"Gastro-Obolus"

Gewerkschaft warnt vor Trinkgeld-Trickserei im Kreis RE - das sollte man jetzt beachten

Chefin übers eigene Portemonnaie: Kellnerinnen und Köche entscheiden selbst, was mit dem Trinkgeld passiert – nicht aber der Chef.
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Chefin übers eigene Portemonnaie: Kellnerinnen und Köche entscheiden selbst, was mit dem Trinkgeld passiert – nicht aber der Chef.

Das Trinkgeld steht laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) dem Personal zu. Einige Gastronomen im Kreis Recklinghausen würden hier schummeln.

Nach Angaben der Gewerkschaft NGG arbeiten im Kreis Recklinghausen rund 8.650 Menschen im Gastgewerbe. Das berichtet 24VESt.de*. Doch ein Teil dieser Mitarbeiter soll nach Angaben der NGG beim Trinkgeld leer ausgehen: "Gerade in kleinen Betrieben kommt es immer wieder vor, dass der Chef die Trinkgeld-Kasse selbst verwaltet oder einen Teil vom sogenannten Tip sogar vom Personal zurückfordert", lässt sich Gewerkschaftssekretär Adnan Kandemir in einer Mitteilung für den Kreis Recklinghausen zitieren.

Kreis Recklinghausen: Was passiert mit dem "Extra-Euro"?

Denn was mit dem "Extra-Euro" passieren soll, darüber hätten die Beschäftigten selbst zu entscheiden: "Weil alle Beschäftigten ihren Anteil am Gasterlebnis haben, sollten auch alle bedacht werden." 

Doch viele Menschen, die in der Gastro-Branche arbeiten würden, hätten nicht den Mut, sich bei Ihrem Arbeitgeber über Tricksereien zu beschweren: "In der Branche arbeiten viele Menschen nur befristet oder mit einem Minijob – und trauten sich aus Angst um ihren Arbeitsplatz nicht, gegen Trinkgeld-Tricksereien durch den Chef vorzugehen", erklärt Kandemir.

Trinkgeld-Trickserei im Kreis Recklinghausen: Gewerkschaft hilft betroffenen

Der Gewerkschaftssekretär rät Betroffenen dazu, sich an Ihre Gewerkschaft wenden, sobald Unregelmäßigkeiten vorliegen. 

In anderen Ländern, wie den USA oder in Italien ist das Trinkgeld für Mitarbeiter der Grundlohn - und daher überlebenswichtig. in Deutschland geht es vielmehr darum, sich "für leckeres Essen oder guten Service bedanken", wie die NGG mitteilt. Einen angemessenen Stundenlohn könne das Trinkgeld daher niemals ersetzen. 

Kreis Recklinghausen: Wie viel Trinkgeld ist angemessen?

Wie viel Trinkgeld man als Gast eines Betriebes zahlen soll, sollten Gäste nach Ansicht der NGG je nach Situation selbst entscheiden. „Wer mit der Küche und dem Service zufrieden ist, darf sich mit einem Trinkgeld gerne bedanken. Mit 10 Prozent macht man nichts falsch“, so Kandemir.

Die Gewerkschaft hat erst vor Kurzem vor einem Kneipensterben im Kreis Recklinghausen gewarnt. Dazu lieferte die NGG alarmierende Zahlen aus der Branche. 

*24VEST.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes. 

rath

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