Nach Handgemenge

Bei Karneval in Rio de Janeiro wird ein Mann angeschossen

Rio de Janeiro - Bei der Siegesfeier zum Abschluss des Karnevals in Rio de Janeiro ist ein Mann angeschossen wurden. Zuvor soll es zu einem Handgemenge gekommen sein.

Beim Karneval in Rio de Janeiro hat es nach schweren Unfällen in den Tagen zuvor jetzt auch bei der Siegerparade der besten sechs Sambaschulen einen Zwischenfall gegeben. Beim Einmarsch der siegreichen Schule Portela wurde am Sonntagmorgen (Ortszeit) am Ende des Defilees ein Mann angeschossen. Es sei zu einem Handgemenge im Sambódromo gekommen, ein Mann habe eine Pistole gezogen, berichtete das Portal O Globo. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde wurde der Verletzte in eine Klinik gebracht, sein Zustand sei stabil.

Zuvor hatte es vor knapp einer Woche beim Wettstreit der besten zwölf Sambaschulen insgesamt vier Unfälle mit 32 Verletzten gegeben, weshalb für 2018 vor allem die großen, teils 15 Meter hohen, mit Drachen und Adlern gekrönten Wagen auf den Prüfstand kommen. Wie der Chef der zuständigen Prüfbehörde Inmetro, Carlos Augusto de Azevedo, ankündigte, werden für alle Gefährte strengere Regeln erarbeitet. Bisher gab es keine verbindlichen Sicherheitschecks, da sie nicht im normalen Verkehr fahren.

Wagen außer Kontrolle fährt in Zuschauermenge

Beim schwersten Zwischenfall verlor ein Wagen der Schule Paraíso do Tuiuti die Kontrolle und fuhr in eine Menschenmenge. Zudem brach das dritte Stockwerk eines Wagens der Schule Unidos da Tijuca zusammen, der die Jazz-Stadt New Orleans symbolisierte. Tänzerinnen und Tänzer stürzten herunter und wurden auf Tragen weggebracht. Darüber hinaus gab es Probleme mit zwei weiteren Wagen, was eine Debatte auslöste, ob die Konstruktionen mit hohen Eisengestellen zu waghalsig und riskant geworden sind.

Portela ist mit 22 Titeln Rekordsieger und begeisterte mit einer blau-weißen Hommage an Brasiliens Flüsse und die Tier- und Artenvielfalt. Zudem war der Auftritt eine Mahnung, dass es nie wieder zu Umweltkatastrophen wie 2015 im Rio Doce kommen darf, der nach einem Bergwerksunglück kontaminiert wurde.

Um keine Schule nach den Unfällen zu bestrafen, gibt es 2018 ein Novum: Es dürfen 13 statt 12 Schulen in der Top-Liga antreten, da dieses Jahr niemand absteigen muss. Dafür gibt es 2018 zwei Absteiger.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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