Ermittler gehen jetzt ganz neue Wege

Mutter und Tochter weiter vermisst: Neue Indizien belasten Ehemann - Mögliches Motiv aufgetaucht

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Liegen die Leichen der vermissten Münchnerinnen im Truderinger Wald? Ein Fundstück erhärtet diesen Verdacht.

Seit Mitte Juli werden eine 41-jährige Frau aus München und ihre 16-jährige Tochter vermisst. Jetzt informierte die Polizei über eine ganz neue Spur. 

  • Seit dem 13. Juli werden eine 16-jährige Münchnerin und ihre Mutter (41) vermisst.
  • Als dringend tatverdächtig gilt der Ehemann der 41-Jährigen. Er sitzt in Haft, schweigt aber bisher zu den Vorwürfen.
  • Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Frauen tot sind, geht aber weiter allen Hinweisen nach.
  • Auf einer Pressekonferenz am Dienstagmittag hat die Polizei das Foto eines Fundstücks aus dem Truderinger Wald veröffentlicht.

Update vom 19. August 2019: Noch immer fehlt jede Spur von der vermissten Maria Gertsuski und ihrer Tochter Tatiana. Vor knapp einer Woche erklärte die Polizei München dann, neue Spuren im Truderinger Forst entdeckt zu haben. Eine Fußmatte und ein Teppich seien zunächst aus der Wohnung der beiden verschwunden, dann entdecken Polizisten die Gegenstände in dem Wald. 

Wie Bild nun wissen will, zieht sich die Schlinge um den Hals des Ehemanns von Maria immer weiter zu. Demnach sei auch in der Wohnung der Vermissten Blut von den beiden Frauen gefunden worden, Einbruchsspuren habe es dagegen nicht gegeben. Die Polizei gehe demnach davon aus, dass Roman H. zunächst die 41-Jährige ermordete, dann auch Stieftochter Tatiana umbrachte. 

Wie das Blatt ebenfalls wissen will, habe die vermisste Maria Gertsuski einen finanziell gut gestellten Hintergrund. Das mögliche Motiv deshalb: Habgier. Wie Raban Funk, Vorstand des Deutschen Strafverteidiger e.V., gegenüber Bild erklärt, könnten die bisherigen Indizien bereits für einen Prozess ausreichen. „Bei dieser Fülle von Indizien ist die Beweislage mehr als nur erdrückend! Die Blutspuren am Teppich, der aus der Wohnung stammt, sowie die Blutspuren in der Wohnung reichen aus, um zu beweisen, dass Mutter und Tochter gewaltsam in der Wohnung zu Tode gekommen sind. Und ihre Leichen mit dem Teppich weggeschafft worden sind“, erklärt der 47-Jährige in dem Interview. 

Update vom 13. August, 22.03 Uhr: Bei der Suche nach Maria Gertsuski (41) und ihrer Tochter Tatiana Gertsuski (16) konzentrieren sich die Beamten aktuell auf den Truderinger Forst im Münchner Osten. Der Grund: der Tatverdächtige soll dazu einen wichtigen Bezug haben. 

In der Nähe ist die Zweitwohnung der Familie, zudem war er dort spazieren - und Pilze sammeln. Für die Ermittler liegt es nahe, dass man als Täter Leichen dort ablegt, wo man sich auskennt. Es sei laut Josef Wimmer, Leiter der Mordkommission, jedoch nicht ausgeschlossen, dass man das Suchgebiet noch erweitere. Laut Ken Heidenreich hat die Staatsanwaltschaft auch Kontakt mit den russischen Behörden aufgenommen, da Maria und Tatiana Gertsuski russische Staatsbürgerinnen sind. 

So erhoffen sich die Ermittler, mehr über die privaten Verhältnisse der Familie zu erfahren.

München: Mutter und Tochter vermisst: Polizei findet Fußmatte mit DNA-Spuren

Update vom 13. August 2019, 12.31 Uhr: Josef Wimmer, Leiter der Mordkommission München, äußerte sich am Dienstagmittag auf der Pressekonferenz der Polizei zu den aktuellen Ermittlungsergebnissen. 

Durch eine Fußmatte und einen Teppich, die in dem Waldstück nahe der Zweitwohnung der mutmaßlichen Opfer gefunden wurden, verhärte sich laut Wimmer der Verdacht, dass Mutter und Tochter nicht mehr am Leben sind. Die Polizei habe Blutspuren an den Fundstücken sicherstellen können. Rechtsmedizinische Untersuchungen ergaben, dass es sich hierbei um Blutspuren der beiden Opfer handelt. Bilder des Teppichs veröffentlicht die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht - eine Aufnahme der Fußmatte hingegen schon.

Die sichergestellte Fußmatte aus dem Truderinger Wald.

Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich sagte: „Wir gehen von einem Totschlag und von einem Mord im Rahmen der Verdeckungshandlung aus“. Diese Theorie war bereits wenige Tage nach der Festnahme des tatverdächtigen Ehemannes aufgestellt worden.

Letzterer schweigt weiter zu den Vorwürfen. Infolge der veröffentlichten Zeugenaufrufe sind inzwischen knapp 100 Hinweise bei der Polizei eingegangen. Um die genauen Familienumstände zu klären, befinde sich die Polizei laut Wimmer im Gespräch mit den russischen Behörden.

Frauen seit Juli in München vermisst - „Guter Hoffnung, dass wir die Leichen finden werden“

Trotz intensiver Suchmaßnahmen mit über 650 Beamten, der Einbindung von Hubschrauberstaffel, Polizeitauchern, Diensthundeführern und schwerem technischen Gerät konnten die Leichen der beiden Opfer bislang nicht gefunden werden. Oberstaatsanwalt Heidenreich stellte klar: „Wir sind insgesamt guter Hoffnung, dass wir die Leichen noch finden werden“.

