Die Lage zwischen Rhein und Ruhr

Corona in NRW: Weit mehr als 8.000 Infizierte - Häusliche Gewalt könnte zunehmen

Das Coronavirus breitet sich in NRW schnell aus. Die Corona-Fälle steigen deutlich. Am stärksten von Covid-19 betroffen ist der Kreis Heinsberg betroffen.   

Coronavirus in NRW: Innenminister befürchtet Zunahme häuslicher Gewalt 

Update um 10.04 Uhr: Nachdem auch in NRW wegen der Corona-Krise umfangreiche Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten sind, befürchtet der dortige Innenminister Herbert Reul (CDU) eine Zunahme häuslicher Gewalt. Es gebe nicht zufällig gerade Weihnachten immer viel häusliche Gewalt, wenn Menschen lange zu Hause auf engem Raum zusammen seien, sagte Reul am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. Ihm mache es am meisten Sorgen, dass sich Menschen „anders verhalten“ könnten, wenn sie lange auf engem Raum zusammen sind.

Auch Frauenberatungsstellen und Frauennotruf-Einrichtungen befürchten einen starken Anstieg von häuslicher Gewalt während der Coronavirus-Krise. „Das eigene Zuhause ist für viele Frauen und Kinder kein sicherer Ort“, sagte Ceyda Keskin vom Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe der Zeitung „Welt“ vom Montag. Ulle Schauws, frauenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, forderte, Opfer von häuslicher Gewalt von Ausgangsbeschränkungen auszunehmen. „Für von Gewalt bedrohte Frauen und Kinder darf die Ausgangssperre nicht gelten“, betonte sie. 

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Alle Entwicklungen über die Corona-Krise in NRW lesen Sie hier im aktuellen News-Ticker.

Coronavirus in NRW: Mehr als 7.600 Infizierte und 33 Todesfälle

Update 22.15 Uhr: Nach aktuellen Zahlen sind allein in NRW über 8.200 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Bisher wurden 41 Todesfälle registriert.

Update vom 23. März, 7.33 Uhr: Über 7.600 Menschen haben sich mit dem Coronavirus in NRW infiziert. 33 Menschen sind an Covid-19 im Bundesland verstorben.

Aus Essen gibt es allerdings eine besorgniserregende Nachricht: In einem Pflegeheim  haben sich dort neun Personen mit dem Coronavirus infiziert, berichtet waz.de. Insgesamt 84 Bewohner und Mitarbeiter des Pflegeheims wurden am Samstag getestet. Bei den Infizierten handle es sich um acht Bewohner und eine Pflegekraft.

In Düsseldorf werden aufgrund der Corona-Krise bis auf weiteres keine Parkgebühren in Stadtgebiet mehr erhoben, teilt die Stadt Düsseldorf mit. In Düsseldorf habe es am Wochenende einen zweiten Todesfall mit Covid-19-Bezug gegeben, so die Stadt. Bei dem Todesopfer habe es sich um eine Seniorin mit multiplen Vorerkrankungen gehandelt. 

Seit Montag gilt in NRW ein Kontaktverbot (s.u.). Warum das Kontaktverbot gerade so wichtig ist, erklärt ein Twittervideo.

Corona NRW: Laschet verkündet Kontaktverbot statt Ausgangssperre -  Milliarden-Rettungsschirm geplant

Update vom 22. März, 16.57 Uhr: Laschet stellt in seinem Statement auch klar: Das Kontaktverbot wird nicht für das Arbeitsleben gelten. „Wir gehen den umgekehrten Weg, denn wir schließen die Dienstleister, die Kontakt zu Bürgern haben.“

Update vom 22. März, 16.55 Uhr: „Wir haben zusammen gearbeitet. Die Länder sind diesem Weg gefolgt, es geht um die Herangehensweise. Unser Ansatz ist nicht, die Wohnung nicht zu verlassen. Sondern Kontakte in Gruppen müssen verhindert werden“, erläuterte Armin Laschet die Maßnahmen, die nun von den Bundesländern geschlossen übernommen werden sollen. „Mein Ziel, dass Bund und Länder gemeinsam agieren, ist heute erreicht worden.“

Coronavirus in NRW: Kontaktverbot für Laschet „verhältnismäßiger“ als Ausgangssperre

Update vom 22. März, 16.53 Uhr: „Es braucht besonnenes und entschlossenes Handeln“ meint Laschet. „Die Bilder aus Italien müssen uns eine Lehre sein. Wir müssen die Unvernünftigen bestrafen - hart und klar.“ Laschet sprach auch über mögliche Bußgelder in Höhe von bis zu 25.000 Euro.

Update vom 22. März, 16.51 Uhr: „Nach unserer Einschätzung ist nicht das Verlassen der Wohnung, sondern der enge, unmittelbare Kontakt, die Gefahr.“ Kontaktverbote seien im Vergleich zu einer Ausgangssperre für die Unterbrechung von Infektionsketten laut Laschet verhältnismäßiger und besser nachzuvollziehen.

Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen. Ausnahme sind Familien, Lebenspartner, Öffentlicher Nahverkehr, Beerdigungen und berufliche Notfälle. Nun werden in NRW auch alle Restaurants schließen. Auch Geschäfte die viel Kontakt zwischen Kunden und Dientleistern voraussetzen, wie Tattoostudios, Massagesalons und Frisöre werden geschlossen.

Coronavirus in NRW: Laschet kündigt Mega-Rettungsschirm für Unternehmen an

Update vom 22. März, 16.45 Uhr: Das Bundesland beschloss nun, einen Rettungsschirm von 25 Milliarden Euro bereitzustellen. Es ist das größte Hilfsprogramm, dass das Land Nordrhein-Westfalen in seiner Geschichte auf den Weg gebracht hat. Kein Unternehmen solle „an mangelnder Liquidität scheitern“, so Laschet. Hilfe in „noch nie gekannter Größenordnungen“ sei jetzt notwendig. Das Paket wurde Parteiübergreifend beschlossen . „Mein Dank, dass alle zusammen schnell handeln.“ 

Update vom 22. März, 16.35 Uhr: Ein wichtiger Punkt in der Konferenz war laut Laschet der Ausbau von geschultem Personal für das gesundheitliche Krisenmanagement, wie etwa bei Corona-Hotlines.

Update vom 22. März, 16.39 Uhr: Soldaten der Bundeswehr werden von Laschet ebenso gelobt. Sie hatten die Krisenregion Heinsberg und Krankenhäuser mit Hilfsmitteln wie Sauerstoffflaschen versorgt.

Update vom 22. März, 16.35 Uhr: Armin Laschet gibt nun sein Statement ab. Zuerst bedankt sich der Ministerpräsident von NRW bei allen hifsbereiten Menschen. „Insbesondere in den Krankenhäusern“ und  „Krankeneinrichtungen den Pflegeeinrichtungen, den Lebensmittelgeschäften, der Polizei und der Feuerwehr“. Sein Dank gilt auch den Bürgern, „die sich an die Regeln halten.“

Update vom 22. März, 16.30 Uhr: Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Armin Laschet wird sich in Kürze zur Konferenz bezüglich der Bekämpfung des Coronavirus in Deutschland äußern. Während der Telefonkonferenz soll es besonders zwischen Bayerns* Ministerpräsidenten Markus Söder und Armin Laschet zu lautstarken Diskussionen gekommen sein. Laschet soll in der Konferenz laut n-tv ein eigenes Papier mit seinen Ansätzen vorgelegt haben. 

Coronavirus in NRW: Folgt am Sonntag die Ausgangssperre für ganz Deutschland?

Update 22. März, 16.12 Uhr: Bund und Länder wollen eine Art Kontaktverbot im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschließen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag bei einer Telefonkonferenz darauf, Ansammlungen von mehr als 2 Personen grundsätzlich zu verbieten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

Update vom 22. März, 14.29 Uhr: Am Sonntag informierte das Gesundheitsministerium von Nordrhein-Westfalen über die neuen Fallzahlen in dem Bundesland. Demnach sind Stand Sonntag, 22. März, 7.361 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das bedeutet einen Anstieg der Infizierten von 621 im Vergleich zum Vortag. 32 Menschen starben demnach bislang an den Folgen des Coronavirus.

Corona-Krise in NRW: Kommt jetzt doch eine Ausgangssperre? 

Update vom 22. März, 11.52 Uhr: Dringend benötigte Schutzkleidung ist am Sonntag im Kreis Heinsberg (NRW) angekommen. Die Bundeswehr hat das Material geliefert. „Damit sind die nächsten 2 bis 3 Tage für unsere Krankenhäuser gesichert“, erklärte der Kreis Heinsberg auf Facebook. Von einem wichtigem Signal für den Kreis, spricht Landrat Stephan Pusch in einer Videoansprache.

Am Sonntagnachmittag will NRW-Ministerpräsident Armin Laschet darüber informieren, ob es weitere Einschränkungen für die Bürger geben, eventuell eine Ausgangssperre im Land verhängt werden soll. 

Corona-Krise in NRW: Zahl der Infektionen über Nacht gestiegen

Update vom 21. März, 13.58 Uhr: Nach Angaben des nordrhein-westälischen Gesundheitsministeriums von Samstag (Stand 11.30 Uhr) ist die Zahl der Neuinfektionen um über 1000 über Nacht gestiegen. Demnach gibt es in NRW jetzt 6740 nachgewiesene Fälle. Bereits 23 Menschen seien an einer Covid-19 verstorben. Beim Robert-Koch-Institut werden die Fallzahlen aktuell nur einmal pro Tag aktualisiert*, daher unterscheiden sich die Infektionszahlen dort.

