Verblüffung - aber auch Kritik

Rewe-Kunde hält total verrückten Corona-Anblick fest - Foto auch aus München aufgetaucht

Ein Foto aus einer Rewe-Filiale ist doch gleich doppelt nicht zu fassen. Aber es scheint authentisch zu sein. Jetzt ist ein ähnliches aus München aufgetaucht.

  • Ein Jodel-Nutzer hat einen unwirklichen Rewe-Anblick in Sachen Klopapier festgehalten.
  • Das vermeintliche Schlaraffenland für Corona*-Hamsterkäufer hat aber einen doppelten Haken.
  • Vor allem der Lavendel-Duft macht den Leuten zu schaffen.
  • Jetzt ist ein ähnliches Foto aus München aufgetaucht.

Update vom 5. April 2020: Ein Jodel-Nutzer hatte in einer Rewe-Filiale in Hersbruck nahe Nürnberg einen doppelt unwirklichen Anblick festgehalten (siehe ursprünglicher Artikel unten): Klopapier in rauen Mengen. Und es gab beim Verkauf KEIN Limit. Haken waren lediglich der Lavendel-Duft und der hohe Preis.

Jetzt ist ein ziemlich ähnlicher Anblick bei Jodel aufgetaucht, gepostet am 3. April. Diesen gab es offenbar in München. „KEINE MENGENBEGRENZUNG!!!“, ist dort auf Schildern an einem prall gefüllten Klopapier-Regal zu lesen. Und das Ganze riecht offenbar auch nicht mal nach Lavendel. Eine herzliche Einladung für Hamsterkäufer in Corona-Zeiten*.

So mancher Jodel-Nutzer reagiert irritiert bis euphorisch: „Wo?“, will einer wissen. „Mein Vater wollten heute Toilettenpapier kaufen (1 Packung reicht) und hat keines bekommen. In 3 Supermärkten.“

Es gibt auch Kritik an der Supermarkt-Aktion: „Was soll der Blödsinn mit ‘keine Mengenbegrenzung‘? Das dumme Gehamstere muss doch nicht unterstützt werden!“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer findet: „Ich glaube, niemanden stört es, dass sie die verkaufen wollen, sondern, dass sie durch die Zettel sagen, kauft mehr als notwendig, und das muss ja einfach nicht sein - wenn es keine Grenze gibt, hätte kein Zettel auch gereicht.“

Ob das Foto tatsächlich echt ist und in München entstanden ist, und wenn ja, wo, ist natürlich nicht bestätigt. Es scheint aber real zu sein.

Offenbar scheint sich die Klopapier-Lage insgesamt zu entspannen. Doch manche berichten nach wie vor von leeren Supermarkt-Regalen.

Zwischen Selbstoptimierung und Maßlosigkeit: die Münchner gehen unterschiedlich mit der derzeit geltenden Ausgangsbeschränkung um. Nun ist ein absurdes Foto aufgetaucht.

Ein deutscher Star zeigt sich ganz ungewohnt beim Corona-Einkauf.

München: Ein Jodel-User sorgt für Neid und Spott bei der Community mit seinem Aufräum-Fund

Coronavirus: Großer Fehler in Supermarkt - Viele machen ihn, ohne es zu merken - Jetzt gibt es wohl erste Schilder

Corona: Total unwirklicher Anblick in Rewe - Kunde postet Klopapier-Foto, viele können es kaum glauben

Unser Artikel vom 29. März 2020:

München/Hersbruck - In den bitteren Corona-Zeiten haben sich Supermarkt-Kunden an gleich zwei Anblicke gewöhnt:

  1. Das Klopapier ist ausverkauft.
  2. Wenn es mal doch nicht ausverkauft ist und es ein schmales Angebot gibt, dann hängt ein Schild daneben, etwa „Einkauf auf eine Packung pro Kunde beschränkt“.

Ein Nutzer der App Jodel hat nun einen Anblick festgehalten, der gleich mit BEIDEM bricht. Entstanden sein soll es - obwohl es im Münchner Jodel gepostet wurde - in Hersbruck in der Region Nürnberg. Auch wenn es unwirklich scheint, deutet nichts auf eine Fälschung hin. In jener Rewe-Filiale existiert ein Anblick, der so gar nicht in diese Zeit passt.

Rewe bei Nürnberg: Massenweise Klopapier - ohne Limit, trotz Corona-Hamsterkäufern

Dort stehen Unmengen an Klopapier, drei Reihen nach links, an die zehn Reihen nach hinten - und bis an die Decke gestapelt. Auch daran hängt ein Zettel: „Greifen Sie zu ohne Limit!“

Das vermeintliche Schlaraffenland für Toilettenpapier-Hamsterkäufer (wie diese Münchner Mama*) hat allerdings zwei große Haken: Das Toilettenpapier riecht nach Lavendel. Und es ist mit 3,99 Euro - auch wenn „Aktionspreis“ dabei steht - schon sehr happig im Preis. Das fällt auch den anderen Jodel-Nutzern auf. 

Rewe bei Nürnberg: Trotz Corona winken bei Lavendel viele ab

Viele lassen sich auch über den Duft aus. „Lavendel? Ernsthaft?“, „Bah Lavendel, so große Not kann ich nicht haben“ und „Warum das nach Lavendel riechen muss, ist mir auch nicht so klar“, schreiben sie. „Da versucht aber jemand seine Lager an unverkaufbarem Schrott überteuert zu leeren“, unkt ein anderer. „Schlägerei in 3...2...1...“, heißt es ebenfalls.

Ein weiterer Nutzer sieht die Zeit der Corona-Klopapier-Hamsterkäufe ohnehin als vorbei an: „Wahrscheinlich sieht es so bald in allen Läden aus, da die massig nachbestellt haben, aber mittlerweile viele erst wieder in mehreren Monaten Klopapier brauchen.“

In Sachen Klopapier und Corona hat eine dm-Filiale in Köln gleich ACHT gleiche Hinweisschilder aufgehängt.

Ein anderes Jodel-Foto erwärmt viele Herzen, wie tz.de* berichtet. Auf Jodel zeigte ein junger Mann, wie man trotz Gammel-Style seriös im Homeoffice aussehen kann.

Die Stichwahl in Bayern sorgte bei vielen für Verwirrung - eine Behörde in Pfaffenhofen fühlte sich offenbar zu einem absurden Schild gezwungen, wie tz.de* berichtet.

Das Coronavirus hat München fest im Griff. Jetzt hat ein Laden in Untergiesing mit viel Humor reagiert. Das Foto des bizarren Schaufensters kursiert jetzt auf Jodel.

Kreative Ideen: Ein Mann hat während der Corona-Ausgangsbeschränkungen eine scheinbar normale Frage an die Polizei, wie tz.de berichtet. Eigentlich hat er aber einen Plan ausgeheckt, der Frechdachs. 

Die Corona-Krise bringt viele schlimme Nachrichten hervor. Aber auch skurrile Begebenheiten. Ein Aushang aus Berlin sorgt für Schmunzeln. In der „heute-show“-Ausgabe vom 17. April enthüllte Oliver Welke den Personenkult um die Corona-Virologen - mit spitzem Humor.

*tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Scree nshot Jodel

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