Offenbar Streit um Vaterschaft

Mann hat Baby stundenlang in seiner Gewalt - SEK greift zu

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Polizisten bringen den Mann aus Ghana in ein Polizeifahrzeug, den ein Spezialeinsatzkommando in Wismar überwältigt hatte. Foto: Jens Büttner

Ein Mann bringt sein mutmaßlich eigenes Kind in der Ausländerbehörde in seine Gewalt. Gutes Zureden nutzt nichts. Schließlich greifen Spezialkräfte der Polizei ein.

Wismar (dpa) - Spezialeinsatzkräfte der Polizei haben in Wismar einen Mann überwältigt, der in der Ausländerbehörde sein mutmaßlich eigenes Baby rund fünf Stunden in der Gewalt hatte.

Das Kind sei wohlauf und in Obhut genommen worden, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstagabend. Zuvor hatte eine Verhandlungsgruppe der Polizei längere Zeit versucht, die Situation friedlich zu beenden - erfolglos. Schließlich griff das SEK zu. Der 22 Jahre alte Mann aus Ghana sei dabei nicht verletzt worden. Er wurde in Gewahrsam genommen.

Er hatte nach Behördenangaben einen Test gefordert, um seine Vaterschaft zu beweisen und in Deutschland bleiben zu können. Er war am Donnerstag mit der Mutter des zwei Monate alten Jungen in die Ausländerbehörde des Landkreises Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern gekommen. Kurz vor 14 Uhr eskalierte laut Polizei die Situation. Der Mann brachte das Kind in seine Gewalt.

Eine Notärztin eilte in die Behörde und überwachte die Gesundheit des Kindes. Medienberichten zufolge ließ der Mann die Medizinerin an das Kind heran. Sobald sich jedoch Polizisten näherten, sei er aggressiv geworden.

Die Polizei riegelte das Gebäude ab. Eine Verhandlungsgruppe rückte an, dann auch das SEK. Die Polizei gab nur spärliche Informationen an die Öffentlichkeit - aus taktischen Gründen, wie es hieß. Am Abend, kurz vor 21 Uhr, gab es schließlich Entwarnung. Der Mann hatte der Ärztin das Kind für einen Check übergeben - diesen Moment nutzte das SEK einer Polizeisprecherin zufolge und überwältigte ihn.

Pressemitteilung

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