Corona in NRW: Starker Anstieg der Infektionen über Nacht - Bundeswehr hilft mit Material

Update vom 21. März 2020, 9 Uhr: Den besonders schwer betroffenen Landkreis Heinsberg (NRW) unterstützt jetzt die Bundeswehr. Es werden zwei Beatmungsgeräte, 8000 Kittel und 3000 Atemschutzmasken sowie 15 000 Mund- und Nasenschutzmasken zur Verfügung gestellt. Aktuell meldet das Robert-Koch-Institut 3542 Infizierte in NRW, sechs Patienten sind verstorben.

Update vom 20. März 2020, 20.02 Uhr: Nun gibt es auch den ersten Toten in der Stadt Bochum. Das teilte Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) in einem bewegendem Video auf YouTube mit. 

Demnach handelt es sich um einen 55-Jährigen, der aus dem Österreich-Urlaub ins Ruhrgebiet zurückkehrte. „Mich macht das sehr traurig“, kommentierte der Bürgermeister, der sich zudem sehr enttäuscht über das Verhalten von Teilen der Bevölkerung zeigte. Wegen „Egoisten, die sich nicht an die Ausgangsregeln halten“ sah sich der SPD-Mann schließlich dazu gezwungen, neue Restriktionen für die Stadt bekannt zu geben.

Eiskirch erklärte, dass ab sofort ein Ansammlungsverbot gelte. Ausgenommen von wenigen Ausnahmen wie beispielsweise der Arbeit oder dem Einkaufen sind Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen in Bochum untersagt. 

Coronavirus in NRW: Stadt Köln will konsequent einschreiten

Update vom 20. März 2020, 16.09 Uhr: Der Kreis Heinsberg hat vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu beklagen. Drei Frauen im Alter von 80, 85 und 68 Jahren sowie ein 95-jähriger Mann sind an den Folgen des Virus gestorben.

Alle vier Personen hatten Vorerkrankungen. Insgesamt sind damit bereits 13 Personen aus dem Kreis Heinsberg an Covid-19 gestorben.

Update vom 20. März 2020, 16.03 Uhr: Die Stadt Köln hat im Kampf gegen das grassierende Coronavirus ein konsequentes Einschreiten bei öffentlichen Menschenansammlungen angekündigt. Wie die Stadt am Freitagnachmittag mitteilte, werden „Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen außerhalb der engeren Familie nicht mehr toleriert.“

Coronavirus in NRW: Laschet verweigert Ausgangssperren

Update vom 20. März 2020, 13.34 Uhr:  Eine Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie bleibt fürNordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) „wirklich das allerletzte Mittel“. Schon jetzt seien zahlreiche Grundrechte, wie die Bewegungsfreiheit und die Religionsfreiheit eingeschränkt worden, sagte Laschet am Freitag in einer Bürger-Fragestunde des Radiosenders WDR 2. „Der Staat muss sorgsam überlegen, wie weit kann er gehen.“

Richtig sei: „Wenn wir die ganz große Ausgangssperre verhindern wollen, müssen andere Bereiche noch heruntergefahren werden.“ Es gebe aber eine Vorstufe, ein Betretungsverbot auf öffentlichen Plätzen, ergänzte Laschet. Die Ministerpräsidenten würden sich am Sonntag mit der Bundeskanzlerin über diese Fragen abstimmen.

Unterdessen hat Ministerpräsident Markus Söder eine Ausgangsbeschränkung für Bayern verhängt.

21.22 Uhr: Bochum, Donnerstagabend 21 Uhr: Aus vielen Fenstern ist „Bochum“ zu hören - die Hymne von Herbert Grönemeyer auf seine Heimatstadt. Zahlreiche Menschen waren dem Aufruf zu einer Solidaritätsaktion in der Corona-Krise gefolgt, der über die sozialen Netzwerke verbreitet worden war, und spielten über ihre Lautsprecher das Lied. In den Aufrufen hieß es etwa: „Lasst uns ein Zeichen setzen für die, die nicht zuhause bleiben können in dieser für alle schwierigen Zeit.“

In den vergangenen Tagen hatte es ähnliche Aktionen in zahlreichen Städten gegeben. Menschen klatschten an ihren Fenstern für Helferinnen und Helfer. Videos davon teilten sie in den sozialen Medien. Wer als Erster in Deutschland dazu aufgerufen hat, ist nicht bekannt.

17.53 Uhr: Die Bundeskanzlerin mahnte zuletzt eindringlich, auf soziale Kontakte zu verzichten. Einige Menschen scheinen sich daran jedoch keineswegs zu halten - vermehrt sind es Jugendliche. Das resistente Verhalten der jungen Generation stößt nun auch einen Bürgermeister im Corona-Krisengebiet NRW negativ auf.

Der Hertener Bürgermeister Fred Toplak knöpfte sich am Mittwoch eine Gruppe von 50 bis 70 Jugendlichen vor, die sich auf einem alten Zechengelände versammelten und dort beispielsweise Shisha rauchten.

Toplak erklärt gegenüber bild.de: „Ich bin auf dem Heimweg vorbeigefahren und habe ihnen erklärt, warum solche Versammlungen in diesen Tagen so gefährlich sind. Ich hatte aber nicht den Eindruck, dass meine Worte bei ihnen ankamen“ Man würde doch nur friedlich zusammensitzen.

