Bürgermeisterin äußert sich

Mädchen (3) stirbt in Kita: Erzieherin (25) unter Mordverdacht - Vater schildert schreckliche Beobachtung 

Kinderzeichnungen und Plüschtiere wurden vor der Kita in Viersen abgelegt, in der ein drei Jahre altes Mädchen gestorben ist.
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Kinderzeichnungen und Plüschtiere wurden vor der Kita in Viersen abgelegt, in der ein drei Jahre altes Mädchen gestorben ist.

Nach dem Tod eines dreijährigen Mädchens in einer Viersener Kita wurde eine 25-Jährige ehemalige Erzieherin festgenommen. Nun kommen immer mehr Details ans Tageslicht.

  • Eine ehemalige Kita-Erzieherin aus Viersen steht unter Mordverdacht.
  • Sie soll ein dreijähriges Mädchen aus der Kindertagesstätte umgebracht haben.
  • Die 25-Jährige sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

Update vom 8. Juni, 16.30 Uhr: Die Erzieherin, die in Viersen ein Kita-Kind ermordet haben soll, ist nach einem Bericht des nordrhein-westfälischen Justizministeriums in allen vier Kita-Einrichtungen gescheitert. Bei ihrem Anerkennungsjahr in einer Krefelder Kita durfte sie demnach bis zum Schluss nicht allein mit den Kindern sein, da man ihr nicht das Vertrauen entgegengebracht habe, heißt es in einem Bericht von NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) an den Rechtsausschuss. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Der Arbeitsvertrag in der anschließenden Kita in Kempen wurde demnach wegen „fehlender fachlicher Kompetenz“ und fehlenden Engagements von der Einrichtung nicht verlängert. Auch der Arbeitsvertrag in Tönisvorst wurde nach der Probezeit gekündigt. An ihrer letzten Arbeitsstelle in Viersen bei Mönchengladbach war sie mit einer Kündigung einem vorzeitigen Ende ihres Arbeitsverhältnisses zuvorgekommen.

NRW/Viersen: Nach Kita-Mord - Justiz räumt Fehler ein

Update vom 3. Juni, 22.44 Uhr: Nach dem gewaltsamen Tod der dreijährigen Greta in Viersen hat die Staatsanwaltschaft Kleve ein Versäumnis eingeräumt. Bei vorangegangenen älteren Ermittlungen wegen Vortäuschens einer Straftat seien Erkenntnisse zur psychischen Verfassung der Kindergärtnerin nicht wie vorgeschrieben der Aufsichtsbehörde ihrer Kindertagesstätte mitgeteilt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Die Behörde hatte die damaligen Ermittlungen gegen die inzwischen mordverdächtige Erzieherin wegen geringer Schuld eingestellt. Eine Rechtsmedizinerin hatte dabei festgestellt, dass die Erzieherin dringend psychologische Hilfe benötige und es sich bei der Straftat um einen Hilferuf gehandelt haben könnte. Die Erzieherin selbst habe den Bedarf bestätigt. Sie und ihre Eltern hatten versichert, dass man sich um professionelle Hilfe kümmern werde.

NRW/Viersen: Mädchen (3) stirbt in Kita - Erzieherin machte sich selbst verdächtig

Update vom 29. Mai, 22.02 Uhr: Die 25-Jährige Erzieherin steht weiterhin unter dringendem Mordverdacht. Sie selbst soll die Polizei auf sich aufmerksam gemacht haben. Nach Informationen von Focus.de wurde sie zunächst als Zeugin verhöhrt, verstrickte sich dann jedoch in Widersprüche. So habe etwa nur die Erzieherin die verräterischen roten Punkte beim dreijährigen Mädchen bemerkt und zudem ungenaue Angaben für die Zeit unmittelbar vor Todeszeitpunkt gemacht.  

