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Nach Corona-Debatte bei Maybrit Illner: Auch Armin Laschet äußert sich deutlich zu Corona-Tests für Reiserückkehrer

Bei Maybrit Illner (ZDF) ging es am Donnerstagabend mal wieder um die Corona-Pandemie.
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Bei Maybrit Illner (ZDF) ging es am Donnerstagabend mal wieder um die Corona-Pandemie.

In der Talkshow von Maybrit Illner debattierten die Gäste über kostenlose Test für Reiserückkehrer. Auch Armin Laschet hat dazu eine Meinung.

  • Reiserückkehrer aus Risikogebieten waren Thema bei Maybrit Illner (ZDF).
  • Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, äußerte sich eindeutig hinsichtlich der Corona-Tests und wer die Kosten dafür übernehmen soll. (siehe Erstmeldung)
  • Auch Armin Laschet hat sich dazu geäußert. (siehe Update)
  • Grundlegenden Fakten zum Coronavirus* und die Corona-News aus Deutschland finden Sie hier. Außerdem bieten wir Ihnen in einer Karte die aktuellen Fallzahlen in Deutschland.

Update vom 22. August: Auch der Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens Armin Laschet (CDU) hat sich dagegen ausgesprochen, dass die verpflichtenden Corona-Tests für Reisende aus Risikogebieten dauerhaft kostenlos bleiben. „Solche Corona-Tests für Reisende aus Risikogebieten sollten mittelfristig ähnlich wie Flughafengebühren auf den Reisepreis aufgeschlagen werden“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppen. „Dass dies auf Dauer die Allgemeinheit bezahlt", sei nicht zu akzeptieren.

Laschet sprach sich zudem für konsequente Strafen bei Verstößen gegen die Quarantäne-Pflicht aus. Wer sich nicht an eine angeordnete Quarantäne halte, gefährde absichtlich die Gesundheit anderer. „Diesen Regelbruch werden wir konsequenter ahnden. Wir brauchen eine Vollzugsoffensive“, forderte Laschet. Der gesetzlich mögliche Rahmen für Bußgelder reiche dabei bis zu einer Höhe von 25.000 Euro, betonte er.

Corona-Debatte bei Maybrit Illner: Regierung will Reiserückkehrer Tests bald selbst zahlen lassen

Erstmeldung vom 21. August:

Mainz - Am Donnerstag waren sich die Gäste bei Maybrit Illner* in der ZDF-Sendung nicht immer einig. Thema die Corona-Testung von Reiserückkehrern. Für Menschen, die trotz Reisewarnung von der Bundesregierung und vom Robert Koch-Institut (RKI), aus einem Risikogebiet zurückkehren gilt eine Testpflicht.

Corona: Wurde die Urlaubssaison falsch eingeschätzt? - Ute Teichert bei Maybrit Illner (ZDF)

Zu Gast waren die Politiker Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister in Nordrhein-Westfalen, und Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Außerdem bereicherten Ute Teichert vom Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, die Schulleiterin Heidrun Elbracht und Virologe Jonas Schmidt-Chanasit die Debatte.

Gleich zu Beginn gab Ute Teichert zu, dass das Infektionsrisiko, das Reiserückkehrer mit nach Deutschland bringen, unterschätzt wurde. „Ich glaube, wir haben vielleicht eine Fehleinschätzung gemacht. Wir haben irgendwie jetzt erst mal gedacht es erst im Herbst wieder los“, so Teichert. Weiter merkte sie an, dass ausprobiert werden müsse, welche Lockerungen und Regeln sinnvoll sind.

Maybrit Illner (ZDF): Reiserückkehrer aus Risikogebieten - Wer zahlt ihre Tests?

Hinsichtlich der Frage, wer die Coronatestkosten von Reiserückkehrern übernehmen soll, sprach Moderatorin Illner an und fragte die Ministerpräsidentin, ob es richtig sei, dass die Urlauber selbst die Kosten tragen. Sie habe Verständnis dafür, dass die Tests anfangs gratis waren. Hinsichtlich der Herbstferien sollte jedoch über eine Strategieänderung nachgedacht werden, so die SPD-Politikerin.

„Ich meine, dass die Volksseele kocht an der Stelle - und zwar zu Recht, wenn man Menschen im Fernsehen sieht, die am Flughafen sagen: ‚Ich weiß, Mallorca ist ein Risikogebiet, aber ich fahr trotzdem hin‘. Und dann soll der Staat sozusagen noch den Test bezahlen. Das geht nicht“, machte sie ihren Standpunkt klar.

Malu Dreyer: Strategiewechsel bei Tests für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten.

Dreyers Vorschlag: Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt, muss die Kosten für den Corona-Test selbst tragen. Wer dazu nicht bereit ist, muss sich 14 Tage in Quarantäne begeben. „Vergnügungssucht“ will Landesgesundheitsminister Laumann den Urlaubern, die trotz Pandemie verreisen, dennoch nicht vorwerfen. Er halte es aber auch nicht für richtig, sämtliche Maßnahmen von der Solidargemeinschaft getragen werden müssen. Auch er halte eine Selbstkostenübernahme für gerecht.

Auch zum Karneval hat Dreyer sich geäußert. Die Debatte hatte vor Kurzem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angestoßen. „Die Fastnacht, wie wir sie kennen, wird sie so nicht geben“, stellte die Ministerpräsidentin klar. Sie halte es für sinnvoll über alternative Konzepte nachzudenken, damit die Events nicht komplett ausfallen müssen.

Video: Wegen Corona: Testpflicht für Kroatien-Rückkehrer

Das Coronavirus könnte noch früher ansteckend sein als bisher angenommen. Schweizer Forscher wollen neue Erkenntnisse über die unbemerkte Ansteckung gewonnen haben. Aktuell registriert das Robert-Koch-Institut die höchsten Corona-Infektionen bei Reisenden aus dem Kosovo. Trotz der gestiegenen Ansteckungszahlen warnt ein Top-Virologe vor zu großer Panikmache. Mit den testpflichtigen Reiserückkehrern aus Risikogebieten müssen mehr Menschen auf das Coronavirus getestet werden. Die Labore haben damit zu kämpfen.

Eine Studie liefert Erkenntnisse über den Krankheitsverlauf schwerer Fälle. Ob eine Intensiv-Behandlung oder gar Beatmung nötig ist, beeinflusst die Sterblichkeit. (lb) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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