Später am Abend rückte der Bürgermeister dann mit der Polizei im Gepäck an - und erteilte Platzverbote an alle beteiligten Jugendlichen: „Es ist richtig, solche Treffen zu melden. Wir müssen dagegen einschreiten und können so etwas nicht dulden.“

16.33 Uhr: NRW ist weiterhin stark vom Coronavirus betroffen. Um Covid-19 einzudämmen, gibt es nun weitere Restriktionen. In Bonn dürfen Väter nicht mehr bei der Geburt dabei sein. In München kommt es währenddessen zu wilden Szenen im Kampf um Test-Stationen, wie tz.de* berichtet.

13.08 Uhr: Die nordrhein-westfälische Landesregierung will 25 Milliarden Euro Wirtschaftshilfe bereitstellen, um die Folgen der Corona-Krise abzufedern und Arbeitsplätze zu sichern. Das hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag in einem Spitzengespräch mit Wirtschaftsvertretern zugesagt.

Das Sondervermögen entspricht rund einem Drittel des bisherigen Landeshaushalts und soll bereits in der nächsten Landtagssitzung verabschiedet werden. Laschet sprach vom „größten Hilfsprogramm für Nordrhein-Westfalen seit Bestehen unseres Landes“. Auch in Bayern wird Hilfe bereitgestellt - hier sind es zehn Milliarden Euro.

Corona-Hochburg NRW: Köln droht Ausgangssperre - OB Reker entsetzt: „Ich befürchte ...“

10.49 Uhr: In Nordrhein-Westfalen ist die Corona-Situation weiterhin bedrohlich. Jetzt hat sich Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker zu Wort gemeldet - aus der Quarantäne, weil sie Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte.

Am Donnerstagvormittag war sie per Videoanruf beim Nachrichtensender n-tv zu sehen. Dabei sagte sie: „Mir geht’s gut, ich arbeite von zuhause.“ Sie machte klar, dass die Situation sehr dynamisch sei und die Zahl der Infizierten schnell steige. Am Mittwoch „war herrliches Wetter hier, es waren viele Leute in der Stadt“.

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Liebe Kölnerinnen und Kölner, ich habe mich gestern Abend für einige Zeit in häusliche Quarantäne begeben. Ich hatte Kontakt zu einer positiv auf COVID-19 getesteten Person, was ich seit gestern Abend weiß. Die strikten Regelungen gelten selbstverständlich auch für mich. Da ich aber keinerlei Symptome zeige, werde ich meine Amtsgeschäfte wie bisher, allerdings von zuhause aus weiterführen. Viele von uns werden sich infizieren. Darum arbeiten wir mit Hochdruck für die Kölnerinnen und Kölner, rund um die Uhr. Wir ergreifen alle Maßnahmen, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren damit die Anzahl der Intensivbetten ausreicht. Das bedeutet große Einschränkungen im Alltag - für alle. In dieser ernsten Lage brauchen wir Solidarität und Zusammenhalt: Wir werden die Krise gemeinsam meistern, wenn die Kölnerinnen und Kölner verantwortlich füreinander handeln. #covid19 #corona #köln #zusammenhalt #solidarität

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Polizei und Ordnungsamt seien eingeschritten, häufig gab es Verständnis. Aber: „Manchmal auch pure Unvernunft. Ich bin entsetzt darüber, dass manche die Ernsthaftigkeit noch nicht erkannt haben“, so Reker.

Während in Bayern über eine Ausgangssperre diskutiert wird, will auch die Kölner Oberbürgermeisterin dieses Szenario nicht mehr ausschließen. „Ich befürchte auch, dass den Behörden nichts anderes übrig bleiben wird, wenn die Quote so ansteigt, wie im Moment.“ Diese Entscheidung werde dann allerdings von der Landesregierung getroffen. Rekers Appell: „Es kommt auf jeden Einzelnen an.“

Video: Corona-Krise - So vermeiden Sie Lagerkoller

Corona-Hochburg NRW: Aldi will Regierung nicht folgen - drei weitere Tote

Update vom 19. März 2020, 9.22 Uhr: Die Zahl der Todesfälle in Deutschland nimmt weiter zu. Wie das Gesundheitsamt im Kreis Heinsberg nun berichtet, seien drei weitere Menschen an den Folgen der Viruserkrankung gestorben. Bei den Todesopfern handelt es sich demnach um eine Frau und zwei Männer, alle drei zwischen 83 und 87 Jahren alt. Alle drei Personen seien durch Vorerkrankungen vorbelastet gewesen.

Update um 15.27 Uhr: Allein in Nordrhein-Westfalen sind mittlerweile mehr als 3800 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Zwölf Menschen starben bislang an der Erkrankung. Wie auch in anderen Bundesländern wird das öffentliche Leben in NRW zumindest teilweise eingeschränkt. Es gibt aber auch Erweiterungen: So dürfen Lebensmittelgeschäfte nun auch an Sonntagen zwischen 13 und 18 Uhr öffnen. Allerdings wollen die großen Supermarkt-Ketten offenbar keinen Gebrauch von dieser neuen Möglichkeit machen. Das berichtet wa.de*. Auf Anfrage der dortigen Redaktion sprachen sich Netto, Rewe, Aldi, Kaufland und Edeka demnach gegen eine Öffnung an Sonn- und Feiertagen aus. 