NRW/Viersen: Mädchen (3) stirbt in Kita - Erzieherin in Haft - Vater schildert erschreckenden Verdacht

Update vom 29. Mai, 18.44 Uhr: Nach dem Kita-Drama von Viersen deutet einiges daraufhin, dass die mutmaßliche Erzieherin auch in anderen Kindertagesstätten negativ in Erscheinung getreten ist (Update um 10.38 Uhr). Die mutmaßlich tatverdächtige Erzieherin soll zuvor unter anderem in Kempen (ebenfalls NRW) gearbeitet haben. Auch dort soll sie Kinder misshandelt haben, wie ein betroffener Vater gegenüber der Bild (Artikel hinter Bezahlschranke) schildert.

Er schickte seine Tochter in die Kita und anfangs habe es keinerlei Probleme gegeben doch „als ich sie baden wollte, habe ich einen blauen Fleck gesehen. Sie hatte am Rücken blaue Flecken, Eindrücke vom Nagel, die blau verfärbt waren. Das war von der Größe her nicht einem Kind zuzuordnen.“ Er habe den Fall in der entsprechenen Kita gemeldet, doch wirklich etwas passiert sei nicht.

Als der Vater dann vom Todesfall der dreijährigen Greta erfahren hatte, war er „schockiert und sehr frustriert.“ Er ist sich sicher: „Man hätte es bestimmt verhindern können. Man weiß ja, dass sie für den Beruf nicht wirklich geeignet war. Da wurde vielleicht ein bisschen geschlampt.“

Update vom 29. Mai, 16.33 Uhr: Nach dem mutmaßlichen Mord an einem dreijährigen Kitakind im nordrhein-westfälischen Viersen und dem Bekanntwerden möglicher weiterer Übergriffe der inhaftierten Erzieherin hat das NRW-Familienministerium das zuständige Landesjugendamt um einen Bericht gebeten. „Der Verdacht gegen die 25-jährige Erzieherin wiegt schwer und ist unerträglich“, erklärte das Ministerium am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. „Unser Mitgefühl gilt den Eltern und den Angehörigen.“

NRW/Viersen: Mädchen (3) stirbt in Kita - Erzieherin festgenommen - Ermittler sehen „typisches Zeichen“

Update vom 29. Mai, 10.38 Uhr: Die Ermittler im Fall Viersen gehen offenbar davon aus, dass die verdächtige Erzieherin zum mutmaßlichen Tatzeitpunkt allein mit dem Kind war. „Nachdem sie den Atemstillstand festgestellt habe, habe sie auch ausgesagt, dass da bereits rötliche Punkte auf den Augenlidern des Kindes erkennbar waren“, sagte Reporter Peter Hilz in einer Radiofrühsendung des WDR. „Das ist für Ermittler ein typisches Zeichen für eine Gewalt- oder Fremdeinwirkung.“ 

Die Ermittler hätten sich an die früheren Kitas der Verdächtigen in Kempen, Tönisvorst und Krefeld gewandt, und „dann erschrocken festgestellt, dass alle drei Einrichtungen von ähnlichen Vorfällen mit Atemnot, Atemstillstand und krampfartigen Anfällen bei den Kindern berichteten“, so der Reporter - „und die besagte Erzieherin immer irgendwie involviert war.“

3-Jährige stirbt in Kita in Viersen - WDR-Reporter: Vorfälle in weiteren Kitas offenbar nicht weitergegeben

Von der Tönisvorster Kita berichtete demnach ein Mädchen, dass die Verdächtige sie „fest auf den Bauch gedrückt habe“. Daher gingen die Ermittler hier von einer Misshandlung Schutzbefohlener aus. „Beide Fälle sind schon relativ gut ausermittelt und könnten wohl schon jetzt zur Anklage gebracht werden. Die Mordkommission ermittelt aber weiter und das Landeskriminalamt wertet noch Spuren aus, ebenso zu den Vorfällen in Krefeld und Kempen, bei denen noch vieles unklar ist“, so Hilz.

