Tradition in der Kritik: Prozess vor Landgericht Traunstein

Sex-Übergriff durch Buttnmandl auf  Erzieherin? Opfer schildert schlimme Sekunden

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Der Angeklagte aus der Schönau vor dem Landgericht in Traunstein.

Eine Tradition aus dem Berchtesgadener Land, die immer mehr in die Kritik gerät: Kam es beim Besuch der Buttnmandl zu einem Sex-Übergriff an einer Erzieherin? Ein Schönauer muss sich deshalb erneut vor Gericht verantworten.

Traunstein/Berchtesgaden - Zweiter Prozesstag im Berufungsprozess gegen einen 25-jährigen Schönauer vor dem Landgericht Traunstein: Im Dezember 2016 soll er als Buttnmandl beim Besuch einer pädagogischen Einrichtung in Berchtesgaden gegen eine Erzieherin übergriffig geworden sein. Konkret: Er soll die Frau zu Boden gestoßen, sich auf sie gelegt und ihr dann unter das T-Shirt gegriffen haben.

Dies bestätigte am Donnerstag auch die Geschädigte bei ihrer Aussage vor dem Landgericht Traunstein: "Er beugte sich über mich drüber und versuchte seine Zunge in meinen Mund zu stecken." Immer wieder sei sie ihm ausgewichen: "Dann hab' ich gespürt, wie T-Shirt und BH weggezogen und meine Brüste mit beiden Händen angefasst wurden!"


Nikolaus forderte Entschuldigung

Der Nikolaus und zwei Ganggerl der Pass wurden bereits am 24. Mai verhört. Eines der Ganggerl habe nur mitbekommen, dass ein Buttnmandl auf einer Frau gelegen sei: "Das habe ich dann von ihr runtergestoßen", so der Zeuge. Der Nikolaus habe, nachdem er von den Gerüchten hörte, alle zusammengetrommelt: Er wolle wissen, wer es war und drohte, sonst heimzugehen. Er forderte vom Angeklagten an Ort und Stelle noch eine Entschuldigung. 

Weitere wichtige Zeugenaussagen stehen noch aus. Der Angeklagte selbst äußerte sich am ersten Prozesstag nicht zur Sache. chiemgau24.de* berichtet aktuell aus dem Gerichtssaal in Traunstein.

*chiemgau24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

xe

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