Annegret R. hat bereits 13 Kinder

Schwangere 65-Jährige: Ihr eigener Sohn kritisiert sie 

Vierlingsmutter Annegret
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Die damals 55-jährige Annegret R. mit ihrer Tochter Lelia im November 2005.

Hamburg - Kritik aus der eigenen Familie muss sich die 65-Jährige, die mit Vierlingen schwanger ist, gefallen lassen. Auch Politiker haben sich zu Wort gemeldet.

„Ich finde es nicht gut, dass Mutti noch mehr Babys kriegt.“ Mit diesen Worten zitiert die Bild-Zeitung vom Mittwoch den 27-jährigen Sohn der werdenden Vierlingsmutter aus Berlin. Seine Begründung für die Kritik: Schon seine jüngste, zehnjährige Schwester werde „in der Schule gehänselt“, weil die Mutter aussehe wie ihre Oma, wie solle das bei den Vierlingen werden? Dennoch werde er seine Mutter, wenn die vier Babys erst mal auf der Welt seien, unterstützen, sagte der Sohn.

"Bedenklicher Fall"

Doch auch Gesundheitspolitiker kritisieren die 65-jährige werdende Mutter: „Ich halte das für einen sehr bedenklichen Fall. Eine solche Schwangerschaft kann und darf für niemanden ein Vorbild sein“, sagte SPD-Experte Karl Lauterbach „Spiegel Online“. Aus ärztlicher und ethischer Sicht werde hier eine Grenze überschritten.“ Bei künstlichen Befruchtungen im hohen Alter sei das Risiko von Frühgeburten erheblich und die Wahrscheinlichkeit von bleibenden Schäden sehr hoch.

Auch der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn hält die Entscheidung für fahrlässig. „Auch wenn es medizinisch möglich ist, muss man sich fragen, ob es sinnvoll ist. Ich habe da große Zweifel.“

Der Fall der 65-Jährigen, die bereits Mutter von 13 Kindern ist, ist seit Tagen Thema. Weil die Eizellspende in Deutschland verboten ist, ließ sich die Lehrerin mehrfach in der Ukraine fremde, künstlich befruchtete Eizellen einsetzen, bis es mit der Schwangerschaft klappte. Anders als viele andere Frauen entschied sie sich dagegen, nur ein Baby auszutragen. Jetzt ist sie im fünften Monat.

dpa

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