Warum die Erzieherin trotz der Vorfälle immer wieder neue Anstellungen bekam? Auf Anfrage habe die Viersener Bürgermeisterin Sabine Anemüller erklärt, die Vita der Beschuldigten habe „überhaupt keinen“ Anlass zu Nachfrage bei früheren Arbeitgebern gegeben, hieß es in dem WDR-Bericht.

Nach Informationen des Reporters wurden zudem die Vorfälle in den anderen Kitas offenbar nicht weitergegeben: „Das liegt vor allem daran, dass die Kita-Leitung sie als Unfälle eingestuft hatte oder die Ursache im medizinischen Bereich, bei Vorerkankungen der Kinder, vermutet haben.“

Mädchen stirbt in Kita: Erzieherin unter Mordverdacht festgenommen - Verdacht auf weitere Fälle schockiert

Update vom 28. Mai, 21.45 Uhr: Nachdem bei einer Pressekonferenz am Mittag weitere Details über das mögliche Verbrechen in einer Kindertagesstätte in Viersen veröffentlicht wurden, häufen sich entsetzte Stimmen über das Geschehen in der Kita. 

Wie ein Anwalt gegenüber Bild erklärt, könnte die 25-Jährige im Falle einer Verurteilung mit einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe und möglicherweise anschließender Sicherungsverwahrung rechnen. 

Warum die Vorfälle in anderen Einrichtungen in den vergangenen Jahren nicht im Führungszeugnis der jungen Frau vermerkt waren, kann sich die Bürgermeisterin der Stadt Viersen, Sabine Anemüller, nicht erklären. Gegenüber dem Blatt zeigt sich Anemüller entsetzt: „Ich weiß nicht, wo so was vermerkt wird. Das war für mich komplett neu. Es war für mich eine komplette Überraschung. Uns war dieser Vorfall gänzlich unbekannt.“ 

Bislang unklar ist das Motiv der Festgenommenen. Die Bild-Zeitung spekuliert: Ist die Erzieherin möglicherweise am Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom erkrankt? Bei dieser Erkrankung verletzen Menschen die ihnen anvertrauten Personen, beispielsweise ihre eigenen Kinder. Nur um sich dann aufopfernd um sie kümmern zu können. 

Im Gespräch mit Bild erklärt ein Psychologe: „Sie genießen es, dass sie etwa als bedauernswerte, aber aufopfernde Mutter dastehen und sich alle um sie scharen.“ Ob die 25-Jährige tatsächlich den Tod der kleinen Greta verursacht hat, muss nun ermittelt werden. 

Mädchen (3) stirbt in Kita: Erzieherin festgenommen - Fälle in weiteren Einrichtungen schockieren

Update vom 28. Mai, 15.00 Uhr: Die Erzieherin, die mutmaßlich ein dreijähriges Kita-Kind names Greta in Viersen getötet haben soll, soll bereits zuvor in auffällige Fälle in anderen Kitas verwickelt gewesen sein: Die Polizei beschrieb mehrere Fälle, in denen unter anderem ein Junge mit dem Notarzt ins Krankenhaus gekommen war. Ein erster Fall ereignete sich demnach bereits 2017. Wie die Polizei zu einem früheren Zeitpunkt gesagt hatte, gab es bislang nie Ermittlungen gegen die Frau wegen Übergriffen. Allerdings wegen Vortäuschens einer Straftat.

Gegen die unter Mordverdacht stehende Frau hatte es nach Angaben der Stadt vorher in Viersen keine Beschwerden gegeben. Die Frau hatte demnach von sich aus am 15. April gekündigt. Das Kind sei dann am vorletzten Arbeitstag der 25-Jährigen mit einem Atemstillstand ins Krankenhaus gebracht worden, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Der 22. April sei der letzte Arbeitstag gewesen, bevor die Frau Resturlaub nehmen und am 1. Mai eine neue Arbeitsstelle antreten wollte. Die 25-Jährige hatte erst am 1. Januar 2020 in der Kita „Steinkreis“ angefangen.