Die Polizei bittet weiter um die Mithilfe der Bevölkerung. Vor allem wer in unmittelbarer Umgebung des Truderinger Waldes wohnt ist angehalten, unscheinbare Dinge, wie etwa eine Fußmatte zu melden, hieß es. Hinweise nehmen die Beamten telefonisch unter 089/2910-0 entgegen. 

Die erst 14-jährige Leonie Pulverich wird bereits seit acht Tagen vermisst. Wie die Polizei nun erklärt, könnte sich das Mädchen jedoch bereits nicht mehr in der Stadt aufhalten.

Mutter und Tochter vermisst: Leichen im Wald verscharrt? 

Update vom 13. August, 9.35 Uhr: Einen Monat nach dem Verschwinden der beiden Münchnerinnen will die „EG Duo“ am Dienstagmittag (11.30 Uhr) in einer eigens einberufenen Pressekonferenz über den Stand der Ermittlungen informieren. Hierzu haben sich Ken Heidenreich von der Staatsanwaltschaft München I sowie Josef Wimmer vom Kommissariat 11 angekündigt. Wir werden das Statement im Live-Ticker begleiten.

Die Ermittler wollen das Foto eines Gegenstands aus der Wohnung der Familie veröffentlichen. Dieser ist im Truderinger Wald gefunden worden. Um welchen Gegenstand es sich handelt, ist bislang noch unklar.

Mutter und Tochter vermisst: Wurden sie im Wald verscharrt?

München – Seit genau einem Monat gibt es kein Lebenszeichen von Maria (41) und Tatiana Gertsuski (16) aus Ramersdorf mehr. Am 13. Juli wurden die Mutter und ihre Tochter vermisst gemeldet. Die Polizei ist seitdem fieberhaft auf der Suche nach den beiden Frauen. Wo können die Münchnerinnen sein?

Ein Verdacht ist, dass sie im Truderinger Forst vergraben worden sind. Denn zum einen soll ein Zeuge nach Informationen unserer Zeitung dort vor einiger Zeit eines der beiden Autos der Familie gesehen haben. Zum anderen ist die Zweitwohnung der Familie dort in der Nähe. Ehemann Roman H. sitzt noch immer in U-Haft – und schweigt.

Polizei sucht Vermisste Mutter und Tochter im Münchner Truderinger Forst

Bei strömendem Regen durchkämmten am Montag etwa 120 Polizisten den Truderinger Forst östlich des Friedrich-Panzer-Weges. Eingepackt in Regenjacken sind sie an diesem Tag zum vierten Mal in diesem Waldstück unterwegs.

Seit zwei Wochen haben die Beamten den Bereich im Visier, waren mit Hubschrauber und Hunden unterwegs. Taucher durchsuchten bereits den kleinen Baggersee, die schlechte Sicht erschwerte ihnen die Arbeit, wie tz.de* berichtete.

Auf einer Pressekonferenz zum Vermisstenfall zeigte die Münchner Polizei ein Foto von Roman H. Er steht unter Verdacht mit dem Verschwinden seiner Ehefrau und deren Tochter zu tun zu haben.

Die Polizisten sind mit Stöber-Stocken und Schaufeln im Truderinger Wald unterwegs. Wie schon mehrmals zuvor. Jeden Stein wollen sie hier umdrehen, nicht aufgeben. Die Anspannung ist zu spüren. Denn die Beamten wissen, wie wichtig es ist, die beiden Frauen zu finden. Zum einen für die Angehörigen. Zum anderen als relevantes Beweismittel für den Fall. Denn Roman H. (44), der unter dringendem Tatverdacht, die beiden getötet zu haben, in Untersuchungshaft sitzt, sagt kein Wort.

Keine Spur von Mutter und Tochter in München - Polizei erhielt bisher 88 Hinweise

Vor vier Wochen meldete der Ehemann und Stiefvater Maria und Tatiana Gertsuski als vermisst. Angeblich verließen Mutter und Tochter an diesem Samstag gegen 14 Uhr die Wohnung an der Ottobrunner Straße 31, um ins Neuperlacher Einkaufszentrum PEP zu gehen. Ob das stimmt? Fraglich. Denn die Information stammt vom jetzt Tatverdächtigen...

Seit 13. Juli haben sich weder Mutter noch Tochter bei irgendjemandem gemeldet. Bis zu diesem Tag hatte Maria Gertsuski jeden Tag bei ihrem schwerkranken Vater in Moskau angerufen, doch plötzlich kein Lebenszeichen mehr von ihr. Tatiana, die die 10. Klasse eines Gymnasiums besucht, meldete sich plötzlich bei keiner Freundin mehr.

Bereits ein paar Tage nach dem Verschwinden der Frauen gingen die Ermittler daher vom Schlimmsten aus, bildeten die Ermittlungsgruppe EG-Duo. „Wir gehen davon aus, dass die beiden Frauen nicht mehr am Leben sind“, sagte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins bereits vor Wochen.

88 Hinweise sind seither bei den Ermittlern eingegangen, die alle abgearbeitet werden. Bisher ohne Erfolg. Und so suchen die Polizisten weiter. Im Wald. Bei jedem Wetter.

Video: Großfahndung im Waldstück - Polizei sucht vermisste Mutter und Tochter in München

Auch von der verschwunden Rebecca Reusch aus Berlin fehlt noch immer jede Spur. Mutter und Schwester haben sich nun zu einer drastischen Aktion entschlossen.

Knapp ein halbes Jahr gilt Rebecca Reusch bereits als vermisst, nun veröffentlichte TV Now eine Doku über den Fall. Darin äußert sich auch ihre Familie.

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