Weltgesundheitsorganisation

Leben von 1,7 Millionen Neugeborenen können gerettet werden

+
Eine junge Frau hält einen Kindersarg in den Händen. Foto: David-Wolfgang Ebener

Genf (dpa) - Der Tod von 1,7 Millionen Neugeborenen könnte nach einer UN-Studie jedes Jahr mit richtiger medizinischer Versorgung verhindert werden.

Zusätzlich könnten bei Hunderttausenden Babys lebenslange Komplikationen verhindert werden, berichteten die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das UN-Kinderhilfswerk Unicef und andere Hilfsorganisationen in Genf.

Gerade frühgeborenen Babys könne oft mit einfachen Mitteln das Leben gerettet werden. Dazu gehörten die hygienische Versorgung der Nabelschnur, Behandlung bei Gelbsucht, Durchfall oder Infektionen oder vorübergehende Versorgung mit Sauerstoff. Um die stationäre Behandlung für kranke oder zu früh geborene Babys auszubauen, seien bis 2025 im Jahr etwa 960 Millionen Dollar (845 Mio. Euro) nötig, hieß es in dem Bericht. "Wenn es um Babys und ihre Mütter geht, kann die richtige Versorgung zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort den entscheidenden Unterschied machen", sagte der stellvertretende Exekutivdirektor von Unicef, Omar Abdi.

Rund 98 Prozent der Babys sterben in Ländern mit geringen und mittleren Einkommen, vor allem in Südasien und Afrika südlich der Sahara. Regierungen und humanitäre Organisationen müssten dafür sorgen, dass auch dort jeder Mensch und jedes Neugeborene in Not stationär behandelt werden könnten, so die Organisationen. Ihr Aktionsplan sieht unter anderem vor, dass 75 Prozent aller Neugeborenen mit Verdacht auf schwere Infektionen bis 2025 die nötigen Antibiotika bekommen.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Bergung von Julen geht in die letzte Phase

Bis zuletzt wollen Hunderte Helfer in Spanien daran arbeiten, zu dem kleinen Julen vorzustoßen. Das Kind ist in einem tiefen Loch verschollen. Hoffnung, den Jungen …
Bergung von Julen geht in die letzte Phase

Nach gefährlicher Verfolgungsjagd: Krimineller flieht aus Polizeigewahrsam

Wilde Verfolgungsjagd an der niederländischen Grenze: Als Zollbeamte einen Autofahrer anhalten und kontrollieren wollen, tritt der plötzlich auf's Gas – denn er ist …
Nach gefährlicher Verfolgungsjagd: Krimineller flieht aus Polizeigewahrsam

Frau in VW Golf will Leben retten - und kämpft plötzlich um das eigene

Schwerste Verletzungen hat sich eine 61-Jährige bei einem Autounfall zugezogen. Tragisch: Die Frau wollte bloß helfen.
Frau in VW Golf will Leben retten - und kämpft plötzlich um das eigene

Polizei hört am Flughafen Männer etwas schreien - sofort Festnahme

Zwei Betrunkene haben Nazi-Parolen am Flughafen gebrüllt. Die Polizei schritt ein.
Polizei hört am Flughafen Männer etwas schreien - sofort Festnahme

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.