Viersen: Kita-Kind Greta wies Anzeichen einer Gewalttat auf

Das Mädchen war nach Atemstillstand, Reanimation und weiterer notärztlicher Versorgung vom Rettungsdienst aus der Kita ins Krankenhaus gebracht worden. Dort wurde klar, dass das Kind schwerste Schäden davon getragen hatte und die Ursache - so die Stadt - sich medizinisch nicht erklären ließ. Das Krankenhaus habe daher ein Gutachten angeregt. Laut den Ermittlern stellte man Einblutungen an den Augen fest, die auf eine Gewalttat hindeuteten. Das Mädchen sei seit der Einlieferung ins Krankenhaus maschinell beatmet worden und habe schließlich den Hirntod erlitten.

Mädchen (3) stirbt in Kita: Erzieherin festgenommen - Weitere Vorfälle bekannt

Update vom 28. Mai, 14.45 Uhr: Zu dem mutmaßlichen Mord an einem Kita-Kind in Viersen kommen immer mehr Details ans Tageslicht: Bei den Ermittlungen gegen die wegen Mordes an einem dreijährigen Mädchen verdächtigen Erzieherin (25) sind die Behörden auf weitere Vorfälle in früheren Kindergärten der Verdächtigen bis ins Jahr 2017 gestoßen. Das sagten die Ermittler bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Mönchengladbach.

Update vom 28. Mai, 14.30 Uhr: Eine 25-jährige Erzieherin steht unter Verdacht, ein dreijähriges Mädchen in einer Kita in Viersen getötet zu haben. Nun gaben Ermittler schockierende Details bekannt: Bei den Ermittlungen gegen die wegen Mordes verdächtige Erzieherin sind die Behörden auf einen weiteren Vorfall in einem früheren Kindergarten der Verdächtigen gestoßen. Das sagte Leiter der Mordkommission, Guido Roßkamp, am Donnerstag in Mönchengladbach.

Mädchen (3) stirbt in Kita: Erzieherin festgenommen - Sie kündigte ihren Job kurz vor dem Tod des Kindes

Update vom 28. Mai, 14.20 Uhr:Die inhaftierte Erzieherin (25), die unter Verdacht steht, ein dreijähriges Mädchen getötet zu haben, kündigte kurz vor dem Tod des Kita-Kindes ihre Stelle. Einem dpa-Bericht zufolge arbeitete die 25-Jährige seit Jahresbeginn in der Kita im nordrhein-westfälischen Viersen, kündigte Mitte April die Stelle und hatte am 22. April ihren letzten Arbeitstag - einen Tag, nachdem das Mädchen aus der Kita ins Krankenhaus gebracht worden war.

Das Kind starb am 4. Mai in der Klinik. Am 21. April, dem mutmaßlichen Tattag, hatte es in der Kita einen Notarzteinsatz gegeben, weil die Dreijährige nicht mehr atmete. Aufgrund einer medizinisch unklaren Lage verständigte das Krankenhaus am 29. April die Polizei. Umfangreiche Ermittlungen und eine rechtsmedizinische Untersuchung führten dann zu dem Verdacht, dass das Mädchen durch Fremdeinwirkung zu Tode kam.

Die 25-jährige Erzieherin wurde in der Folge am 19. Mai festgenommen und sitzt nun wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Staatsanwaltschaft und Polizei wollen am Donnerstagnachmittag erstmals Einzelheiten zu dem Fall nennen. In den vergangenen Tagen schwiegen die Behörden mit Verweis auf die noch laufenden Ermittlungen zu Details.

Mädchen (3) stirbt in Kita: Erzieherin festgenommen - Bekannter äußert Details zur Beschuldigten 

Update vom 27. Mai, 13.05 Uhr: Die Vorwürfe gegen eine ehemalige Kita-Erzieherin wiegen schwer. Die 25-Jährige wird verdächtigt, ein dreijähriges Mädchen aus einer Kindertagesstätte umgebracht zu haben. Im Gespräch mit RTL zeigt sich nun ein Bekannter der jungen Frau entsetzt. Der Mann, der anonym bleiben will, kennt die Beschuldigte und ihre Familie demnach aus einem Sportverein. 

