Prognosen zeigen eindeutig Auswirkung

La Nina 2020: Seltene Wetterphänomen wieder da! Massive Kälte-Welle droht

Meteorologen haben es früh erwartet und behalten recht: Das Wetterphänomen La Niña erscheint 2020. Was bedeutet das für den Winter in Deutschland?

  • Das Wetterphänomen La Niña ist vermutlich den gesamten Winter aktiv.
  • Üblicherweise bringt es Kälte nach Europa.
  • Wird es also einen Schnee* und einen klirrenden Winter in Deutschland geben?

Update vom 20. Oktober, 12.11 Uhr: Einer der bekanntesten Wetter-Experten Österreichs, Ö3-Meteorologe Sigi Fink, hat sich auf seiner Facebook-Seite zum Wetterpänomen La Niña geäußert. In seinem Beitrag relativiert er den Begriff des „Jahrhundertwinters“ und erklärt, welche Auswirkungen das Phänomen haben könnte.

Fink schreibt in seinem Post: „La Niña findet heuer mit hoher Wahrscheinlichkeit während des Winters auf der Nordhemisphäre statt. Bedeutet für uns: es könnte (ich betone, könnte) feuchtere Perioden samt Kaltluftausbrüchen aus nördlichen Gefilden Europas (Skandinavien/Russland) geben, zusammen mit eben feuchteren Perioden würde das für mehr Schnee (für ganz Europa gesehen) sorgen als etwa im letzten Jahr.“

In seinen Augen würden jedoch viele Medien den Begriff „Jahrhundertwinter“ fälschlicherweise verwenden. Der Meteorologe erklärt: „Vergesst nicht, das passiert mittlerweile fast jedes Jahr - also Ball flach halten und langsam reiten.“ Ein weiteres Wetter-Phänomen spielt sich unterdessen im Pazifik ab. Dort hat der „Blob“ eine nie da gewesene Größe erreicht.

Wetterphänomen La Niña: Kalter Winter in Deutschland möglich

Erstmeldung: München - Das Wetterphänomen La Niña hat im tropischen Pazifik bestand. US-Amerikanische Experten rechnen nun damit, dass es zu einer Wahrscheinlichkeit von 85 Prozent über den ganzen Winter bleiben wird. Obwohl La Niña hauptsächlich für kühlere Temperaturen rund um den Äquator sorgt, hat das durch den Einfluss auf die Passatwinde und den kalten Antarktis-Strom auch indirekte Folgen für das Wetter* in Deutschland.

Die Auswirkungen auf den amerikanischen Kontinenten sowie Südost-Asien sind allerdings deutlich größer. So befürchtet man in Australien starke Unwetter* und in Südamerika extreme Trockenheit. La Niñas „Bruder“, El Niño, ist jedoch deutlich gefährlicher. Er bringt Hitze und globale Wetterproblematiken. Die Befürchtung, er könne im Jahr 2020 aktiv werden, bestätigte sich zum Glück nicht.

Die normale Zirkulation im Pazifischen Ozean wird verstärkt und gleichzeitig abgekühlt. Die kalten Werte im tropischen Pazifik bescheren in einem sogenannten La-Niña-Jahr hohen Luftdruck über dem Nordpazifik und Tiefdruck über Nordamerika. Das wirkt sich auf den Atlantik und damit auch Europa aus. Das nächste La-Nina-Ereignis steht, laut ruhr24.de* übrigens erst wieder in vier Jahren an.

La Niña: Klimaanomalie bringt Kälte nach Deutschland

Konkret beeinflusst La Niña den „North-Atlantic-Oscilation-Index“, kurz NAO-Index. Dieser beschreibt die Entstehung der meisten Tiefdruckgebiete für Mitteleuropa. Sie entwickeln sich zwischen dem warmen Atlantik und der kalten Luft bei Grönland, Hochdruck herrscht üblicherweise über den Azoren. Ist die Klimaanomalie aktiv, verhält sind diese Drucksysteme besonders gut ausgeprägt. Das Azorenhoch bringt dann verlässlich Kälte nach Europa. Das ist heute schon im relativ kühlen Herbst zu spüren.

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Winter in Deutschland: Schnee dank La Niña? Temperaturabfall garantiert

Zuletzt war ein starkes La-Niña-Phänomen im Winter 2015/16 zu beobachten. Spürbar war es damals aber hauptsächlich in Asien und Südamerika. 2010 allerdings gestaltete die Anomalie aber auch das europäische und deutsche Wetter deutlich. Bis heute war es der letzte Winter, in dem sich fast ganz Deutschland über weiße Weihnachten hatte freuen können. Garantiert ist ein kalter und schneereicher Winter durch La Niña freilich nicht, eine Abkühlung im Vergleich zu anderen Jahren ist aber sicher. Aktuelle Prognosen gehen bereits davon aus und machen leichte Hoffnung auf Schnee. Besonders die November-Prognosen gehen hinsichtlich eines Wintereinbruchs weit auseinander. (moe) *Merkur.de und ruhr24.de sind Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Lino Mirgeler/dpa

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