Nähnadeln in Erdbeeren schockt Supermärkte und Verbraucher

Nähnadeln in Supermarkt-Erdbeeren haben bei Verbrauchern in Australien große Besorgnis ausgelöst.

Melbourne -  „Das ist ein sehr bösartiges Verbrechen und ein Angriff auf die Öffentlichkeit“, sagte Australiens Gesundheitsminister Greg Hunt am Montag dem Sender ABC. Er kündigte eine Untersuchung an. Es müsse geprüft werden, ob es etwa Schwachstellen in der Lieferkette gebe, sagte Hunt.

Erste Berichte über den Fund von Nähnadeln in Erdbeeren kamen vergangene Woche aus dem Bundesstaat Queensland. Seither meldeten fünf weitere Bundesstaaten in Australien solche Funde. Mindestens ein Mensch ist Medienberichten zufolge nach dem Verzehr einer Erdbeere mit Nadel im Krankenhaus behandelt worden.

Das sollten Verbraucher beachten

Mehrere Rückrufe habe es bereits gegeben. Auch die Angst vor Nachahmungstätern steige. Die Behörden haben Verbraucher aufgefordert, gekaufte Erdbeeren vor dem Verzehr in Stücke zu schneiden. In Queensland haben Behörden eine Belohnung von umgerechnet rund 61.500 Euro für sachdienliche Hinweise ausgesetzt.

Die Vorfälle belasten Australiens Erdbeerbranche mit einem Wert von umgerechnet rund 80 Millionen Euro. Lokale Supermarkt-Riesen wie Coles und Aldi haben den Berichten zufolge vorsorglich alle Erdbeeren aus ihren Regalen genommen, außer in einem Bundesstaat. Foodstuffs, eine der größten Supermarktketten in Neuseeland, stellte am Montag nach eigenen Angaben die Einfuhr australischer Erdbeeren ein.

Anfang 2018 wurden Stecknadeln in einer Toastpackung gefunden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Arne Dedert

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