Anklage gegen 36-Jährigen

Mit Benzin übergossen: Hotel-Manager zündet Ex-Frau an

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Ein Mann wird beschuldigt, seine Ex-Frau mitten in der Nacht angezündet zu haben. (Symbolbild)

Er soll seine Ex-Frau mit Benzin übergossen und angezündet haben: Eine 42-Jährige schwebte nach einem Mordversuch in Lebensgefahr. Nun muss der Mann sich für die Tat verantworten. 

  • Bei einem Hotelbrand erlitt eine 42-Jährige lebensgefährliche Verletzungen
  • Ihr Ex-Mann soll die Frau angezündet haben
  • Nun wurde Anklage wegen versuchten Mordes gegen ihn erhoben

Münster – Er überschüttete seine Ex-Frau mit Benzin und zündete sie im Schlaf an: Ein 36-Jähriger muss sich demnächst vor Gericht verantworten. In der verhängnisvollen Nacht im August dieses Jahres soll er vorgehabt haben, seine ehemalige Lebensgefährtin zu töten

Münster: Hotel-Leiter zündete Ex-Frau an

Der 36-Jährige war der Leiter eines Hotels am Albersloher Weg in Münster. In der von ihm genutzten Wohnung in dem Gebäude hatte er sich am 11. August mit seiner Ex-Frau aufgehalten. Plötzlich habe der Mann unmittelbar vor der 42-Jährigen gestanden und sie mit Benzin übergossen. Dann zündete er sie an. 

Das Feuer griff jedoch auch auf das übrige Hotel über: Die Feuerwehr Münster musste mitten in der Nacht ausrücken, um den Hotelbrand zu löschen, wie msl24.de* berichtet. Die Tür zu der Wohnung hatte der Angeklagte scheinbar vorher abgeschlossen – die Einsatzkräfte mussten sich gewaltsam Zutritt verschaffen. 

Nach Mordversuch in Münster: 42-Jährige außer Lebensgefahr

Die Ex-Frau des Beschuldigten lag bereits nahezu leblos auf dem Boden. Sie erlitt bei dem Vorfall schwere Brandverletzungen und schwebte zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Sie wurde nach dem Mordversuch reanimiert und in eine Spezialklinik gebracht. Dort musste sie ins künstliche Koma versetzt und auf der Intensivstation behandelt werden. 

Nachdem die Frau zunächst nicht vernehmungsfähig war, konnte sie einige Tage nach dem Mordversuch in Münster als Zeugin befragt werden. Inzwischen befindet sich die 42-Jährige in einer Rehabilitationsklinik, teilt die Staatsanwaltschaft mit. 

Geschiedenes Ehepaar aus Münster war vor Mordversuch im Urlaub

Wie die Polizei bei ihren Ermittlungen herausfand, hatte das geschiedene Ehepaar aus Münster noch in der Woche zuvor zusammen einen Urlaub mit dem gemeinsamen Sohn unternommen. Der Angeklagte bemühte sich möglicherweise darum, die Beziehung zu seiner Familie zu verbessern. Auch den Abend des 10. August verbrachte er noch mit seiner Ex-Frau. Wo sich der Sohn an diesem Abend aufhielt, ist nicht klar.

Warum der 36-Jährige aus Münster sich schließlich entschied, noch in dieser Nacht seine Ex-Frau zu ermorden, ist bislang noch unklar. Der Mann, der bei dem von ihm gelegten Feuer auch selbst verletzt wurde, wies die Vorwürfe bislang zurück

Versuchter Mord? Angeklagter aus Münster weist Vorwürfe zurück

Seiner Schilderung nach gab es zunächst einen lauten Knall aus der Klimaanlage, woraufhin der Beschuldigte aus Münster diese ausgeschaltet habe. Daraufhin soll der Strom ausgefallen sein. In dem Moment soll seine Ex-Frau bereits brennend aus dem Schlafzimmer gekommen sein. "Weitere Angaben hat der Angeschuldigte nachfolgend nicht mehr getätigt", heißt es in einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft. 

Ein Brandsachverständiger, der nach dem Feuer in Münster beauftragt wurde, konnte jedoch keinen technischen Defekt feststellen. Die Staatsanwaltschaft erhebt nun Anklage gegen den ehemaligen Leiter des Hotels wegen der Verdachts des versuchten Mordes, der besonders schweren Brandstiftung mit versuchter Todesfolge sowie der gefährlichen Körperverletzung. Das Gericht muss nun zunächst über die Zulassung der Anklage entscheiden.  

Mit einer Festnahme endete ein anderer Fall in der Domstadt: Ein 39-Jähriger wurde per Haftbefehl gesucht – durch Zufall entdeckten ihn Polizisten am Bahnhof in Münster und konnten ihn stellen. Dem Mann wurde vorgeworfen, drei Frauen vergewaltigt zu haben. 

*msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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