"Vom Naturell und vom Wesen her ist das unvorstellbar. Sie war auf den Beruf fixiert, sie mochte das gerne, wollte das gerne machen. Deshalb ist es für mich unverständlich, wie es zu so einer Tat überhaupt kommen kann", erklärt der Bekannte der jungen Frau. Wie der TV-Sender den Mann weiter zitiert, könne er sich nur vorstellen, dass es sich in dem Moment um eine Extremsituation gehandelt haben muss, in der die 25-Jährige überfordert gewesen sei. 

"In ihr muss irgendetwas ausgesetzt haben“, erklärt der Bekannte. In dem Interview denkt der Mann auch an die Eltern der nun Beschuldigten: „Es gibt nicht Schlimmeres,  als so etwas verarbeiten zu müssen, und dann noch allein auf der Welt zu stehen." Ob die 25-Jährige tatsächlich für den Tod des kleinen Mädchens verantwortlich ist, muss nun ermittelt werden. 

Tod einer Dreijährigen in Kita: Behörden rudern nach Missverständnis zurück - Ex-Erzieherin in U-Haft

Update vom 25. Mai, 20.30 Uhr: In einer Kindestagesstätte im nordrhein-westfälischen Viersen starb ein dreijähriges Mädchen unter Fremdeinwirkung, worauf eine ehemalige Erzieherin festgenommen wurde. Nachdem bekannt wurde, dass die 25-Jährige bereits wegen früherer Vorfälle im Fokus der Ermittle stand, ruderten die Behörden nun zurück

Kita-Tod in Viersen: Doch keine Ermittlungen gegen Verdächtige - Quelle spricht von Missverständnis

Nach den neuen Erkenntnissen sei gegen die Erzieherin nicht schon früher wegen Übergriffen auf Kinder in Kindertagesstätten ermittelt worden. In einer Mitteilung vom Montagabend hieß es, „weder der Polizei noch der Staatsanwaltschaft lagen vor der hier in Rede stehenden Tat diesbezügliche Hinweise vor“.

Zuvor berichtete die Deutsche Presse-Agentur, gegen die Tatverdächtige sei bereits ermittelt worden (Update von 17 Uhr). Dies stellte sich jedoch als Missverständnis heraus, wie die Quelle - eine Person aus Ermittlerkreisen - richtigstellte. Staatsanwaltschaft und Polizei ließen Nachfragen nach anderen Verdachtsmomenten jenseits von Übergriffen gegen Kinder unkommentiert. Ebenso wurde die Frage, ob es Vorfälle in Kindergärten gab, in denen die 25-Jährige gearbeitet hatte nicht beantwortet.

Fast keine Fragen bleiben im Dresdner Mordfall vom Mai 2019. Ein Familienvater hatte seine beiden Kinder erwürgt und dann seine flüchtende Ehefrau schwer verletzt. Nun wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt.  

Kita-Tod in Viersen: Erzieherin nach Tod von Dreijähriger tatverdächtig

Update vom 25. Mai, 17 Uhr: Nach dem Tod eines dreijährigen Mädchens in einer Viersener Kindertagesstätte sitzt die 25-jährige Ex-Erzieherin in Untersuchungshaft. Sie soll das Kind ermordet haben. Nun wurden Details über die Tatverdächtige publik.

Kita-Tod in Viersen: Erzieherin wegen „früherer Vorfälle“ bereits polizeibekannt

Die Erzieherin soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bereits wegen früherer Vorfälle im Kindergarten in Fokus der Ermittler gestanden haben. Dies Erfuhr die Nachrichtenagentur aus Ermittlerkreisen, die Bild berichtete zuvor Ähnliches.  

Unklar ist jedoch, weshalb gegen die 25-Jährige ermittelt worden war. Auch was aus den polizeilichen Untersuchungen wurde, ist unbekannt. Die Staatsanwaltschaft gab am Montag diesbezüglich keine Auskünfte. Die exakte Todesursache des Mädchens ist ebenso nicht bekannt, die Bild sprach von Gewalteinwirkung gegen Hals und Brust des Kindes.

