Interstellarer Gast

Amateur macht spannende Entdeckung: Fremder Komet kreuzt durch unser Sonnensystem

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Ein fremder Komet durchkreuzt im Moment unser Sonnensystem.

Die Vermutungen der Astronomen haben sich bestätigt: Ein fremder Komet durchkreuzt im Moment unser Sonnensystem - er ist erst der zweite seiner Art.

Garching/Washington - Lange haben die Forscher es nur vermutet, doch jetzt haben sie Gewissheit: Ein Komet von einem anderen Stern durchkreuzt im Moment unser Sonnensystem. Er wurde nach seinem Entdecker 2I/Borisov getauft und beschäftigt gerade weltweit Astronomen.

2I/Borisov: Komet wurde von Amateurastronomen auf der Krim entdeckt

Der besagte Körper wurde von einem Amateurastronomen namens Gennadi Borissow auf der Krim entdeckt. Er blickte mit einem selbstgebauten Teleskop gen Himmel und weitere Nachbeobachtungen bestätigten seinen ersten Verdacht. Es handelt sich tatsächlich um einen unbekannten Kometen, der nicht aus unserem Sonnensystem stammt. Er ist erst der zweite seiner Art, der beim Durchflug gesichtet wurde.

Die große Chance für Astronomen ist nun, aus der Nähe Einblicke in ein fremdes Sonnensystem zu erhaschen. Offenbar ähnelt der Kommet denen unseres eigenen Systems, wie das astrophysikalische Institut der Kanaren berichtet. Der Komet ist laut der Internationalen Astronomischen Union (IAC) eindeutig interstellarer Herkunft und bewegt sich aktuell auf einer sogenannten Hyperbelbahn, die ihn aus unserem System hinausführt.

Komet wurde bereits vor Anflug gesichtet - und kann mehrere Monate beobachtet werden

Doch bevor es so weit ist, können die Astronomen ihn eingehend beobachten. Denn im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist 2I/Borisov bereits in seinem Anflug gesichtet worden, was bedeutet, dass er viele Monate lang von der Erde aus untersucht werden kann. „Das Objekt wird Mitte Dezember die größte Helligkeit erreichen und dann noch bis April 2020 mit mittelgroßen Teleskopen zu sehen sein“, erklärt Davide Farnocchia von der US-Raumfahrtbehörde Nasa. „Danach wird es bis Oktober 2020 nur noch mit größeren, professionellen Teleskopen zu beobachten sein.“

Der Vorgänger des neuen Besuchers: 1I/2017 U1 "Oumuamua“.

Erste Erkenntnisse über Komet 2I/Borisov wecken Hoffnungen in der Wissenschaft

Laut den ersten Erkenntnissen wird der Komet auf 2 bis 16 Kilometer Durchmesser geschätzt. Gleichzeitig scheint der Himmelskörper unseren Kometen ähnlich zu sein - denn wie die IAC-Forscherin Julia de León es ausdrückt, ist das Spektrum des Schweifsterns unseren ähnlich. Diese Beobachtung lege nahe, dass sich Kometen in anderen Sonnensystemen durch ähnliche Prozesse formen könnten wie in unserem, ergänzte de Leóns Kollege Javier Licandro.

Die Beobachtung geht aber über Einzelerkenntnisse hinaus. Dass bereits zwei solcher Objekte innerhalb von nur zwei Jahren entdeckt worden sind, erlaubt unter Umständen einen neuen Weg zur Erforschung bestimmter Prozesse in anderen Sonnensystemen. 

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Weltraumforscher planen ein Novum, um einen Asteroiden aus seiner Bahn zu lenken.

dpa

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