Galt als Ausgestorben

Unglaublicher Fund vor deutscher Insel: Absolut seltenes Tier entdeckt - Experten sind verblüfft und warnen sofort

Wanderer im Wattenmeer konnten ihren Augen kaum glauben, als sie zu Boden blickten und von einem tierisch seltenen Fund überrascht wurden. Ein als fast ausgestorbenes geglaubtes Tier sorgte für jede Menge Furore vor der deutschen Nordsee-Insel Baltrum.

  • Wanderer machen seltenen Fund im norddeutschen Wattenmeer.
  • Das Tier wurde seit 30 Jahren nicht mehr gesichtet.
  • Experten beschleicht Hoffnung: Wird die Tierart bald Stammgast in der Nordsee?

Baltrum/Neßmersiel - Immer wieder kommt es zu außergewöhnlichen Tier-Sichtungen an den deutschen Küsten. Erst im April entdeckten Ostsee-Urlauber einen äußerst putzigen Gast in der Eckernförder Bucht bei Kiel, 24hamburg.de* berichtete darüber. Doch dieser Fund an der Nordsee ist laut Experten einzigartig. 

Nordsee/Baltrum: Seltenes Tier im Wattenmeer vor Nordseeinsel gesichtet 

Es war ein ganz besonderer Anblick, der sich den Wattenmeer-Wanderern kurz vor der Insel Baltrum bot. Die Überraschung muss groß gewesen sein, denn das Tier, was sich gut getarnt im flachen Wasser versteckte, ist definitiv kein Stammgast in der deutschen Nordsee. Wie unter anderem der NDR berichtet, wurde das Lebewesen dort etwa seit dem Jahr 1980 nicht mehr gesichtet. 

Der Nationalpark-Wattführer Uilke van der Meer zeigte sich ebenso überrascht: Bereits seit 30 Jahren arbeitet der Experte in Ostfriesland, noch nie habe er dieses Tier in dieser Zeit im Wattenmeer zu Gesicht bekommen. Bei dem seltenen Tierfund handelt es sich um einen Nagelrochen (Raja clavata), der bis zu einem Meter lang werden kann. Der Fisch sei kaum zu erkennen gewesen und habe sich sehr gut an den Boden angeschmiegt, erzählt van der Meer. 

Nagelrochen im Wattenmeer vor Baltrum gesichtet - Experten sind erstaunt 

Die Schutzstation Wattenmeer informiert, dass der Nagelrochen vor gut hundert Jahren noch täglich in riesigen Mengen aus der deutschen Nordsee gefischt wurde. Doch durch diese exzessive Überfischung verminderte sich der Rochenbestand extrem, man glaubte sogar, der Nagelrochen sei bereits ausgerottet. Nur vereinzelt sah man leere Eikapseln, die aus West­eu­ro­pa herangespült wurden. 

Jedoch besteht die Hoffnung, dass der Nagelrochen langsam aber stetig wieder in die deutsche Nordsee zurückkehrt. Wattenmeer-Experte Uilke van der Meer erklärt, dass seit etwa zehn Jahren ein stetiger Anstieg des Bestands in der gesamten Nordsee beobachtet werden kann. Dafür müsse jedoch eine ganz bestimmte Bedingung erfüllt werden: „Nur durch die Einrichtung größerer fischereifreier Zonen als gezielte Schutzmaßnahme könnte der Nagelrochen, der erst mit acht Jahren geschlechtsreif wird, ins Watt zurückkehren.“

Nagelrochen: Weitere Sichtungen unwahrscheinlich

Die Schutzstation Wattenmeer erklärt jedoch, dass sich der Nagelrochen im „Schneckentempo“ vermehren würde: Das Nagelrochen-Weibchen wird erst nach acht Jahren geschlechtsreif. Nach der Paarung lege es dann täglich ein Ei an Bodenalgen ab, insgesamt bis zu hundertmal. Die Wahrscheinlichkeit, dass Touristen im Nordseeurlaub zukünftig einen Nagelrochen bei der Wattwanderung entdecken, bleibt zunächst wohl also eher gering. 

Eine ähnlich seltene Tier-Sichtung wie die des Nagelrochens ereignete sich im Juni nahe München*: Wie tz.de berichtete, gelang es einem Mann, ein Foto von einem nahezu ausgestorbenen Vogel zu schießen. Außerdem werden die Strände Deutschlands von einer Quallen-Plage heimgesucht. Diese soll in direkter Verbindung mit dem Klimawandel stehen.

In Baden-Württemberg hat ein Mann für eine „wissenschaftliche Sensation" gesorgt, als er einen Stein in seinem Garten entdeckt, wie tz.de berichtet.

Einen makabren Fund machte ein Müllmann in Gelsenkrichen. Er fand einen Kopf im Müll*.

*24hamburg.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes. 

Rubriklistenbild: © Uilke van der Meer/dpa/picture alliance

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