Die Supermarkt-Ketten berufen sich bei ihrem Beschluss darauf, dass auch ohne die zusätzlichen Öffnungszeiten einestabile Warenversorgung gewährleistet sei. Deshalb sei eine Öffnung an Sonn- und Feiertagen nicht notwendig. 

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Corona-Standpauke: NRW-Minister nimmt kein Blatt mehr vor den Mund - und droht Egoisten

Update um 12.27 Uhr: „Ego zurücknehmen, Disziplin und dann haben wir eine gute Chance, bald wieder zum Normalzustand zurückzukommen“, sagte Familien- und Jugendminister Stamp zum Ende seiner Erklärung bei der Pressekonferenz. Zuvor betonte er außerdem, dass die Bevölkerung jetzt alles tun müsse,  um die Infektionsketten zu unterbrechen. Das sei das Gebot der Stunde. 

„Wir haben alle die Verantwortung, jede Form von Sozialkontakten, die nicht unbedingt nötig sind, möglichst gering zu halten“, sagte Stamp. „Die Kinder müssen von den eigenen Eltern zu Hause betreut werden“, betonte Stamp erneut. Es seien außerdem bereits alle Spiel- und Bolzplätze in ganz NRW gesperrt worden. Ordnungspersonal habe das Recht, dort Bußgelder zu verhängen. „Das es so etwas wie Corona-Partys gibt, das ist unverantwortlich“, kritisierte Stamp scharf. Er regte sich über Jugendliche auf, die sich in Gruppen verabredeten „und sich am besten noch Bierflaschen teilen“. Weiter kündigte Stamp an, dass wenn es nicht zu einer Verhaltensänderung kommt, weitere Maßnahmen ergriffen werden würden. 

NRW-Minister Stamp appelliert bei der Konferenz zudem explizit an alle älteren Menschen, auf soziale Kontakte bewusst zu verzichten. „Ich möchte der älteren Bevölkerung nochmal vermitteln, dass es keine sozialen Kontakte geben soll, denn sie sind die gefährdete Gruppe“, sagte er. Weiter betonte er, es gehe dabei nicht nur um die eigene Person, sondern darum, die Fallzahlen und die Ausbreitung möglichst gering zu halten. 

Wer die „Corona-Standpauke“ von Familienminister Stamp im Detail nachlesen möchte, kann das ebenfalls bei Merkur.de*.

NRW-Minister Stamp in der Corona-Krise: Appell an alle Arbeitgeber

Update um 12.18 Uhr: Nun spricht Familienminister Dr. Joachim Stamp: Er richtet einen Appell an alle Arbeitgeber, großzügig zu sein und Modelle zu entwickeln, die es Arbeitnehmern ermöglichen, ihre Kinder zu Hause zu betreuen. „Gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden haben wir beschlossen, dass die Kitas vollständig weiterfinanziert werden, unabhängig ob und wie viele Kinder dort betreut werden“, kündigte Stamp an. Er denke, dass sei ein ganz wichtiges Signal für alle, die dort tätig sind. Damit verbunden sei der Appell an alle Eltern, die Kinder auf keinen Fall von Großeltern oder Personen mit Vorerkrankungen betreuen zu lassen. 

Update um 12.15 Uhr: „Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt eine weitere Mail an die Schulen versandt“, sagte Gebauer. „In dieser Mail geht es vor allem um die Berufskollegs.“ Praktika im Zusammenhang mit den Berufskollegs seien derzeit weitgehend nicht mehr zu absolvieren. In Nordrhein-Westfalen gebe es fast 400 berufliche Schulen. Die Schüler in den Klassen des dualen Systems sollen ihre Ausbildung in den Betrieben fortsetzen, solange der Schulbetrieb ruht. Zur Sicherung der schulischen Ausbildung sollten die Berufskollegs vorhandene Infrastrukturen nutzen, um den Auszubildenden beispielsweise Aufgaben zukommen zu lassen.

Coronavirus in NRW: Ministerin spricht über Abiturprüfungen - mit Seitenhieb gegen Bayern

Zum Schluss ihrer Erklärung sprach Gebauer die Verschiebung der Abiturprüfungen in Bayern an.  „Auch das LandNordrhein-Westfalen hat vergleichbare Planungen getätigt“, betonte sie. Den gleichen Schritt will NRW momentan aber noch nicht gehen. „Wir werden das dann in Abstimmung mit der Ländergemeinschaft beraten“, sagte Gebauer und deutete damit wohl auch an, dass die Entscheidung Bayerns im Alleingang vielleicht nicht die beste Vorgehensweise war. „Wir werden in unsere Abstimmungen auch die Verbände miteinbeziehen“, betonte sie weiter. 

