Ab in die Zukunft

Physiker sind sich einig: Zeitreisen sind möglich - zumindest in eine Richtung

Wurmloch im Weltall
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Ein amerikanischer Profess glaubt, dass Zeitreisen durch sogenannte Wurmlöcher möglich sind.

Zeitreisen sind möglich. Sogar auf zwei verschiedene Arten. Das zumindest glaubt Brian Greene, Physik-Professor an der renommierten Columbia-Universität in New York. Auf dem „World Science Festival“ hat er erklärt, wie Trips durch die Zeit funktionieren könnten.

New York - Brian Greene ist Professor für Physik und Mathematik an der Columbia University. Auf dem von ihm mitbegründeten „World Science Festival“ brachte der 58-jährige Amerikaner in einem Vortrag seine Zuhörer auf den neuesten wissenschaftlichen Stand über Bewegungen durch die Zeit. Die diesbezüglich populärste Frage, ob denn Zeitreisen möglich seien, beantwortet Greene mit einem klaren Ja.

Laut Greene gibt es genau zwei Möglichkeiten, durch die Zeit zu reisen, die sich fundamental voneinander unterscheiden. Die Reise in die Zukunft ist eine davon und diejenige, die laut Überzeugung zahlreicher Wissenschaftler auch tatsächlich durchführbar sein soll. Schon vor über 100 Jahren habe Albert Einstein der Menschheit gezeigt, wie das Zeitreisen funktioniert, referiert Professor Greene und wundert sich, dass die Menschen so gut wie nichts darüber wissen.

Reisen in die Zukunft? Definitv möglich.

Nach Einsteins Darstellung läuft die Sache wie folgt ab: Eine Person begibt sich in den Weltraum und bewegt sich dort beinahe in Lichtgeschwindigkeit fort, dreht um und kehrt auf die Erde zurück, wobei die Uhr der Person nun langsamer ticken würde. Damit wäre die Person in die Zukunft auf der Erde gereist.

Darüber hinaus zeigte Einstein, dass der Aufenthalt in der Nähe einer starken Gravitationsquelle, zum Beispiel eines Schwarzen Lochs*, und die Annäherung an den Rand dieses Objektes dazu führen würde, dass sich die Zeit für diese Person im Vergleich zu allen anderen stark verlangsamen würde. Zurück auf der Erde wäre es dann ebenfalls wieder eine Visite in der Zukunft.

Laut Greene würden viele Wissenschaftler, die mit dieser Materie vertraut sind, den Erkenntnissen der deutschen Physiker-Ikone zustimmen. Die andere Art des Zeitreisens, der Übertritt in die Vergangenheit, sei die, die für hitzige Diskussionen sorge. Denn anders als bei Reisen in die Zukunft glauben viele Physiker nicht, dass Zeitreisen in die Vergangenheit möglich sind.

Einige andere schließen diese Option nicht völlig aus und ziehen dafür die sogenannte Wurmloch-Theorie heran, die ebenfalls von Albert Einstein formuliert wurde. „Ein Wurmloch ist wie ein Tunnel durch die Schweizer Alpen: Anstatt lange Strecken auf der bergigen Oberfläche zu wandern, kann man die Strecke durch einen Tunnel abkürzen“, versuchte Greene schon vor 20 Jahren in einem Interview der Welt das Thema zu veranschaulichen.

Die einsteinsche Theorie besagt nun, dass eine Manipulation der Öffnung eines Wurmlochs dazu führt, dass die Zeit an beiden Enden nicht im gleichen Tempo vergeht. Somit würde man beim Durchschreiten dieses Tunnels nicht von einem Ort im Weltall* zu einem anderen Ort gelangen, sondern von einem Moment der Zeit zu einem anderen Moment. In der einen Richtung läge damit die Zukunft, in der anderen Richtung die Vergangenheit.

„Wir wissen nicht, ob Wurmlöcher real sind. Wenn ja, wissen wir nicht, ob man wirklich durch sie hindurchgehen kann“, sagt Greene. Es bestehen also zahlreiche Unwägbarkeiten. Da Einsteins Vorstellungen aber mit den physikalischen Gesetzen in Einklang stehen, hat man die Theorie bislang noch nicht verworfen. Im Gegenteil, sogar das US-Pentagon soll laut Greene seit Jahrzehnten zum Thema Wurmlöcher forschen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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