriffen große Bestürzung in Deutschland ausgelöst. Ebenfalls am Donnerstag wurde ein 13 Jahre alter irakischer Junge im nordrhein-westfälischen Moers mit einem Messer lebensgefährlich verletzt.

In Berlin war im März die 14 Jahre alte Keira erstochen worden. Ein 15-jähriger deutscher Mitschüler gestand die Tat. In Hamburg hatte im Oktober 2017 ein Pakistaner seine zweijährige Tochter mit einem Messer getötet: Der Mann gestand vor Gericht, der Prozess läuft noch.

In Kiel läuft ein Prozess gegen einen 40-jährigen Türken, der seine 34 Jahre alte Frau mit 23 Messerstichen auf offener Straße erstochen haben soll. Eines der drei gemeinsamen Kinder musste die Tat mit ansehen. Das Urteil wird am 24. April erwartet.

In Freiburg im Breisgau steht ein 53-jähriger Deutscher algerischer Herkunft vor Gericht, weil er seine Ex-Freundin und den gemeinsamen Sohn Ende Juli 2017 vor einer Tiefgarage in Teningen mit einem Küchenmesser getötet haben soll.

Auf der Nordseeinsel Amrum sollen zwei Deutsche einen irakischen Flüchtling im April 2017 mit Messerstichen getötet und dann in den Dünen verscharrt haben. Einer der Angeklagten gestand die Tat.

Lesen Sie auch: Messerattacke in Lübeck

In Norddeutschland hat ein Angriff mit einem Messer mehrere Verletzte gefordert. Hier erfahren Sie die Details zum Messerangriff in Lübeck, der sich in einem Linienbus ereignet hat.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Kinder gefoltert: Eltern müssen Jahrzehnte in Haft

Riverside (dpa) - Ein kalifornisches Ehepaar, das seine Kinder unter grausamen Bedingungen gefangengehalten hat, ist zu mindestens 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Kinder gefoltert: Eltern müssen Jahrzehnte in Haft

29 Tote bei Busunglück auf Madeira: Wollte der Busfahrer das schlimmste Verhindern? 

Auf Madeira ist ein Touristenbus verunglückt. Es gab 29 Tote - wohl alle aus Deutschland. Jetzt gibt es neue Hinweise zur Ursache für das Busunglück. Ein Chefarzt …
29 Tote bei Busunglück auf Madeira: Wollte der Busfahrer das schlimmste Verhindern? 

Dicke schwarze Rauchwolke zieht über Shell-Raffinerie

Eine schwarze Rauchwolke versetzte am Freitagabend Bewohner in Köln in Angst und Schrecken. Die Feuerwehr rief die Bevölkerung auf Türen und Fenster geschlossen zu …
Dicke schwarze Rauchwolke zieht über Shell-Raffinerie

Horror-Haus: Kinder angekettet und gefoltert - Ist die Strafe für die Eltern gerecht?  

Einer 17 Jahre alten Tochter gelang die Flucht, erst dann kamen die grausamen Taten der Eltern an ihren 13 Kindern ans Licht.  
Horror-Haus: Kinder angekettet und gefoltert - Ist die Strafe für die Eltern gerecht?  

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.