Interview im Video

Das macht dem Münchner Comedian Simon Pearce auf dem Oktoberfest Angst

Der Münchner Comedian Simon Pearce liebt München und mag das Oktoberfest. Aber eine Sache macht ihm auf der Wiesn Angst: die Gewalt. 

München - Der Münchner Schauspieler und Comedian Simon Pearce hat tz.de 2017 ein Interview gegeben, in dem er auch über das Oktoberfest sprach. Auf die Frage, ob er eigentlich zu den Münchnern gehört, die behaupten „Früher war die Wiesn schöner“, antwortete der 37-Jährige: „Das sagen viele Nostalgiker. Das ist aber auch manchmal ein bisschen altklug. Als ich wirklich aktiv auf die Wiesn gegangen bin, ging das ja schon los, dass das in wurde. Deswegen sind wir auch gegangen.“ Es sei früher weniger los gewesen. Heute sei es sehr überlaufen. „Aber das ist halt so. Alles ist überlaufen. Mich stört das nicht.“ Er sei immer noch gern auf der Wiesn. „Ich gehe halt nicht am Wochenende. Es gibt ja Leute wie den Harry G (Anmerkung der Redaktion: Harry G ist ein Münchner Comedian) zum Beispiel, der mit Fleiß am Wochenende geht. Ich mache das nicht, wenn's überfüllt ist, aber dann gehe ich halt am Montagnachmittag, ist mir wurscht.“

Das macht dem Münchner Comedian Simon Pearce auf dem Oktoberfest Angst

Doch es gibt eine Sache, die Pearce auf dem Oktoberfest Angst macht: die Gewalt. „Früher hat jemand einem aufs Maul gehauen. Und da war nicht mehr. Heute wird auf Menschen eingeprügelt, bis sich nichts mehr regt.“ Er habe eh nie gekämpft, sei viel zu schwach dafür. Doch ihm sei aufgefallen, dass im Kampf der „Ehrenkodex“ verloren gegangen sei: „Streiterei, kriegst a Fotzn (Bairisch für Ohrfeige) und dann war's das – das gibt es nicht mehr. Auf der Wiesn hauen die Leute mit Masskrügen auf sich ein, bis alles zu spät ist. Und das macht mir tatsächlich Angst. Diese Unberechenbarkeit.“ Er versuche aber, seine Angst zu unterdrücken, „weil Angst kein gutes Mittel ist, um glücklich zu leben.“ Lesen Sie das ganze tz.de*-Interview mit Simon Pearce. Wenn Sie an Simon Pearce interessiert sind, wird Sie auch sein viel beachteter Gastbeitrag interessieren, den er 2015 für tz.de* geschrieben hat: „An alle Münchner, die glauben, in einer toleranten Stadt zu leben“

*tz.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

sah

Rubriklistenbild: © Christian Engel

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