In Porsche und Lamborghini

Jagd-Szenen auf Münchner Autobahn: Junggesellenabschied eskaliert

Mit acht Luxus-Sportwagen sind die Männer über die A 95 gerast – unter anderem mit diesem Lamborghini.
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Mit acht Luxus-Sportwagen sind die Männer über die A 95 gerast – unter anderem mit diesem Lamborghini. 

Die Münchner Polizei hat einen rasanten Junggesellenausflug gestoppt. Die Männer waren mit Sportautos auf der Garmischer Autobahn unterwegs - und benahmen sich komplett daneben.

Kochel am See/Murnau - Eine Junggesellengruppe aus Israel raste nach Zeugenangaben am Mittwochmittag mit ihren hoch motorisierten Mietwagen die Autobahn München - Garmisch-Partenkirchen entlang, ehe die Männer von der Verkehrspolizei im Bereich der Anschlussstelle Murnau/Kochel gestoppt werden konnten. Um kurz nach 13 Uhr teilten Verkehrsteilnehmer per Polizeinotruf 110 das möglicherweise illegale Autorennen mit, heißt es im Weilheimer Polizeibericht.

Lesen Sie auch: Die A95 bei Garmisch wird immer wieder als Raser-Strecke für Sportwagen missbraucht. Jetzt kam raus: Reiseunternehmen preisen die Autobahn im Ausland als Raser-Paradies an.

Die sechs hochgezüchteten Sportwagen mit Münchner Kennzeichen (BMW, Porsche, Mercedes und Audi) sowie die zwei Luxus-Sportwagen (Lamborghini/Aventador mit 740 PS und Huracan Performante mit 640 PS) mit italienischer Zulassung sollen demnach bereits am Autobahnbeginn bei München mehrere Verkehrsteilnehmer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in der 80er-Zone überholt haben. 

Lesen Sie auch: Ein Junggesellenabschied in Blankenbach (Unterfranken) endete für die Teilnehmer mit einem Polizeieinsatz. Grund waren besorgte Anwohner. Ein anderer Junggesellenabschied einer Männergruppe aus Bayern endete dramatisch: Für den Bruder des Bräutigams wurde die der Trip zur Tragödie.

Autobahnraser: Junggesellenabschied benimmt sich auf A 95 daneben

Im weiteren Verlauf fuhr die Junggesellengruppe im Alter von 28 bis 34 Jahren in den Autobahnbaustellen (Autobahndreieck Starnberg und Bereich der Anschlussstellen Seeshaupt sowie Penzberg/Iffeldorf) bei erlaubten 60 km/h mit bis zu 180 km/h, so berichten es Zeugen. Nach der Anschlussstelle Seeshaupt kam es durch den 33-jährigen Porschefahrer zu einer Nötigung eines vorausfahrenden Autofahrers aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, indem er den 61-Jährigen durch dichtes Auffahren bedrängte. 

Mit acht Luxus-Sportwagen sind die Männer über die A 95 gerast – auch mit diesem Porsche.

Nach einem ersten Polizeiaufruf hatten sich gestern bereits einige Autofahrer gemeldet, denen die Sportwagen mit hoher Geschwindigkeit auf der A 95 aufgefallen waren. Die Garmischer Autobahn ist unter Sportwagenfahrern eine beliebte Raserstrecke. „Es ist eine der wenigen Autobahnen, auf der es fast keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt“, erklärt Peter Nieland.

Weitere Zeugen oder Geschädigte werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizei Weilheim unter der Telefonnummer 0881/640-302 oder per Kontaktformular über www.polizei.bayern.de/oberbayern zu melden.

Lesen Sie auch: Ein Lamborghini-Fahrer ist mit seinem Sportwagen bei 250 km/h Richtung Weilheim gerast. Als Polizisten den Sportwagen stoppen wollten, fuhr er einfach weiter.

Über weitere bizarre Geschehnisse in der Landeshauptstadt berichtet tz.de*: Am Münchner Hauptbahnhof erbeutete ein Bankräuber zunächst mehr als 10.000 Euro - doch er machte schon vor dem Raub schwerwiegende Fehler.

Lesen Sie auch: Der Zecken-Virus FSME ist zurück. Im Landkreis Freising hat es nun den ersten Fall von Hirnhautentzündung gegeben. Ein Experte erklärt, wer als besonders gefährdet gilt.

Lesen Sie auch: Polizei umstellt Haus in Bayern mit Großaufgebot - dahinter steckt Junggesellenabschied (Merkur.de*)

Kürzlich kam es bei Possenhofen zu einem schweren Unfall. Mehrere Menschen wurden schwer verletzt. War ein Autorennen der Grund für den Unfall? (Merkur.de*)

*Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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