Traurige Gewissheit

Nach Erdbeben im Iran: Keine Hoffnung auf Überlebende mehr

Nach dem Erdbeben im Iran
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Überlebende des Erdbebens trauern am 15.11.2017 in Sarpol-E-Zahab (Iran) vor den Trümmern ihres Hauses. 

Fünf Tage nach dem schlimmen Erdbeben im Iran wurden die Bergungsarbeiten endgültig beendet. Wohl gehe man nicht davon aus, dass sich in den Trümmern noch Überlebende befinden. 

Kermanschah - Nach dem Erdbeben im Iran haben die Behörden offensichtlich keine Hoffnung mehr auf weitere Überlebende unter den Trümmern. Die schweren Erdstöße in der westiranischen Provinz Kermanschah hat nach neuen Angaben 436 Menschen getötet und mehr als 10 000 verletzt. Es gebe über 1000 Schwerverletzte, einige von ihnen seien immer noch in Lebensgefahr. Laut Medienangaben vom Freitag gibt es keine Hoffnung mehr auf Überlebende. Daher wurden die Bergungsarbeiten nach fünf Tagen endgültig eingestellt.

Laut offiziellen Angaben sind 30 000 Wohnkomplexe beschädigt worden, über 15 000 von ihnen wurden demnach komplett zerstört. Daher sind nach Schätzung der örtlichen Behörden mehr als 100 000 Menschen obdachlos. Dies sei angesichts der eisigen Temperaturen in der Provinz, besonders in der Nacht, besonders problematisch. Die meisten Betroffenen seien erstmal in Zelten untergebracht.

Die Behörden in Kermanschah sind der Ansicht, dass die Zahl der Opfer weitaus höher liegen kann als vom Innenministerium in Teheran angegeben. Viele Tote wurden demnach in einigen Dörfern sofort begraben, daher sei ihr Tod nicht offiziell registriert. Örtliche Behörden haben nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA die Dorfbewohner aufgefordert, sie darüber in Kenntnis zu setzen.

Nach anfänglichen Problemen laufen die Hilfsleistungen in der Zwischenzeit weitaus organisierter und schneller als in den ersten drei Tagen. Überall in der Provinz soll es wieder Strom, sauberes Wasser und Gas geben. Auch die Banken, Universitäten und Schulen sollen ab Samstag wieder geöffnet werden.

Viele Iraner - und auch Nicht-Iraner - haben mit Spendenaktionen den Erdbebenopfern geholfen, darunter Sportler und Künstler. Irans Fußballlegende und ehemaliger Bundesliga-Profi Ali Daei hat durch eine Sammelaktion Millionen für die Opfer gesammelt. Ähnliche Hilfe versprach auf seiner Instagram-Seite auch der deutsche Nationalspieler Emre Can. Der Gewichtheber Kianoush Rostami, der in Kermanschah geboren wurde, will sogar seine olympische Goldmedaille von Rio 2016 versteigern und den Erlös den Opfern seiner Heimatstadt übergeben.

There was a major earthquake in the Iran-Iraq area which has claimed 430 lives with more than 6,000 people injured. According to Iranian aid agencies, as many as 70,000 people are now dependent on makeshift emergency shelters. Because of the cold weather, those survivors are dependent on urgent relief which can only be provided with the help of donations from the public. We ask for any donations to be sent to the account below using the following reference: "Earthquake West Iran" as well as your full name and address. Tax-deductible confirmations will be provided immediately for all donations. Any money received will be forwarded directly to trusted local people who have started a private initiative. Please forward this message to as many friends and family who can help. Thank you very much.

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Nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,3 an der Grenzregion zum Irak hatte es auch einige Lichtblicke gegeben. Ein kleines Baby konnte in der Grenzstadt Sare Pole Sahab nach drei Tagen lebendig geborgen werden. Genauso wurde eine schwangere Frau von ihrem überglücklichen Ehemann gerettet. Außerdem kamen in den Erdbebengebieten in den ersten drei Tagen nach dem Erdstoß drei Babys gesund zur Welt.

dpa

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