Mutter bedankt sich bei „Spiderman“

Kind droht in den Tod zu stürzen - Vater kann nicht helfen, weil er Pokemon sucht

Der Mann kletterte über mehrere Balkons nach oben und rettete den Jungen vom Balkon.
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Der Mann kletterte über mehrere Balkons nach oben und rettete den Jungen vom Balkon.

Ein Kind drohte von einem Balkon zu stürzen, als der Vater des Vierjährigen nicht Zuhause war. Die Mutter dankt seinem Retter. Jetzt ist klar, was ihr Mann währenddessen getan hat.

Paris - In einer spektakulären Kletteraktion rettete ein Flüchtling aus Mali einen kleinen Jungen in Paris vor dem möglichen Tod - die Mutter des Kindes hat sich nun bei dem Mann bedankt. "Wir können ihm nur unseren Dank aussprechen. Zum Glück hat er so schnell reagiert", sagte die Mutter des Vierjährigen dem Radiosender Antenne Réunion.

Die versprochene Einbürgerung des Retters Mamoudou Gassama wurde am Dienstag auf den Weg gebracht.

Mutter hat Video im Internet gesehen

Die Mutter, deren Name nicht bekannt ist, lebt auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean, einem französischen Überseegebiet. Die Polizei habe sie telefonisch über den Vorfall in Kenntnis gesetzt, sagte die Frau am Montagabend dem Radiosender.

"Dann habe ich das Video im Internet gesehen. Aber ich hätte es mir nicht anschauen sollen", sagte sie über den Clip, in dem ihr Sohn an einer Brüstung im vierten Stock eines Pariser Wohnhauses hängend zu sehen ist. Das millionenfach im Internet geklickte Video zeigt, wie der 22-jährige Malier in Windeseile an der Hausfassade von Balkon zu Balkon hochklettert und den kleinen Jungen zurück auf den Balkon zieht.

Vater spielt „Pokemon Go“

In dem Haus wohnt das Kind mit seinem Vater. Dieser war zum Zeitpunkt des Unglücks nicht zuhause, wie es von Seiten der Ermittler hieß. Demnach ließ der Mann das Kind alleine in der Wohnung, um einkaufen zu gehen, und spielte danach im Freien das Smartphone-Spiel "Pokemon Go".

Emmanuel Macron sagt Retter Einbürgerung zu

Der Malier Gassama wurde nicht nur als "Held von Paris" und "Spiderman" bekannt - er erhielt nach seiner Hilfsaktion auch Anerkennung von höchster Stelle: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte dem illegal Eingewanderten bei einem Empfang im Elysée-Palast die Einbürgerung zu.

Als erster Schritt wurde nun nach Behördenangaben der Antrag auf eine Aufenthaltsgenehmigung auf den Weg gebracht. Innerhalb von drei Monaten soll Gassama französischer Staatsbürger werden. Zudem unterschrieb der Flüchtling einen Zehn-Monats-Vertrag bei der Pariser Feuerwehr.

AFP

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