Update um 12.11 Uhr: Nun spricht Bildungsministerin Yvonne Gebauer und bedankt sich bei Schulleitern und Lehrern, die den Übergang zum Heimbetrieb an den Schulen organisiert haben. In ihrem Bereich habe es zwei Ziele gegeben: Die Infektionsketten zu verringern und das Betreuungsangebot für Kinder von Beschäftigten in systemrelevanten Berufen zu erhalten. Beides sei dem Bundesland gelungen. 

Update um 12.06 Uhr: Nun findet eine Pressekonferenz zur aktuellen Coronavirus-Lage in NRW statt. „Wir werden alles tun, dass unsere Krankenhäuser ungestört arbeiten können“, betont Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Gestern habe das Kabinett beschlossen, dass 150 Millionen Euro unter anderem für die Krankenhäuser in NRW zur Verfügung gestellt werden. Alle Krankenhäuser müssten in den nächsten Tagen melden, wie viele Beatmungsplätze sie zur Verfügung hätten. Das Bundesland wolle alles unternehmen, um möglichst viele Beatmungsplätze einzurichten.

Coronavirus in NRW - Kölner zeigen Solidarität mit Helfern - und ernten dafür auch Kritik

Update um 11.33 Uhr: Inmitten der Coronavirus-Krise zeigten sich zahlreiche Kölner am Dienstagabend solidarisch mit allen Helfern, deren Einsatz durch die Pandemie derzeit massiv gefordert ist. Um Punkt 21 Uhr sind viele Menschen in Köln hinaus auf ihre Balkone gegangen und haben sich mit Applaus und Jubelrufen bei Ärzten, Pflegern, Supermarktmitarbeitern, anderen Beschäftigten sogenannter systemkritischer Berufe und freiwilligen Helfern bedankt

Vorbilder für die bewegende Geste in Köln sind ähnliche Aktionen in Italien und Spanien. Zuvor riefen in sozialen Netzwerken wie Instagram oder Twitter mehrere Kölner dazu auf, um 21 Uhr abends auf den Balkon zu gehen oder sich ans heimische Fenster zu stellen und zu applaudieren. Einige Menschen, beispielsweise in den Stadtteilen Mülheim und dem Volksgarten-Viertel, folgten diesem Aufruf, berichtet die Online-Ausgabe der Rheinischen Post

„Lasst uns mit einer Geste zusammenhalten und unseren Ärzten, Sanitätern, Krankenpflegern und all den Helden, die gerade jetzt für unsere Gesundheit und für unsere Sicherheit sorgen, am Dienstag um 21 Uhr mit einem Applaus nach spanischen Vorbild danken.“ So steht es in einem der Posts, die derzeit auf WhatsApp, Facebook und Twitter die Runde machen und tausendfach geliked und weitergeleitet wird.

Coronavirus in NRW - Applaus und Jubel in Köln kommen nicht bei allen gut an

Aber nicht bei allen kommt die Aktion in Köln gut an. Es gab auch kritische Kommentare einiger Internet-Nutzer. „Alle die arbeiten und dieses Land am Laufen halten, wollen vielleicht auch mal Ruhe“, schrieb ein User. Ein anderer kritisiert, dass trotz dieser Aktion am Nachmittag offenbar noch zahlreiche Kölner in den Parks gesessen und nicht zur Eindämmung des Coronavirus beigetragen haben. „Gleichzeitig sind Stadtwald und Aachener Weiher komplett voll heute Nachmittag. Ich habe noch keine Unterschiede in Köln gesehen. Hat jemand?!“, fragt er. 

Update vom 18. März, 7.55 Uhr: Bei einer Pressekonferenz am Dienstag richtete Armin Laschet bereits eindringliche Worte an die Bevölkerung. Gegenüber dem ZDF erklärte der Ministerpräsident am Abend, dass er auch eine Ausgangssperre für die Zukunft nicht ausschließen könne. „Die Frage ist: Würde es in dieser Situation jetzt helfen?“, verdeutlichte Laschet, dass eine Ausgangssperre nun noch nicht angebracht sei. Indem jeder zu Hause bleibe, könne diese drastische Maßnahme auch vorerst verhindert werden. 

Ab Mittwoch sollen dann bereits alle Geschäfte in NRW geschlossen bleiben. Ausnahmen sind Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Poststellen und andere lebensnotwendige Einrichtungen. 

Coronavirus in NRW - Laschet: „Dramatische Lage“ - Chaos um Spielplatz-Regelung

Update vom 17. März, 17.27 Uhr: Angesichts der äußerst kritischen Coronavirus-Situation in Nordrhein-Westfalen richtet Ministerpräsident Armin Laschet bei der Pressekonferenz am Dienstagnachmittag deutliche Worte an die Bevölkerung. Die Lage im bevölkerungsreichsten Bundesland sein „nicht nur dynamisch, sondern dramatisch“, sagte er. Es sei eine „schwere Krise für Gesundheit, Wohlstand und den Zusammenhalt in unserem Land“. Sein eindringlicher Appell an die Bürger lautet: „Bleiben Sie zu Hause.“ Nur so helfe man, das Virus einzudämmen. Damit dies gelingt, sollen in NRW nun auch Restaurants schon um 15 Uhr schließen, kündigte Laschet an. 

