Forscherin hat mehrere Ideen zur Ursache

Grausames Naturphänomen: Tausende Zugvögel fallen tot vom Himmel - doch Experten haben eine Vermutung

Im Südwesten der USA beobachten Forscher derzeit ein schauriges Naturphänomen. Tausende tote Vögel sind unter mysteriösen Umständen vom Himmel gefallen.

  • Im Südwesten der USA wurden tausende tote Vögel gefunden.
  • Die Ursache für das Massensterben der Zugvögel ist noch unbekannt.
  • Es ist gut möglich, dass die Waldbrände an der Westküste der USA eine größere Rolle spielen.

München - „Es ist fast so, als wären die Vögel geflogen, bis sie nicht mehr konnten.“ Das schreibt die Forscherin Allison Salas über das gruselige Naturphänomen, das sich derzeit im Südwesten der USA abspielt.

In den Staaten New Mexico, Colorado, Arizona und Nebraska sind in den vergangenen Wochen womöglich schon hunderttausende Zugvögel tot vom Himmel gestürzt. Die Schätzung stammt laut watson.de von Martha Desmond, einer Biologie-Professorin an der New Mexico State University. Eine genaue Ursache für das Massensterben konnte noch nicht ermittelt werden.

Trauriges Naturphänomen: Vogel-Massensterben in den USA - tausende Tier betroffen

Die Tiere machen im Südwesten der USA Halt, um sich von ihrer Reise aus den kalten Regionen in Kanada und Alaska in die Überwinterungsgebiete in Mittel-und Südamerika zu erholen und zu stärken. Immer mal wieder müssen die Vögel dann landen. Interessant dazu: In der Region ansässige Vogelarten scheinen nicht betroffen zu sein.

Auf Twitter startete Alisson Salas einen Thread und stellte dort einige Vermutungen zu dem traurigen Vogel-Schicksal an. Bei den Tieren handele es sich unter anderem um Schwalben und Waldsängern, aber auch andere Arten seien betroffen. „Die Vögel scheinen in relativ gutem Zustand zu sein, außer dass sie extrem abgemagert sind. Sie haben keine Fettreserven und kaum Muskelmasse.“

USA: Vogel-Massensterben - Forscher haben erste Vermutung

Den Forschern würden zwar noch einige Daten fehlen, jedoch wird vermutet, dass die verheerenden Waldbrände an der Westküste in Kombination, deren Rauch sogar schon Europa erreicht hat, mit einer lokalen Kaltfront für das Sterben verantwortlich sein könnten. Aufgrund des riesigen Feuers könnten die Tiere eine andere Flugroute gewählt haben. Da sie so die nahrungsreiche Küste um Kalifornien meiden könnten, könnten die Vögel das Inland ansteuern. Allerdings gebe es beispielsweise in der Chihuahuan-Wüste in New Mexiko kaum Nahrung und Wasser.

Viel mehr ist zu dem Naturphänomen noch nicht bekannt. „Es könnte eine Kombination von Dingen sein. Es könnte etwas sein, das uns noch völlig unbekannt ist“, so Salas weiter. Möglicherweise müssen die Forscher warten, bis sich die Brände in Kalifornien beruhigt haben, um dann die neuesten Entwicklungen zu beobachten und neue Schlüsse zu ziehen. Zu den Waldbränden, die sich nun mit einem mysteriösen milchigen Schleier auch über Deutschland bemerkbar machen, äußerte sich kürzlich auch die junge Klimaaktivistin Greta Thunberg. (ta)

Ein Problem mit einem Tier gibt es auch in Südspanien. Dort ist ein seltener Gast in einem Dorf gesichtet worden. Und verbreitet nun Angst und Schrecken.

Rubriklistenbild: © Kathryn ELSESSER/AFP

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