Endlich auf dem Heimweg

Schiffbruch: José Ivan war 16 Monate auf See

Schiffbrüchiger Fischer José Ivan
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Nach einer mehr als einjährigen Irrfahrt über den Pazifik hat der schiffbrüchige Fischer José Ivan aus Mexiko von den Marshallinseln inmitten des Pazifischen Ozeans die lange Heimreise angetreten.
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Nach einer mehr als einjährigen Irrfahrt über den Pazifik hat der schiffbrüchige Fischer José Ivan aus Mexiko von den Marshallinseln inmitten des Pazifischen Ozeans die lange Heimreise angetreten.

Nach einer mehr als einjährigen Irrfahrt über den Pazifik hat ein Schiffbrüchiger aus Mexiko von den Marshallinseln inmitten des Pazifischen Ozeans die lange Heimreise angetreten.

"Ich will zurück nach Mexiko", sagte der Fischer José Ivan, als er am Sonntag auf dem Ebon-Atoll auf ein Patrouillenboot stieg, um zur Hauptinsel Majuro gebracht zu werden. Ivan war am Donnerstag ausgemergelt und nur mit einer zerfetzten Unterhose bekleidet vor der Küste von Ebon aus an Land gespült worden - rund 12.500 Kilometer von seiner Heimat entfernt.

"Es geht mir schlecht", sagte Ivan der Dolmetscherin Magui Vaca, mit der er am Sonntag kurz über Funk sprechen konnte. Auf Ebon, dem südlichsten Atoll der Marshallinseln, gibt es kein Internet und die einzige Telefonverbindung ging am Samstag kaputt. "Ich bin so weit weg. Ich weiß nicht, wo ich bin und was passiert ist", fügte der Schiffbrüchige hinzu.

Ivan war nach eigenen Angaben am 24. Dezember 2012 mit einem Begleiter in Mexiko in See gestochen, um vor der Küste von El Salvador Haie zu fangen. Offenbar ging dann der Antrieb des Bootes kaputt. Sein Begleiter starb nach seinen Worten auf See. Seine genauen Todesumstände sind bisher unklar.

Ivan überlebte nach eigenen Angaben, indem er Schildkröten, Vögel und Fische aß. Wenn es kein Regenwasser gab, habe er das Blut von Schildkröten getrunken. Eine Ausrüstung zum Fischfang befand sich auf seinem gut sieben Meter langen Fiberglasboot nicht. Ivan berichtete, er habe Vögel und Schildkröten mit bloßen Händen gefangen.

Nach seiner Rettung gaben ihm die Inselbewohner zu essen, wie die Bürgermeisterin von Ebon, Ione deBrum, berichtete. Es gehe ihm nun schon besser. Er habe aber Schmerzen in beiden Knien, so dass er nicht ohne Hilfe stehen könne. Weil Ivan nur Spanisch spricht, konnten die Inselbewohner nicht mit ihm reden. "Ich habe ihn über Bilder, die er malt, kennen gelernt", sagte deBrum.

Nach Angaben seiner Dolmetscherin ist Ivan verwirrt. "Er ist ein bisschen verzweifelt und will zurück nach Mexiko, aber er weiß nicht wie", sagte Vaca. Zunächst soll er nun mit dem Schiff nach Majuro gebracht werden. Dort soll er voraussichtlich am Montag ankommen und als erstes von einem Arzt untersucht werden.

Auf den Marshallinseln werden immer wieder Schiffbrüchige angespült. 2006 wurden auf dem Inselstaat im nördlichen Pazifik schon einmal drei mexikanische Fischer aus Seenot gerettet. Sie waren neun Monate auf dem Meer unterwegs gewesen.

AFP

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