Update um 13.56 Uhr: Auf Nachfrage eines Journalisten, ob Familienminister Stamp ein Szenario wie in Italien oder Spanien für wahrscheinlich hält, sollten sich die Menschen nicht an die bestehenden Einschränkungen halten, antwortete der Familienminister: „Wenn erkennbar ist, dass man sich nicht an die Spielregeln hält, müssen weitere Maßnahmen folgen.“ Jeder müsse nun erst einmal sein eigenes Ego zurückstellen. 

Laschet ergänzte: „Ich hätte mir schon jetzt mehr europäische Abstimmung gewünscht. Wir stehen bereit, sobald die Bundesregierung die Lage anders bewertet, zu handeln.“ Damit bezieht sich Laschet wohl auf Ausgangssperren, die auch in Deutschland noch verhängt werden könnten. Dieser Zeitpunkt sei aber jetzt noch nicht gekommen. Ein Bundesland könne das nicht alleine entscheiden, betonte Laschet.

Sorge gibt es unterdessen um Laschets Konkurrenten um den Vorsitz der CDU, Friedrich Merz. Der Politiker hat sich mit dem Coronavirus infiziert.

Coronavirus in NRW: Laumann berichtet, dass sich Infizierten-Zahl in nur vier Tagen verdoppelt habe

Update um 13.48 Uhr: Nun spricht NRWs Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Er berichtet, dass bis gestern 2744 Corona-Infizierte in NRW registriert wurden, am Dienstag um 10 Uhr waren es nun schon bereits 3060 Infizierte. Die CoVid-19-Infizierten hätten sich damit innerhalb der letzten vier Tage in NRW verdoppelt. Zudem gibt es aktuell 12 Todesfälle in dem Bundesland. Nach Gesundheitsminister Laumann spricht nun Familienminister Dr. Joachim Stamp (FDP). Er berichtete, dass entgegen vorheriger Informationen auch Spielplätze in NRW nun geschlossen sind, weil Eltern sich nicht an die Empfehlung halten, dass die Kinder nicht miteinander spielen. 

Zudem richtet er einen eindringlichen Appell an die Bevölkerung, sich an die bereits geltenden Maßnahmen und Einschränkungen zu halten. Damit meint der Minister, soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren und sich so wenig wie möglich draußen aufzuhalten. 

Update um 13.36 Uhr: Aktuell gibt NRW-Ministerpräsident Armin Laschet eine öffentliche Erklärung und wählt dabei drastische Worte, um die derzeitige Lage zu beschreiben. „DieEntwicklung der Infektionen in NRW ist dramatisch. Wir befinden uns in einer schweren Krise“, betonte er. Die Landesregierung würde derzeit Tag und Nacht daran arbeiten, die Corona-Pandemie einzudämmen. „Wir werden das nur gemeinsam schaffen, dass Virus zu bekämpfen“, prognostizierte er. „Wenn jetzt alle mitmachen und helfen, Menschenleben zu retten. Es geht um Leben und Tod.“

Coronavirus in NRW: Gesundheitsminister Laumann hält Ausgangssperren derzeit nicht für erforderlich

Update vom 17. März, 10.54 Uhr: Spielplätze sollen in Nordrhein-Westfalen entgegen der Empfehlungen der Bundesregierung derzeit nicht geschlossen werden. „Das werden wir in Nordrhein-Westfalen nicht machen“, bekräftigte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag im Deutschlandfunk. „Wir werden in Nordrhein-Westfalen die Spielplätze nicht schließen.“ Als Begründung nannte Laumann die Lage von Familien mit Kindern in kleinen Stadtwohnungen in Ballungsgebieten wie beispielsweise Köln. „Wenn Sie sich die Lebenssituation einer Familie in einer kleinen Wohnung vorstellen, einer Alleinerziehenden - ich glaube, dass Eltern schon dafür sorgen können, dass ein Kind mal eine Stunde auf dem Spielplatz ist, ohne dass die Sozialkontakte so sind, dass wir uns da große Sorgen machen.“

Und auch Ausgangssperren hält der NRW-Gesundheitsminister trotz der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus aus jetziger Sicht nicht für erforderlich. „Ich hoffe, dass wir sie nicht brauchen“, sagte Laumann. Dies gelte allerdings nur dann, wenn die bisher beschlossenen Schutzmaßnahmen eingehalten würden. Wenn sich die Menschen jetzt an das halten würden, was von ihnen verlangt werde - nämlich das öffentliche Leben mit Ausnahme davon, dass man zur Arbeit geht - weitestgehend einzuschränken, glaubt Laumann, dass sein Bundesland um Ausgangssperren „herumkommen“ werde. Die Menschen müssten dafür verstehen, „dass wir eine ernste Situation haben und wir alle auf unsere sozialen Kontakte verzichten müssen“. Die bereits geltenden Einschränkungen für das öffentliche Leben wertete Laumann mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus als gerechtfertigt. „Es sind Einschnitte, aber es sind keine Einschnitte, die nicht erträglich sind“, sagte der CDU-Politiker.

