Er war an Mission beteiligt

„Geisterhafte Lichter“: NASA-Forscher glaubt an Leben auf dem Mars

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Der Wissenschaftler Gilbert Levin glaubt, dass die NASA in den 70er Jahren Leben auf dem Mars gefunden hat. (Symbolbild)

Ein Wissenschaftler, der 1976 an einer Mars-Mission beteiligt war, schrieb nun über Leben auf dem Planeten - und „geisterhafte Lichter“.

Mehr als vier Jahrzehnte ist es her, dass die erste Raumsonde auf dem Mars landetet. Im Kontrollraum der US-Weltraumbehörde NASA waren alle Beteiligten außer sich, als die Sonde „Viking“ am 20. Juli 1976 auf der Marsoberfläche aufkommt. Mit der Viking-Mission wollte die NASA unter anderem herausfinden, ob Leben auf dem roten Planeten existiert.

Im Rahmen dieser Mission sollte das Labeled-Release-Experiment nachweisen, ob sich Mikroorganismen auf dem Mars befinden. Der NASA-Forscher Gilbert Levin und seine Kollegen waren für das Experiment verantwortlich. Die NASA selbst wollte damals nicht bestätigen, dass es außerirdisches Leben auf dem Mars gäbe. Grund dafür war, dass bei einem Test in den 70er Jahren keine organische Materie nachgewiesen worden konnte. 

Leben auf dem Mars: NASA-Forscher nennt Hinweise 

Zuvor stellte man allerdings fest, dass es auf dem Planeten mikrobielle Atmung gab. Doch ohne die Materie glaubte die NASA nicht an Lebewesen auf dem Mars. Die Atmung würde lediglich von einer Substanz kommen, die Leben imitiere, hieß es.

Gilbert Levin, der 1976 maßgeblich an dem Experiment beteiligt war, glaubt heute an Leben auf dem Planeten: „Was spricht gegen die Möglichkeit von Leben auf dem Mars? (...) Darüber hinaus haben Laboruntersuchungen gezeigt, dass einige terrestrische Mikroorganismen auf dem Mars überleben und wachsen können.“ Auch im Video berichtet der Gilbert Levin, was vor 40 Jahren bei der Viking-Mission geschah.

Video: Forscher sicher - wir haben vor 40 Jahren Leben auf dem Mars entdeckt

NASA-Forscher: „Geisterhafte Lichter“ auf dem Mars deuten auf Mikroorganismen hin

Was die NASA 1976 unbestätigt ließ, greift der Forscher nun in einem Gastbeitrag im Wissenschaftsmagazin „Scientific American“ auf. Darin schreibt Gilbert Levin über vielsagende Entdeckungen auf dem Mars: Zum einen fand man Oberflächenwasser, das ausreicht, um Mikroorganismen zu erhalten. Zum anderen entdeckte man einen Überschuss an Kohlenstoff-13 gegenüber Kohlenstoff-12 in der Mars-Atmosphäre. Das ist als Hinweis auf biologische Aktivität zu werten. 

Außerdem wurde in der Atmosphäre sowohl Methan, das auf mikrobielle Methanbilder hinweist, als auch Formaldehyd und Ammoniak gefunden. Besonders fielen Levin auch Videoaufnahmen von der Marsoberfläche auf: Darauf bewegen sich „geisterhafte Lichter“, die durch eine spontane Entzündung von Methan entstanden sein könnten. Auch das sei ein Hinweis für Leben auf dem Mars.

Anders als Gilbert Levin halten viele Forscher die vermeintlichen Lebenssignale, die in Levins Bericht genannt werden, für eine rein chemische Reaktion. Außerirdisches Leben hätte die Messung also nicht nachgewiesen, berichtet Deutschlandfunk Kultur

Ein Asteroid wurde entdeckt, wie er direkt auf die Erde zurast. Wird unser Planet in naher Zukunft von einem Himmelskörper getroffen?

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Auf der Suche nach außerirdischem Leben machte die Nasa eine außergewöhnliche Messung auf dem Mars. Nun folgte jedoch die Ernüchterung.

Wie eine riesige Blase, in der sich das Licht in allen möglichen Farben spiegelt: Ein Nasa-Foto fasziniert - doch die Geschichte dahinter erzählt von einer gigantischen Zerstörung.

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