Forscher begeistert

Sensationsfund in dieser Schlammgrube: Bilder

Statue in Ägypten entdeckt
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Kairo - Ein Team von deutschen und ägyptischen Archäologen hat in einer verschlammten Grube bei Kairo Reste zweier mehr als 3000 Jahre alten Pharaonenstatuen entdeckt.

Der führende ägyptische Archäologe und ehemalige Minister für Altertümer, Sahi Hauass, sagte am Freitag, bei dem Fund handele es sich höchstwahrscheinlich um eine Statue von Ramses II., einem der wichtigsten Pharaos des Alten Ägypten. „Aufgrund der massiven Größe der Statue kann ich bestätigen, dass sie Ramses darstellt und keinen anderen König“, sagte Hauass.

Ein deutsch-ägyptisches Archäologenteam hatte am Donnerstag die Entdeckung der 8 Meter großen Statue im Stadtteil al-Matarija im Osten Kairos bekannt gegeben. Der Koloss lag - in mehrere Teile zerbrochen - in einer Schlammgrube. Am Donnerstag wurde der Kopf der Statue mit Hilfe von Baumaschinen aus dem Erdreich gezogen, der Rest solle am Montag folgen, sagte Hauass. Am Fundort befand sich früher die antike Stadt Heliopolis. Dort wurden bereits Überreste eines Tempels vom Ramses II. gefunden.

Beim anderen Überrest handelt es sich demnach um eine 80 Zentimeter hohe Kalksteinbüste des ebenfalls aus der 19. Dynastie stammenden altägyptischen Königs Sethos II. mit feinen Gesichtszügen.

Fundstücke sollen in Museum gebracht werden

Die Fundstücke sollen zur Restaurierung in ein Museum gebracht werden, sagte der Minister für Altertümer, Chaled el-Enani, der Zeitung „Al-Ahram“.

Ramses II. wurde auch „der Große“ genannt. Der für seien Kriegszüge und Bautätigkeit bekannte Pharao herrschte ab 1279 v. Chr. für 66 Jahre über Ägypten. Er ließ unter anderem den berühmten Tempel von Abu Simbel im Süden des Landes erbauen.

dpa/AFP

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