Lage entspannt sich

Städte am Rhein erwarten Rückgang des Hochwassers

Sehr viel mehr wird es zum Glück nicht: Der Rhein - hier bei Zons in Nordrhein-Westfalen - hat seinen Höchststand erreicht. Foto: Federico Gambarini
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Sehr viel mehr wird es zum Glück nicht: Der Rhein - hier bei Zons in Nordrhein-Westfalen - hat seinen Höchststand erreicht. Foto: Federico Gambarini
Ein Wegweiser am Rheinufer von Oestrich-Winkel (Hessen) ist fast vollständig im Hochwasser versunken. Foto: Arne Dedert
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Ein Wegweiser am Rheinufer von Oestrich-Winkel (Hessen) ist fast vollständig im Hochwasser versunken. Foto: Arne Dedert
Vom Hochwasser umspült steht in Köln eine Bank. Foto: Federico Gambarini
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Vom Hochwasser umspült steht in Köln eine Bank. Foto: Federico Gambarini
In Cochem an der Mosel kommt man auf Brücken trocken durch die Altstadt. Foto: Thomas Frey
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In Cochem an der Mosel kommt man auf Brücken trocken durch die Altstadt. Foto: Thomas Frey
Heute sollen die Pegelstände auch an Ober- und Mittelrhein zurückgehen. Foto: Andreas Arnold
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Heute sollen die Pegelstände auch an Ober- und Mittelrhein zurückgehen. Foto: Andreas Arnold
Graugänse schwimmen in Niedersachsen auf einer von der Leine überfluteten Wiese. Foto: Holger Hollemann
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Graugänse schwimmen in Niedersachsen auf einer von der Leine überfluteten Wiese. Foto: Holger Hollemann
In Köln ist das Flussbett des Rheins besonders eng. Foto: Federico Gambarini
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In Köln ist das Flussbett des Rheins besonders eng. Foto: Federico Gambarini

Nach Tagen mit steigenden Pegelständen wird sich das Hochwasser nun zurückziehen, erwarten Fachleute. Auf den überfluteten Flächen ist dann Aufräumen angesagt.

Köln/Mainz (dpa) - Überschwemmte Uferstraßen, Landungsstege und Felder - und doch vorsichtiges Aufatmen: Das Hochwasser des Rheins hat zu Wochenbeginn seinen Höhepunkt erreicht. In Köln wurden am Montagnachmittag 8,78 Meter gemessen.

"Wir können sagen, dass der Wasserstand jetzt stagniert", sagte eine Sprecherin der Stadtentwässerungsbetriebe. Nun werde damit gerechnet, dass sich das Wasser langsam wieder zurückziehe. Auch in anderen Städten am Rhein wurde mit einer nahen Trendwende gerechnet.

In Düsseldorf sah man dem Scheitelpunkt in der Nacht zu Dienstag entgegen, erwartet wurden nach Angaben eines Sprechers rund 8,40 Meter. Ein weiteres Nachrüsten im großen Umfang war zunächst nicht mehr nötig. "Die Arbeiten beschränken sich darauf, dass man immer wieder die Deiche kontrolliert und schaut, ob alles in Ordnung ist", sagte der Sprecher. "Wir warten darauf, dass das Wasser zurückgeht."

Gefährlich wurde das Wasser auch für Tiere auf Rhein-Inseln. Am Wochenende habe man nach einem Notruf drei Kaninchen vor dem Ertrinken retten müssen, sagte eine Sprecherin von "Tiernotruf.de". "Von der Insel war schon nichts mehr übrig." Man sei mit einem Schlauchboot zur Hilfe gekommen. Darüber hatte "Bild" berichtet.

Aufatmen auch an der Mosel: In der Nacht zum Montag fiel der Pegelstand in Trier unter die Acht-Meter-Marke, wie das zuständige Hochwassermeldezentrum mitteilte. "Und wir gehen davon aus, dass sich der Trend weiter fortsetzen wird", sagte ein Sprecher. Am Dienstag könnte der Pegelstand in Trier bereits unter sieben Metern liegen: "Dann wird voraussichtlich auch die Schifffahrt wieder möglich sein." Alle anderen Pegelstände an der Mosel fielen am Montag ebenfalls.

In den hessischen Hochwassergebieten entspannte sich die Situation ebenso. Vor allem am Main und an der Lahn bei Gießen sanken die Pegelstände. Auch am Rhein ging der Wasserstand stellenweise zurück, nachdem in der Nacht zum Montag im Rheingau noch ein Höchststand von rund fünf Metern gemessen worden war.

Mit dem Scheitel des Hochwassers war auch ein Ende der umfangreichen Fahrverbote in Sicht. Die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt des Bundes rechnete damit, dass schrittweise alle Sperren auf dem Rhein aufgehoben werden. Allerdings könnte es noch weiterhin Einschränkungen wie das Fahren mit reduzierter Geschwindigkeit geben.

Fachleute erwarten nun, dass nach dem tagelangen Hochwasser am Rhein auch das Grundwasser langsam steigen wird - wie weit, war zunächst nicht abzuschätzen. Die Feuerwehr in Köln teilte mit, im Ernstfall vorbereitet zu sein, um bei volllaufenden Kellern zu helfen. Bislang gebe es aber keine Probleme.

Entwarnung gaben auch die Wetterexperten: Die für Mitte der Woche erwarteten Schauer sorgen voraussichtlich für keine neuen Überflutungen. "Wir erwarten keine großen Mengen an Regen", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes. Sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch fielen im Süden und Südwesten Deutschlands innerhalb von 24 Stunden lediglich ein bis fünf Liter Regen pro Quadratmeter - das habe keinen großen Effekt, sagte der Wetterkundler.

Pegelstände Niederrhein

Wasserstände Köln

Lanuv-Wasserpegel

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