Ein Überblick

Söder macht Ankündigung wahr: Seit Freitag neue Corona-Regeln in Bayern - „müssen zweite Welle brechen“

Am Freitag (23. Oktober) sind in Bayern neue Corona-Regeln in Kraft getreten. Sie betreffen vor allem Hotspots und Berufspendler. Eine Übersicht.

  • In seiner Regierungserklärung kündigte Markus Söder neue Regeln im Kampf gegen das Coronavirus an.
  • Am Freitag (23. Oktober) sind sie in Kraft getreten.
  • Die neuen Vorgaben betreffen vor allem Hotspots und Berufspendler aus ausländischen Risikogebieten.
  • Hier bieten wir Ihnen in einer Karte die aktuellen Fallzahlen* in Bayern. 

München - Die schärferen Regeln für extreme Corona*-Hotspots und die neue bayerische Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Risikogebieten sind seit Freitag (23. Oktober) in Kraft. Am späten Donnerstagabend veröffentlichte das Gesundheitsministerium die entsprechend ergänzte Corona*-Verordnung.

Coronavirus in Bayern: Inzidenz bei 100 - Diese Regeln gelten für Hotspots

In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die Marke von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen* überschritten wurde, gelten folgende Regeln.

  • Veranstaltungen dürfen nur noch mit maximal 50 Teilnehmern stattfinden.
  • Es gilt eine Sperrstunde ab 21 Uhr.

Corona-Regeln in Bayern: Söder kündigt dunkelrote Warnstufe an - diese Regionen stehen aktuell auf der Liste

Welche Regionen von der dunkelroten Warnstufe*, die Ministerpräsident Markus Söder am Mittwoch bei seiner Regierungserklärung angekündigt hatte, betroffen sind, will das Ministerium künftig täglich um 15 Uhr auf seiner Homepage veröffentlichen. Zunächst standen folgende Regionen darauf.

  • Stadt und Landkreis Schweinfurt
  • Landkreis Neustadt an der Waldnaab
  • Weiden in der Oberpfalz
  • Augsburg
  • Landkreis Passau
  • Kreis Berchtesgadener Land

Der Landkreis Rottal-Inn stand dagegen zunächst nicht auf der Liste - obwohl dieser nach Angaben eines Sprechers zuletzt ebenfalls über der 100er-Marke lag. Grund war ein technischer Übermittlungsfehler, weswegen der Landkreis in der Liste des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter einem falschen Wert geführt wurde.

Coronavirus in Bayern: Strengere Regeln in Kraft - Neue Vorgabe für Berufspendler aus Risikogebieten

Die strengeren Regeln gelten dann automatisch jeweils ab dem Folgetag der ersten Veröffentlichung auf der Liste. Darauf stehen alle Regionen, in denen der 100er-Wert aktuell überschritten wird „oder vor weniger als sechs Tagen noch überschritten worden ist“.

Außerdem gilt für Grenzpendler aus ausländischen Corona-Risikogebieten seit Freitag: Wer „regelmäßig mindestens einmal wöchentlich nach Bayern einreist, um sich dort aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen, zu Ausbildungszwecken oder zum Schul- oder Hochschulbesuch aufzuhalten“, muss den Behörden vor Ort nun unaufgefordert binnen sieben Tagen und anschließend regelmäßig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorlegen.

Corona-Testpflicht für Berufspendler: Vor allem Österreich und Tschechien betroffen

Die Maßnahme trifft voraussichtlich vor allem Berufspendler aus Österreich und Tschechien. Tschechien zählt europaweit zu den Ländern mit den höchsten Infektionsraten je 100.000 Einwohner und gilt ebenso wie das an Bayern angrenzende österreichische Bundesland Tirol und Voralberg als Risikogebiet. (kam/dpa) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Die Corona-Zahlen steigen: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Rottal-Inn liegt laut RKI bei 260,1. Für den Landkreis wurde deshalb ein faktischer Lockdown verkündet.

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Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa/dpa-Bildfunk

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