Coronavirus in NRW: Diebe klauen 50.000 Atemschutzmasken aus Kölner Klinik

Update vom 16. März 2020, 19.15 Uhr: Diebe haben aus dem Logistikzentrum der Kölner Kliniken knapp 50.000 Atemschutzmasken gestohlen. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Diebstahl im Stadtteil Mülheim am Montagmorgen von einer Mitarbeiterin bemerkt. 

Der Krisenstab der Stadt hat nun angeordnet, in allen Kölner Krankenhäusern Bestände der wegen des Coronavirus dringend benötigten Schutzausrüstung zu überprüfen und noch besser gegen Diebstahl zu schützen. Einen Engpass aufgrund des Diebstahls soll es in den Kliniken jedoch nicht geben. Dies sagte eine Sprecherin der Kliniken gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. 

Heinsberg/Düsseldorf - Das Coronavirus breitet sich in Deutschland aus, besonders kritisch ist die Lage allerdings in Nordrhein-Westfalen. Dort ist die Zahl der Corona-Todesfälle in Nacht zum Montag auf insgesamt acht gestiegen. Nach den sechs bis Sonntagabend bekannten Fällen sind im Kreis Heinsberg zwei weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben

Coronavirus in NRW: Zwei weitere Menschen in der Nacht zum Montag gestorben

Wie am Montag bekannt wurde, ist eine 94-jährige Heinsbergerin mit Vorerkrankungen an einer Lungenentzündung im Krankenhaus in Heinsberg gestorben. Zudem verstarb eine 81-jährige Patientin aus Heinsberg im Krankenhaus Erkelenz ebenfalls an einer Lungenentzündung durch eine Coronavirus-Infektion. „Sie war ebenfalls durch Vorerkrankungen bereits gesundheitlich belastet“, hieß es. 

Damit sind allein im Kreis Heinsberg derzeit insgesamt sechs Corona-Tote zu beklagen. Zudem starb in Essen und in Düsseldorf jeweils eine infizierte Person. Ihren Ursprung hatten viele der Corona-Infektionen im Kreis Heinsberg bei einer Faschingssitzung genommen. An der Veranstaltung nahm ein Ehepaar teil, das sich später als Virusträger herausstellte und bei der Sitzung einige andere Menschen infizierte. Nähere Informationen zum Beginn der Corona-Verbreitung in Heinsberg erhalten Sie im folgenden Video.

Mittlerweile hat auch die nordrhein-westfälische CDU Konsequenzen gezogen. Den Parteitag mit geplanten Vorstandswahlen am 9. Mai sagte der Landesverband ab. Das teilte eine Sprecherin am Montag nach einer einstimmigen Entscheidung des geschäftsführenden Landesvorstandes in Düsseldorf mit. Ein neuer Termin für den Landesparteitag stehe aktuell noch nicht fest. Vor zwei Jahren war Armin Laschet mit 96,3 Prozent als Parteivorsitzender bestätigt worden. Auch die SPD und die FDP hatten ihre Landesparteitage bereits wegen der Coronavirus-Krise abgesagt.

Übrigens: Wie Sie sich vor dem Coronavirus schützen können und welche Symptome mit der neuartigen Lungenerkrankung einhergehen, lesen Sie ebenfalls bei Merkur.de*. Bayern hat derweil als erstes Bundesland eine Ausgangsbeschränkung verhängt.

Coronavirus in NRW: Landes- und auch Bundes-CDU sagen geplante Sonderparteitage ab

Ebenfalls abgesagt wurde bereits der für den 25. April geplante Sonderparteitag der Bundes-CDU in Berlin. Dort wollte sich NRW-Ministerpräsident Laschet als neuer Bundesparteichef und Nachfolger von Annegret Kramp-Karrenbauer zur Wahl stellen. Am Sonderparteitag wird es zu einer Kampfkandidatur kommen - denn auch Außenpolitiker Norbert Röttgen und der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz wollen antreten. Laschet hat bislang noch nicht öffentlich mitgeteilt, ob er auch wieder für den Posten des Landesvorsitzenden kandidieren wird. Gemeinsam mit der Bundes-CDU ergriff auf die Regierung, bestehend aus CDU/CSU und SPD bereits weitreichende Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus* zu verhindern. Am Montagabend gab Kanzlerin Angela Merkel dazu auch eine PressekonferenzAngela Merkel begibt sich selbst in Quarantäne. Die Bundeskanzlerin hatte Kontakt zu einem positiv getesteten Arzt. Bei „Anne Will“ werden am Sonntag die jüngsten Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus diskutiert. Der Talk birgt Konfliktpotenzial.

*Merkur.de und wa.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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Rubriklistenbild: © dpa / Roland Weihrauch

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