Das Mädchen war am 21. April von einem Notarzt wegen Atemstillstands ins Krankenhaus gebracht worden. Am 4. Mai starb das Kind dort. Die Erzieherin war festgenommen worden und sitzt seit dem 20. Mai wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Kita-Tod in Viersen: Mordverdächtige Ex-Erzieherin in Untersuchungshaft

Erstmeldung vom 22. Mai 2020:

Viersen - Was anfänglich wie ein tragischer Unfall mit Todesfolge aussah, scheint sich nun zu einem Tötungsdelikt mit Opfer und Täter zu entwickeln. Eine 25-jährige ehemalige Erzieherin einer Viersener Kindertagesstätte sitzt nun wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Kita-Tod in Viersen: Dreijährige verstirbt erst in Klinik - Obduktion stellt Fremdeinwirkung fest

Im nordrhein-westfälischen Viersen kam es der Polizei zufolge am 21. April zu einem Notarzteinsatz, nachdem ein dreijähriges Mädchen einem Atemstillstand erlitten hatte. Angesichts einer medizinisch unklaren Lage wurde die Polizei am 29. April durch das Krankenhaus verständigt. Obwohl das Mädchen einem Bericht von Bild.de zufolge wiederbelebt wurde, verstarb es am 4. Mai in der Klinik. Weitere Ermittlungen sowie die durchgeführte Obduktion ließen darauf schließen, dass das Kind durch Fremdeinwirkung verstarb. Eine Gewalttat gegen das Kind wird somit in Betracht gezogen.

Am Dienstag wurde die 25-jährige Verdächtige, die zum Tatzeitpunkt in der städtischen Kita tätig war, im Zuge der Ermittlungen festgenommen. Zu dem Fall wurden seitens der Behörden keinerlei weitere Einzelheiten bekannt gegeben. Wie die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach und die beteiligten Polizeidienststellen am Freitag mitteilten, befindet sich die Ex-Erzieherin am Tag nach der Festnahme in Untersuchungshaft.

Kita-Tod in Viersen: Bürgermeisterin zeigt sich betroffen und denkt an Kita-Mitarbeiter und Eltern

Die 75.000-Einwohner-Stadt Viersen steht nach der Nachricht unter Schock. Bürgermeisterin Sabine Anemüller zeigte sich betroffen. „Das Entsetzen über den Verdacht, dass ein solches Geschehen sich in einer Kindertagesstätte ereignet haben könnte, hinterlässt uns sprachlos“, ließ die SPD-Politikerin in einer Mitteilung verlauten. 

Anemüller sprach der Mutter des verstorbenen Mädchens bereits ihr Beileid aus, ihre Gedanken seien ebenfalls „bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den anderen Eltern und Kindern der betroffenen Kita. Auch für diese Menschen bedeutet der Verdacht eine schwere Prüfung.“ Die Stadt kündigte an, Polizei und Staatsanwaltschaft im vollen Umfang zu unterstützen, so die Bürgermeisterin. Die Bestattung des Kindes fand den Angaben der Behörden zufolge bereits statt. 

ajr

Bei einem E-Bike-Unfall verstarb in München ein 41-Jähriger, der Verursacher ist noch immer auf der Flucht. In der Landeshauptstadt wurde ein Barkeeper im Porsche-Fahrer-Mordfall festgenommen, es soll wohl um Drogen gegangen sein. Eine grausame Tat ereignete sich in New York. Ein Sohn ermordete Vater während eines Zoom-Meetings - und äußerte später schwere Vorwürfe gegen sein Opfer. 

Ein tragisches Unglück ereignete sich am Dienstag in Velbert bei Düsseldorf. Ein Vater überrollte seine eigene Tochter mit dem Auto. In Tauberbischofsheim wurde hingegen eine Mutter mit ihrem Kind tot aufgefunden

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