Tragödie auf dem Rhein

Bootsunglück: Suche nach vermisstem Mädchen unterbrochen

Nach dem Schlauchbootunglück suchen Rettungskräfte nach einem vermissten Mädchen. Foto: Benedikt Spether
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Nach dem Schlauchbootunglück suchen Rettungskräfte nach einem vermissten Mädchen. Foto: Benedikt Spether

Ein Schlauchboot kentert auf dem Rhein, drei Ausflügler sterben. Der Einsatz geht weiter - nach einem Mädchen wird noch gesucht. Experten warnen zu Beginn der Badesaison vor gefährlichen Tücken des Stroms.

Gerstheim/Offenburg (dpa) - Nach dem Schlauchbootunglück auf dem Rhein mit drei Toten haben Rettungskräfte aus Frankreich und Deutschland nach einem vermissten kleinen Mädchen gesucht. Im Einsatz war auch ein Hubschrauber aus Deutschland, teilte die Präfektur in Straßburg mit.

Die Suche am Flussufer südlich der elsässischen Metropole Straßburg wurde am Abend unterbrochen, sie sollte am Samstag wiederaufgenommen werden.

Das laut Medien vier Jahre alte Mädchen war mit einer Gruppe auf dem Boot gewesen, das am Donnerstag nahe einer Schleuse beim französischen Ort Gerstheim kenterte. Die Gemeinde liegt rund 30 Kilometer südlich von Straßburg. Die Touristengruppe sei aus Offenburg in Baden-Württemberg gekommen, sagte ein Sprecher der Präfektur.

Das gekenterte Boot war mit vier Menschen besetzt. Bei den Toten handelt es sich um ein sechsjähriges Mädchen, einen weiteren Bootsinsassen und einen Helfer. In der Touristengruppe waren nach Angaben der Präfektur sieben Menschen unterwegs - fünf Rumänen und zwei Deutsche. Drei Angehörige der Gruppe waren an Land geblieben. Zu den Opfern würden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine Einzelheiten genannt, berichtete die Polizei in Offenburg.

Nach ersten Erkenntnissen trugen die Bootsinsassen keine Rettungswesten. Der Unfall gehe höchstwahrscheinlich auf Fahrlässigkeit zurück - die Ermittlungen dazu seien aber noch nicht abgeschlossen, hieß es. Mehrere Menschen hatten versucht, den Bootsinsassen zu helfen, und seien selbst ins Wasser gesprungen, schrieb die Regionalzeitung «Dernières Nouvelles d’Alsace» (DNA). Ein 36-Jähriger und eine 37-Jährige seien unversehrt wieder an Land zurückgekehrt, ein anderer starb.

Die Polizei sowie die für die Wasserrettung zuständige Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnten vor den Gefahren des Rheins und anderer großer Flüsse. Im Rhein gebe es wegen starker Strömungen, der Schleusen und des Schiffsverkehrs große Unglücksrisiken. Die Gefahren würden vielfach unterschätzt - vor allem in den Sommermonaten, wenn der Fluss Freizeitsportler anlocke.

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