Vier Wochen nach der Tat

Nach Schüssen auf deutschen Touristen: Teenager festgenommen, Opfer gelähmt

Ein mysteriöser Fall beschäftigt die Verantwortlichen in Kanada. Einem deutschen Autofahrer (60) wurde in der Provinz Alberta in den Kopf geschossen. Vier Wochen nach der Tat wurde nun der Täter gefasst.

Update 29. August 2018: Festnahme nach Schüssen auf deutschen Touristen

Vier Wochen nach dem lebensgefährlichen Schuss auf einen deutschen Autofahrer in Kanada hat die dortige Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Dabei handelt es sich nach Polizeiangaben vom Dienstag (Ortszeit) um einen 16-jährigen Teenager.

Der 60 Jahre alte Tourist war am 2. August mit seiner Familie auf einer Landstraße in der Provinz Alberta unterwegs, als aus einem vorbeifahrenden dem Auto auf den Deutschen geschossen wurde, so die Polizei. Das Opfer wurde am Kopf getroffen. Sein Auto kam von der Straße ab, die anderen drei Insassen wurden leicht verletzt.

Die Polizei machte keine Angaben dazu, warum der Verdächtige schoss. Das Fahrzeug und die mutmaßliche Tatwaffe seien sichergestellt worden.Nach den Angaben wurde die Kugel in Deutschland aus dem Kopf des Opfers entfernt worden, sie soll in Kanada mit der sichergestellten Waffe verglichen werden. Der Teenager muss sich wegen 14 Straftaten vor Gericht verantworten, darunter versuchter Mord.

Die Polizei habe das Opfer über die Festnahme informiert, sagte Polizeisprecher Curtis Peters dem Sender CTV News. Der Deutsche habe noch einen langen Weg vor sich, bis er wieder gesund sei. Der Zeitung „The Star“ zufolge ist der Mann halbseitig gelähmt und kann nicht mehr sprechen.

Deutschem Touristen in Kanada in den Kopf geschossen: Täter flüchtig

Calgary - In Kanada ist ein deutscher Tourist angeschossen und schwer verletzt worden. Dem 60-Jährigen sei am Donnerstag offenbar von einem vorbeifahrenden Autofahrer in den Kopf geschossen worden, teilte die Polizei mit. Der Deutsche habe daraufhin seinen Wagen gegen einen Baum gesteuert, wobei drei Mitglieder seiner Familie leicht verletzt worden seien. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es am Freitag, der Deutsche sei außer Lebensgefahr.

Gesundheitszustand ist „kritisch und lebensbedrohlich“ 

Der 60-jährige Deutsche war am Donnerstag im Auto auf einer Straße in Richtung des Banff-Nationalparks im Westen Kanadas unterwegs gewesen, sagte der ranghohe Polizeivertreter Tom Kalis der Nachrichtenagentur AFP. 

Im Fenster auf der Fahrerseite seines Wagens sei ein Einschussloch zu sehen gewesen, berichteten kanadische Medien am Donnerstag unter Berufung auf die Polizei in der westkanadischen Provinz Alberta. Der 60-jährige Tourist sei mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus ins nahe Calgary geflogen worden. Eine Kugel habe sein Gehirn getroffen, hieß es. Nach Polizeiangaben war er am Unfallort bei Bewusstsein, die Ärzte beschrieben seinen Zustand aber als "kritisch und lebensbedrohlich". Drei Angehörige des Mannes erlitten bei dem Vorfall leichte Verletzungen.

Polizei fahndet nach schwarzem Auto und weißem Fahrer

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es am Freitag, der Deutsche sei nach Angaben der kanadischen Polizei "außer Lebensgefahr". Das Ministerium stehe in Kontakt mit den Angehörigen, die betreut würden.

Kalis sagte, die Polizei gehe dem Verdacht nach, dass dem Schuss auf den Deutschen ein Streit mit einem anderen Autofahrer vorausging. Die Polizei suchte nach einem schwarzen Auto, welches den Wagen des Opfers überholt habe, als der Schuss abgefeuert wurde. Der Fahrer des schwarzen Wagens sei weiß und männlich, hieß es.

Der Banff-Nationalpark liegt im Westen Kanadas.

Wie thestar.com und CTV News berichten, untersucht die Polizei mehrere Optionen. Außerdem wollen die Beamten mit jedem erdenklichen Zeugen sprechen, der die Tat 60 Kilometer westlich von Calgary mitbekommen hat. 

In Kanada hat die Polizei zwei verweste Leichen im Wald gefunden - doch die Toten bergen ein dunkles Geheimnis. Extratipp.com, Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes, berichtet darüber.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Frank Gunn

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