Unerwünschtes Weihnachtsgeschenk

Tierquälerei: Baby-Hamster durch Briefkastenschlitz gequetscht

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Baby-Hamster in Mainz grausam entsorgt

Bestürzung in Tierheim: Unbekannte haben einen Baby-Hamster einfach durch den Briefkastenschlitz gequetscht.

  • Baby-Hamster grausam entsorgt
  • Tierheim in Mainz schockiert
  • Appell auf Facebook

Mainz - Bei diesem Umgang mit einem Lebewesen verschlägt es auch Hartgesottenen die Sprache. Unbekannte haben am Montag (23.12.2019) einen kleinen Baby-Hamster auf grausame Art und Weise entsorgt – und das einen Tag vor Weihnachten. 

"Empathielose, abartige Kreatur", diese bitteren Worte fanden die Tierschützer aus Mainz, die den schwer verletzten Baby-Hamster aus ihrem Briefkasten fischen mussten. Der Hamster war in eine Plastiktüte gestopft und dann brutal durch den Briefkastenschlitz des Mainzer Tierheims gequetscht worden. Dabei hatte sich das Tier mehrere Knochenbrüche zugezogen.

Baby-Hamster in Mainz grausam entsorgt

Da am Sonntag niemand den Briefkasten leert, muss der Baby-Hamster mindestens einen Tag und eine Nacht dort schwer verletzt zugebracht haben. "Der Kleine war eisig kalt, zu schwach um die Äuglein zu öffnen, kaum noch hörbarer Herzschlag, hat aber noch ganz schwach geatmet", schrieben die Tierschützer aus Mainz auf Facebook. Das Tier war offenbar schwer unterkühlt. 

Anstatt wie geplant gemeinsam Weihnachten zu feiern, versuchten die Mitarbeiter des Tierschutzes, den Baby-Hamster zu retten. "Wir haben den ganzen Tag um sein Leben gekämpft", schrieben sie später. Und tatsächlich ging es dem Tier am Montagnachmittag ein wenig besser, sodass sie ihn „Miracolo“ (zu deutsch: "Wunder") tauften. 

Tierdrama um Baby-Tier in Mainz: Tierschützer sind entsetzt

Wenige Stunden später dann der große Schock: Baby Miracolo ging es plötzlich sehr viel schlechter und die Tierärzte konnten nichts mehr für ihn tun. Der Hamster starb schließlich, vermutlich an den vielen Knochenbrüchen in seinem Körper. 

Diesen Vorfall möchte das Tierheim Mainz dazu nutzen, sich mit einem wichtigen Appell an die Öffentlichkeit zu wenden. "Das Tierheim nimmt keine Abgabegebühren, gerade aus dem Grund damit sowas nicht passiert", schrieben die Mitarbeiter auf Facebook. Außerdem könne man unliebsame Haustiere auch bei der Feuerwehr abgeben. 

Ob Baby oder erwachsen - Tier sind keine Weihnachtsgeschenke

Ob es sich bei dem kleinen Baby-Hamster um ein doch nicht gewolltes Weihnachtsgeschenk gehandelt hat oder welche Beweggründe der Unbekannte hatte, das Tier in den Briefkasten zu stopfen, ist unklar. 

Rund um die Weihnachtszeit kommt es vermehrt zu "Spontan-Käufen" von Tieren, die meistens für Katze, Hund und Co. nicht gut enden. Ein "Haustier-Berater" vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft soll dies nun verhindern. Überhaupt ist Tierquälerei ein Problem. Sowie in Hofheim, wo zwei Kühe misshandelt wurden.*

Der Eppsteiner Katzen-Sniper beschäftigt in Abwesenheit das Amtsgericht Königstein. Nach dem Plädoyer seines Verteidigers erhöht das Gericht die Geldstrafe.

Schlägereien, Übergriffe und Körperverletzungen: An einem Wochenende ist die Gewalt am Hauptbahnhof Mainz* eskaliert. Die Polizei war im Dauereinsatz.

*fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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